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Käsekuchen: den lieben alle

Cremiger und saftiger Käsekuchen ist das Herzstück einer jeden Kaffeetafel. Saisonales Obst und verschiedene Zubereitungsarten sorgen dabei für köstliche Abwechslung. Rezepte und Tipps für Käsekuchen!

Wer kann schon widerstehen, wenn goldbraun gebackener Käsekuchen auf den Tisch kommt? Die süße Masse aus Quark, Eiern und Zucker schmeckt einfach herrlich cremig und saftig. Natürlich ist Käsekuchen nicht gleich Käsekuchen: Es gibt ihn mit oder ohne Boden, mit Rosinen in der Quarkmasse oder ohne, mit Früchten, Nüssen oder ganz ohne Garnierung.

Rezepte für Käsekuchen
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Wer allerdings glaubt, Käsekuchen sei durch den Quark kalorienmäßig eine leichte Angelegenheit, den müssen wir leider enttäuschen. Ein Stück Käsekuchen hat im Schnitt rund 400 Kalorien. Im Vergleich: Marmorkuchen bringt es auf etwa 250, Schwarzwäler Kirschtorte “nur” auf 350 Kalorien.

Marmorierter Käsekuchen und Käsekuchen ohne Boden mit frischen Erdbeeren.

Echte Klassiker: Marmorierter Käsekuchen und Käsekuchen ohne Boden mit frischen Erdbeeren.

Käsekuchen: köstliche Vielfalt

Es gibt nicht das eine Rezept für Käsekuchen, sondern viele Variationsmöglichkeiten. Oft werden die Rezepte für den traditionellen Käsekuchen in der Familie sogar von Generation zu Generation weitergegeben.

Geling-Tipp für Käsekuchen: Der Käsekuchen gelingt am besten, wenn man ihn recht lange bei niedriger Temperatur backen lässt und er danach noch für einige Zeit im Backofen auskühlen kann.

Man kann Käsekuchen in der Springform oder auf dem Blech backen. Käsekuchen ist pur ein Gedicht, er schmeckt aber auch mit Rosinen oder saisonalem Obst wie Beeren, Äpfeln, Passionsfrucht oder Kirschen – der eigene Geschmack entscheidet über den finalen Käsekuchen. Beliebt sind auch mit Streuseln bedeckte Käsekuchen und schneller Käsekuchen mit Mandarinen aus der Dose.

Back-Klassiker Käsekuchen: Schritt für Schritt zum perfekten Käsekuchen

Käsekuchen mit Krümelboden und Orangen

Fruchtig, cremig, knusprig: Käsekuchen mit Krümelboden und Orangen.

Beim Teig gibt es ebenfalls verschiedene Möglichkeiten: Viele mögen Käsekuchen mit knusprigem Krümelboden. Der knusprige Boden für den Käsekuchen lässt sich zum Beispiel aus Butterkeksen, Löffelbiskuit oder auch Cantuccini oder sogar Schokoladenpuffreis machen. Die Kekse werden im Frischhaltebeutel zerkrümelt, mit flüssiger Butter gemischt, gleichmäßig auf den Boden der Backform gegeben und zum Aushärten kalt gestellt. Danach folgt die Krönung für den Käsekuchen mit der legendären Quarkmasse.

Rezept Käsekuchen: Smoothie Cheesecake mit Schokoladenpuffreis-Boden

Rezept Käsekuchen fruchtig: Käsekuchen mit Orangen

Rezept Käsekuchen einfach: Klassischer Cheesecake mit Keks-Bröselboden

Aber auch andere Teigarten eignen sich für den Käsekuchen: Ein Boden aus Rühr-, Mürbe- oder Hefeteig schmeckt auch wunderbar.

Beim Käsekuchen ohne Boden sollte man die Quarkmasse etwas fester machen, damit der Kuchen beim Anschneiden schön in Form bleibt. Ein paar Esslöffel Grieß oder ein Teil Frischkäse zum Quark machen den Käsekuchen ohne Boden standfest.

Tipp für lockeren Käsekuchen: Die Eier für die Quarkmasse trennen und das Eiweiß luftig aufschlagen. So wird die Quarkmasse für den Käsekuchen schön luftig.

Rezept Käsekuchen schnell: Käsekuchen ohne Boden

Tipp für fruchtigen Käsekuchen: Wenn Sie viele, sehr saftige Früchte verarbeiten, sollten Sie einen Käsekuchen mit Boden backen, damit der Saft aufgefangen wird.

Rezept Käsekuchen mit frischen Früchten: Cheesecake mit Brombeeren

Seien Sie ruhig probierfreudig und variieren Sie verschiedene Teige zu verschiedenen Quarkmassen. So entsteht Ihr ganz persönliches Lieblingsrezept.

Käsekuchen nach amerikanischer Art mit Krümelboden und Frucht.

Käsekuchen nach amerikanischer Art mit Krümelboden und Frucht: Blaubeeren oder Fruchtcreme.

Käsekuchen: Quark, Frischkäse und mehr

Der Star beim traditionellen Käsekuchen ist die cremig-feste Masse. Hierfür verwendet man klassisch Quark, zum Teil vermengt mit Joghurt, saurer Sahne oder Schmand.

Tipp für die Quarkmasse: Wegen seines geringeren Wassergehaltes eignet sich auch Schichtkäse anstelle von Quark besonders gut für den Käsekuchen.

Der amerikanische Cheesecake setzt im Unterschied zu deutschem Käsekuchen auf Frischkäse der Doppelrahmstufe. Das macht den Cheesecake gehaltvoller, üppiger und cremiger als den Käsekuchen. Der “New York Style Cheesecake” oder auch “Manhattan Cheesecake” enthält oft gut und gerne 1 Kilo Doppelrahmfrischkäse. Dazu Schmand, gut 250 Gramm Zucker und gerne ruhig bis zu sechs Eier. Sollen wir wirklich über die Kalorien sprechen? Knapp um die 450-500 Kalorien pro Stück Cheesecake muss man grob einplanen. Mittlerweile gibt es vom amerikanischen Cheesecake ein paar figurfreundlichere Variationen wie den “Italian Cheesecake” mit Ricotta.

Da sich die verschiedenen Frischkäse im Fettgehalt unterscheiden, beeinflussen sie stark den Geschmack und die Konsistenz des Käsekuchens. Zur Masse hinzu kommen immer Eier und Zucker. Untergehobener Eischnee macht die relativ schwere Quarkmasse lockerer, was den Käsekuchen im Ofen mehr aufgehen lässt.

Es gibt auch die Variante, die Quarkmasse nicht zu backen sondern mit Gelatine zu binden.
Rezept Käsekuchen aus dem Kühlschrank: Käsekuchen ohne Backen mir Gelatine

Orangen-Käsesahne-Torte

Variation für Käsekuchen: Knusprige Weintraubentarte mit Quarkcreme und Orangen-Käsesahne-Torte.

Wann ist der Käsekuchen fertig?

Recht lange, also eine gute Stunde bis anderthalb, sollte der Käsekuchen bei niedriger Temperatur von rund 150 Grad im Ofen bleiben. Er sollte nach dem Backen fest sein, darf aber noch etwas in der Form wackeln. Die Oberfläche der Käsekuchen-Masse darf außen ruhig gebräunt sein, sollte in der MItte aber nach dem Backen noch schön hell und etwas feucht sein.
Am besten kühlt der Käsekuchen über Nacht aus, dann wird er fester und besonders saftig.

Käsekuchen: landestypische Varianten

Der klassische deutsche Käsekuchen hat einen Mürbeteig und ist mit einer Quarkmasse aus Speisequark, sauerer Sahne, Eiern, Vanille-Essenz, abgeriebener Zitronenschale und Zitronensaft sowie Rosinen gefüllt. Der New York Cheesecake hat einen Krümelboden aus Vollkornkeksen. Den klassischen amerikanischen Cheesecake serviert man mit Erdbeeren oder Blaubeeren, mit Sirup oder einer Sauerrahmglasur. In Italien heißt der typische Käsekuchen Crostata diricotta und enthält Rosinen und Marsala. Eine weitere Variante ist die Pastiera (neapolitanischer Osterkuchen) mit süßer Ricottafüllung und kandierten Früchten. In Österreich ist die Topfentorte mit Rosinen und Mandeln eine Spezialität.

Text: Saskia Menzyk