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Flammkuchen: Spezialität aus dem Elsass

Der Flammkuchen kommt ursprünglich aus dem Elsass und ist ein dünner Blechkuchen aus Brotteig. In der Regel wird der Flammkuchen herzhaft belegt, mit frischen Zutaten der Saison. Wir stellen den hauchdünnen Genuss vor.

Ein klassischer Flammkuchen besteht nur aus wenigen Zutaten. Der Teig wird meistens aus Wasser, Salz und Hefe zubereitet und ist mit einem Pizzateig vergleichbar. Ebenso gut eignet sich auch ein Sauerbrotteig. Der Belag für den klassischen Flammkuchen besteht aus Sauerrahm, Zwiebeln und Schinken oder Speck. Gewürzt wird dezent mit Salz und Pfeffer, da der Schinken bereits genug Würze bringt.

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Flammkuchen: Klassiker mit vielen Gesichtern
Der dünne, knusprige Boden und die Creme aus saurer Sahne oder Schmand eignen sich nicht nur als Basis für Schinken und Zwiebeln. Im Laufe der Zeit sind immer mehr Variationen der einstigen Lieblingsmahlzeit der Landwirte entstanden. Der Flammkuchen kann belegt werden mit aromatischen und saisonalen Zutaten wie Lachs, Ziegenkäse, Kürbis, Feigen und sogar Kohl.

Der Boden für den Flammkuchen muss sehr dünn ausgerollt werden.

Das Geheimnis ist der dünne Boden
Der Flammkuchen unterscheidet sich von anderen herzhaften Blechkuchen vor allem durch seinen sehr dünnen Boden. Dadurch wird der Flammkuchen so herrlich kross und knusprig.
Traditionell wird der Flammkuchen im heißen Kohleofen zubereitet. Aber auch im heimischen Backofen gelingt die Mischung aus knusprigem Teig und cremigem Belag – dann fehlt allerdings das Raucharoma der Kohle.

Der Teig für Flammkuchen wird sehr dünn ausgerollt. Das geschieht in mehreren Durchgängen, da sich der Hefeteig immer wieder entspannen muss, bevor er weiter ausgerollt werden kann. Unser Tipp: Da die dünnen Fladen sehr schnell austrocknen, sollten die ausgerollten Teigstücke immer wieder mit Klarsichtfolie abgedeckt werden. Es empfiehlt sich außerdem, den Hefeteig gleich auf Backpapier auszurollen, da der Teig dann nicht mehr reißen kann, wenn Sie ihn auf das Blech heben.

Ziel ist es, dass der Teig für den Flammkuchen am Ende etwa zwei Millimeter dünn ist. Direkt auf dem Backblech wird der Flammkuchen mit Sauerrahm bestrichen und mit den Wunsch-Zutaten belegt. Dann ab in den Ofen und nach rund fünf Minuten schon wieder raus und genießen!

Zum Nachlesen und Ausdrucken: unser Rezept für den klassischen Flammkuchen

Der Rand des Flammkuchens ist besonders kross und knusprig.

Die Geschichte des Flammkuchens
Früher wurde das Brot in holzbefeuerten Steinöfen gebacken. Die Temperatur des Ofens überprüfte man, indem man ein dünnes Stück Teig in den Ofen schob. Wurde der Teig sehr schnell braun, war der Ofen noch zu heiß. Dauerte es lange, bis der Teig gar wurde, so musste man nachfeuern. Da bei diesem Temperaturtest immer ein paar Flammen im Ofen brannten, nannte man die Teigfladen “Flammkuchen”. Diese entsorgte man nicht, sondern bestrich sie mit Sauerrahm und belegte sie mit Speck und Zwiebeln – was sich bis heute nicht geändert hat.

Der Flammkuchen hat seinen Namen von den Flammen im Steinofen.

Was passt zum Flammkuchen?
Flammkuchen genießt man besonders gerne im Herbst, da er hervorragend zu einem Glas Federweißer passt. Der süße Traubenmost und der deftige Speck-Kuchen ergeben zusammen ein rustikales und kontrastreiches Duo. Doch auch andere junge Weine wie zum Beispiel der Beaujolais Primeur vertragen sich gut mit der elsässischen Spezialität – der “tarte flambée”.

Als Beilage zum Flammkuchen schmeckt am besten ein frischer Salat. Im Herbst haben Radicchio und Feldsalat Saison. Probieren Sie doch einmal unsere herbstlichen Salatrezepte zum Flammkuchen!