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Glühwein: wärmstens empfohlen!

GlühweinEr ist älter als das Weihnachtsfest selbst und von den Weihnachtsmärkten nicht mehr wegzudenken: der Glühwein. Selbst gemachter Glühwein schmeckt besonders gut. Wir verraten alles rund um den Glühwein sowie die besten Rezepte.

Auf den Weihnachtsmärkten findet man sie überall: die Stände, an denen Glühwein verkauft wird. Auch in den Cafés steht Glühwein im Winter auf der Getränkekarte. Kein Wunder, denn würziger Glühwein mit seinem unverwechselbaren Duft gehört einfach zu Weihnachten dazu – so wie der Weihnachtsbaum und die Gans! Glühwein ist das beliebteste Getränk auf dem Weihnachtsmarkt und auch zu Hause ist das heiße Getränk der perfekte Begleiter zu Plätzchen und Stollen.

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Glühwein: kleine Warenkunde

Etwa 40 Millionen Liter Glühwein trinken die Deutschen alljährlich im Advent. Der klassische Glühwein enthält meist einen Rotwein und Gewürze wie Zimt, Nelken, Zitrone und wahlweise Anis, Kardamon, Muskat, Piment und Orangen.
Der Alkoholgehalt von Glühwein liegt gesetzlich vorgeschrieben bei mindestens 7 Prozent. Glühwein kann zusätzlich mit Likör, Rum oder Weinbrand verfeinert werden, dann steigt der Alkoholgehalt deutlich.

Beim Glühwein gibt es große Qualitätsunterschiede, die sich aus den verwendeten Zutaten ergeben. Billiger Glühwein enthält meist minderwertigeren Wein, der typische Geschmack wird oft mit Hilfe von Zucker und künstlichen Aromen erzeugt. Nachteil: Durch den hohen Zuckergehalt wird der Alkohol schneller im Blut aufgenommen, so dass der Glühwein am nächsten Tag die altbekannten Kopfschmerzen verursachen kann. Qualitativ besserer Glühwein wird aus echten Gewürzen und einem guten Wein gemacht, schmeckt deutlich besser, ist aromatischer und macht auch den nächsten Tag angenehmer.

Glühwein Grundrezept

Das Grundrezept für Glühwein: Wein, Gewürze, Zitrusfrucht.

Das Grundrezept für klassischen Glühwein

Die Zutaten
1 Liter trockener Rotwein, 1 unbehandelte Zitrone, 2 Stangen Zimt, 3 Nelken, 3 EL Zucker, etwas Kardamom

Die Zubereitung
Den Rotwein in einen Topf geben, die Zitrone in Scheiben schneiden und zusammen mit dem Zucker, den Zimtstangen und Gewürznelken in den Topf geben. Das Ganze bis kurz vor dem Siedepunkt erhitzen und dann zugedeckt ca. 1 Stunde ziehen lassen.

Wichtiger Tipp für Glühwein: Der Glühwein darf nur erhitzt und nicht gekocht werden! Andernfalls verdampft der im Glühwein enthaltene Alkohol und die Gewürze verändern ihren Geschmack und werden bitter.

Mit Kardamon wird der Glühwein abschließend verfeinert, die größeren Gewürze wie Zimtstangen und Nelken werden entfernt. Damit der Glühwein möglichst wenig von seiner Wärme verliert, ist es ratsam, ihn in vorgewärmte Gläser zu füllen. Dekorieren können Sie zum Schluss noch mit einer Zimtstange im Glühwein oder einer dünnen Zitronenscheibe am Glasrand. Versüßen lässt sich Glühwein – ganz nach Geschmack – mit Zucker oder Honig.

Glühwein

Glühwein gibt es in Rot und in Weiß.

Roter oder weißer Glühwein?

Ob ein Rotwein oder Weißwein zur Herstellung von Glühwein verwendet wird, ist im Grunde reine Geschmackssache. In Deutschland ist der rote, in Österreich und Norditalien der weiße Glühwein verbreitet.
Aber auch hierzulande wird der weiße Glühwein immer beliebter. Besonders bei Frauen ist diese geschmacklich leichtere, frischere Variante gefragt. Weißer Glühwein ist trocken, fruchtig und ist durch die meist etwas höhere Säure des Weißweins angenehm erfrischend.

Guter Wein als Grundlage für den Glühwein

Ganz gleich für welchen Wein Sie sich für Ihren Glühwein entscheiden, in jedem Fall sollten Sie auf Qualität achten! Als Faustregel gilt: Für einen Basiswein für Ihren Glühwein sollten Sie nicht viel weniger ausgegeben, als für einen Wein, den Sie “pur” trinken würden.

Für roten Glühwein ist ein trockener Landwein aus Frankreich (Côtes du Rhône, Vin de Pays), Italien (Merlot aus dem Veneto, Montepulciano d’Abruzzo), Spanien (einfacher Tinto) oder Deutschland (Dornfelder oder Trollinger) zu empfehlen.

Als Grundwein für weißen Glühwein eignen sich gut ein trockener oder halbtrockener Müller-Thurgau, Gutedel, Silvaner oder Weißburgunder. Wenn Sie viel frische Säure mögen, ist auch ein Riesling eine gute Grundlage für Ihren Glühwein. Aus Frankreich sind ein weißer Vin de Pays des Côtes de Gascogne oder ein Vin de Pays d’Oc eine gute Wahl. Aus Italien kann ein norditalienischer Bianco verwendet werden ebenso wie Soava, Bianco di Custoza, Pinot Grigio oder Chardonnay. Aus Spanien sind einfache Weißweine aus Katalonien (Penedés) passend.

Glühweingewürze

Die Gewürze sind ausschlaggebend für den Geschmack im Glühwein.

Gewürze für den Glühwein

Der Glühwein ist älter als unsere Weihnachtsmakt-Tradition. Schon die alten Römer versetzten Wein mit Gewürzen, um die Haltbarkeit des Weins zu verlängern und den Geschmack des sauren Weines zu verbessern. Im römischen Reich waren Gewürze allerdings sehr teuer, so dass der Genuss des gewürzten Weines der wohlhabenden Oberschicht vorbehalten blieb.

Heutzutage sind die Zutaten für Glühwein jedem zugänglich, sodass der Glühwein einfach zu Hause zubereitet werden kann. Die Gewürze für den Glühwein können Sie im Grunde ganz frei nach Ihrem eigenem Geschmack wählen. Klassisch sind Zimt, Kardamom und Nelken. Auch Orangeschalen, Vanille, ein Hauch Muskat oder Anis, Kakaoschalen, Ingwer oder Pfeffer können Sie in den Glühwein geben.

Express-Version für Glühwein: Es gibt zahlreiche Gewürzmischungen für Glühwein fertig zu kaufen. Die geben Sie zu Ihrem gewählten Wein, erhitzen das Ganze, gießen es durch ein Sieb – fertig ist der Glühwein.

Text: Saskia Menzyk