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Eis: kühler Genuss

Gerade im Sommer lieben wir Eis! Jeder hat seine Lieblingssorte Eis: Die einen schwören auf Schokolade, Vanille und Erdbeer, andere sind experimentierfreudig und wählen Sorten wie Cashew oder Lakritz. Tolle Eisbecher, selbst gemachtes Eis oder Sorbet: Hier sind Tipps und Rezepte!

Schon im antiken China schätzte man den erfrischenden Genuss von Eis. Und auch die alten Römer liebten Eis: Einige römische Kaiser ließen sich von Schnellläufern sogar Schnee aus den Bergen beschaffen, um Eis herstellen zu können. Berühmte Persönlichkeiten wie Hippokrates, Goethe oder der Sonnenkönig Ludwig XIV vernaschten gerne mal ein Eis. Wobei die kühle Leckerei damals noch deutlich anders schmeckte als heute: Eis bestand seinerzeit aus Schnee, der mit Ingwer, Honig oder zerstoßenen Früchten aromatisiert wurde. Das heutige Eis ist da deutlich abwechslungsreicher!

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Heutzutage wird das Eis, das wir im Supermarkt kaufen können, industriell hergestellt. Daneben gibt es außerdem das Eis, das in Handarbeit in Eisdielen entsteht. Und auch zu Hause können wir mittlerweile Eis machen. Handliche, kompakte Geräte werden einfach mit den Lieblingszutaten befüllt und eingeschaltet. Voll automatisch entsteht so das Eis.

Aber auch ganz ohne spezielle Maschine kann man zu Hause Eis oder Sorbets zubereiten.

Beliebtes Eis: Erdbeerbecher

Beliebtes Eis: Erdbeerbecher

Aufpeppen lässt sich das Eis dann natürlich noch mit Sahne, Keksen, frischen Früchten, Saucen und allem, was das Eis noch süßer und leckerer macht. Auch in Eisdielen sind spezielle, reich garnierte und dekorierte Eisbecher sehr beliebt. Zu den Klassikern zählen Erdbeerbecher, Schokobecher, Spaghettieis und Bananensplit.

Die industrielle Herstellung von Eis erfolgt im größeren Rahmen: Zutaten werden nach Rezept vermengt, kurz hoch erhitzt und dann im so genannten Freezer gekühlt und gerührt. Beim Einfüllen in Hörnchen oder Becher ist das industriell hergestellte Eis minus vier bis minus acht Grad kalt. Für die Lagerung und den Transport wird das Eis später aber auf bis zu minus 28 Grad heruntergekühlt. Über 80 Prozent des Speiseeises, das wir essen, wird industriell hergestellt.

Eis: Kurioses & Wissenswertes

Eis ist gerade im Sommer ein eiskaltes, süßes Vergnügen

Eis ist gerade im Sommer ein eiskaltes, süßes Vergnügen

Das Eis wird im Mund und in der Speiseröhre sofort aufgewärmt. Wenn es im Magen ankommt, ist das Eis deshalb nur wenige Grad kälter als beispielsweise ein Käsebrot. Wissenschaftler haben außerdem festgestellt, dass das Essen von Eis unsere Schweißbildung im Sommer tatsächlich verringert, während das Trinken von eiskalten Getränken sie sogar noch verstärkt.

Der Hinweis, dass Eis wegen des Milchanteils gesund sei, stimmt heutzutage nur noch bedingt: Viele Hersteller verwenden mittlerweile in ihrem Eis anstelle des Milchfetts kostengünstigere Pflanzenfette. Dagegen hilft nur eins: die Zutatenliste studieren.

Eis enthält außerdem generell recht viel Zucker. Hintergrund: Die Geschmacksrezeptoren auf unserer Zunge empfinden die Süße eiskalter Speisen weniger stark. Also muss mehr Zucker ins Eis, damit wir die süße Leckerei voll genießen können. Außerdem wirkt der Zucker wie ein mildes Frostschutzmittel, damit das Eis nicht zu hart wird.

Eis gibt es in großartiger Auswahl!

Eis: die wichtigsten Sorten

Eis ist nicht gleich Eis. Es gibt verschiedenen Geschmacksrichtungen von Cookies über Eierlikör bis hin zu typischen Sommersorten wie Kirsch, Joghurt und Zitrone. Außerdem gibt es Eis in diversen Darreichungsformen – Eis am Stiel, im Becher, im knusprigen Waffelhörnchen oder auch in großen Behältern. Und es gibt beim Eis auch unterschiedliche Sorten und Bezeichnungen. Die Namen geben Aufschluss über die Zutaten.

Eiscreme: Eiscreme muss mindestens 10 Prozent Milchfett enthalten.

Milcheis: Bei diesem Eis muss der Milchanteil bei mindestens 70 Prozent liegen.

Fruchteis: Dieses Eis muss mindestens 20 Prozent Fruchtanteil besitzen. Besteht das Eis aus Zitrusfrüchten und anderen sauren Früchten, liegt der Fruchtanteil bei mindestens 10 Prozent.

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Wassereis: Dieses Eis besteht hauptsächlich aus Wasser und Zucker. Mit Aroma- und Farbstoffen wird das Eis in Aussehen und Geschmack aufgepeppt. Für die Herstellung zu Hause: Einfach einen Fruchtsaft mit Honig, Zucker oder Süßstoff süßen, in kleine Becher füllen, einen Plastiklöffel oder Holzstab einstecken und gut 24 Stunden gefrieren lassen.

Rahmeis: Sehr gehaltvolles Eis aus mindestens 60 Prozent Schlagsahne.

Cremeeis: Dieses Eis bietet mindestens 50 Prozent Milchanteil und pro Liter mindestens 270 Gramm Vollei oder 90 Gramm Eigelb. Außerdem enthält dieses Eis kein zusätzliches Wasser.

Text: Saskia Fehrholz