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Die Etagere: schicker Hochstapler

Die Etagere ist ein wahres Multitalent – egal ob auf dem Tisch oder als Dekoelement. Wir zeigen schöne Etageren, wie man eine Etagere selber macht und geben Dekotipps.

Schöne Etageren
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Was ist eine Etagere?

Etagere kommt vom französischen “étagère” und bedeutet übersetzt etwa so viel wie “Gestell”. Doch so simpel wie es diese Bezeichnung vermuten lässt, ist die Etagere bei Weitem nicht. Auf Partys lässt sich auf der Etagere Fingerfood servieren, beim Kaffeekränzchen sind es süße Törtchen und auch als Ablagefläche für Kleinigkeiten eignet sich eine Etagere ebenfalls bestens.

Klassischerweise besteht eine Etagere aus zwei bis drei Ebenen, die von unten nach oben kleiner werden und in der Mitte durch einen Metall- oder Holzstab verbunden sind. Eine ebenfalls beliebte Variante ist ein Metallgestell mit verschiedenen Ebenen, in die Teller mit einem passendenden Durchmesser hineingelegt werden. Beide Varianten haben oben einen Griff oder Knauf, an dem man die Etagere bequem tragen kann.

Etagere aus Tortenplatten selber machen

Im Grunde lässt sich eine Etagere aus fast allem machen, was der heimische Geschirrschrank hergibt. Die schnellste Variante einer Etagere ist super simpel: einfach zwei verschieden große Tortenplatten mit Fuß aufeinanderstapeln, wobei die Kleinere mittig auf die Große gestellt wird. Fertig! Sieht spektakulär aus und bietet Platz für viele Köstlichkeiten.

So schön kann eine selbst gemachte Etagere aus Tortenplatten aussehen. Außergewöhnlich wird es mit einer Glasglocke auf der obersten Tortenplatte. Modell von Miss Etóile, ab ca. 40 Euro.

Etagere aus Geschirr stapeln

Für die zweite Version einer selbst gemachten Etagere braucht es ein bisschen Fingerspitzengefühl und mehr Geschirr. Möchte man eine dreistöckige Etagere, braucht man einen großen Platz- oder Pizzateller, einen Speiseteller und einen kleinen Dessert- oder Frühstücksteller sowie zwei Tassen, Gläser oder kleine Schalen.

Dann werden die Teile wie folgt aufeinandergestapelt: der größte Teller bildet die unterste Ebene, in dessen Mitte eine umgedrehte Tasse oder Schale kommt. Darauf folgt der Speiseteller sowie eine weitere umgedrehte Tasse oder Schale. Den Abschluss bildet als höchste Ebene der kleine Teller. Für mehr Standfestigkeit der Etagere können alle Etagen mit doppelseitig klebendem Klebeband oder mit ablösbarem Heißkleber fixiert werden.

Schicker Hochstapler: Hier wurden geschickt Tassen und Teller aufeinandergestapelt. Kann man zuhause ganz einfach nachmachen. Geschirr von Pip Studio, ab ca. 4 Euro.

Etageren-Bausatz

Auch für einzelne Porzellanstücke, die ihr Dasein im Geschirrschrank fristen, kann eine selbstgemachte Etagere eine gute Möglichkeit sein, zu neuem Leben zu erwachen. Indem man zwei, drei schöne Stücke mit einem Bausatz für Etageren, zum Beispiel von www.koalaplan.com, zur Etagere umwandelt.

Etagere für Fingerfood und Törtchen

Verwendung findet die Etagere vorwiegend für die Bereitstellung von Fingerfood oder Törtchen. Bestes Beispiel: Eine traditionelle englische Tea-Time ist ohne Etagere undenkbar.

Der große Vorteil einer Etagere liegt nämlich darin, dass einerseits durch das Stapeln von Ebenen Platz gespart wird, andererseits können die Speisen übersichtlich und originell drapiert werden. Und genau dieser Vorteil ist es, der die Etagere auch abseits des Tisches zum vielseitigen Dekoelement macht.

Etagere als Deko-Schaukasten

Machen Sie Ihre Etagere zum Schaukasten für Schmuck oder hübsche Parfumflaschen. Auch die Lieblingsnagellacke dürfen sich dazugesellen. Das sieht nicht nur schön aus, sondern bringt Übersicht und Ordnung in die Nagellacksammlung. So kann man die Etagere auch als Ordnungshelfer im Badezimmer benutzen.
Wichtig dabei: in Feuchträumen lieber eine Etagere aus Metall oder Kunststoff benutzen. Die sind nicht so empfindlich.

Modelle aus hochwertigem Kunststoff eignen sich am besten für den Einsatz im Badezimmer. Modell Babell von Koziol, ab. ca 9 Euro.

Die Etagere als handliche Kaffeebar

Nutzen Sie eine Etagere als mobile Kaffeebar. Dafür eine große und mit hohem Rand versehene Etagere einfach auf der untersten Ebene mit Bechern, Tassen, Untertassen, Servietten und Löffeln bestücken. Die mittlere Ebene für Zucker, Kakaopulver, Zimt sowie weitere Lieblingszutaten nutzen. Auf die oberste Ebene kommen dann noch Kännchen mit Sahne und Milch.

Eine Thermoskanne Kaffee dazu und schon kann der Nachmittagskaffe überall zelebriert werden. Wer möchte, kann die Etagere anschließend dekorativ neben der Kaffeemaschine drapieren.

Große Etageren werden zum Beistelltisch

Große, eckige Holzetageren müssen nicht nur Dekoelement sein, man kann sie auch einfach zum Beistelltisch umfunktionieren. Im Wohnzimmer zum Beispiel als Tisch für Kerzen sowie Knabbereien und Getränke, der problemlos mit ans Bett umziehen kann. So wird die Etagere je nach Einsatzort passend bestückt und dekoriert.

Das Modell Emee eignet sich wunderbar als Beistelltisch, von Loberon, ca. 50 Euro.

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Text: Natalie Schulz

Fotos: Julia Hoersch, Koziol, Loberon, Miss Etoile