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Gut Kirschen essen

Im Sommer locken pralle, saftige Kirschen auf Wochenmärkten. Pur aus der Hand oder verarbeitet in süßen oder pikanten Gerichten sind sie ein Genuss. Infos und tolle Rezepte zum Ausprobieren.

Von Juni bis August haben Kirschen Saison, dann sind heimische Früchte auf dem Markt. Das Steinobst gehört zu den Lieblingsfrüchten der Deutschen – Kirschen schmecken pur oder verarbeitet in köstlichen Kuchen, Desserts, Aufläufen und Marmeladen. Auch zu pikanten Gerichten sind Kirschen delikate Begleiter; Schweinefilets oder Salate bekommen mit einer Kirschsauce eine fruchtige Note. Aus Kirschen wird auch das hochprozentige Kirschwasser hergestellt, das gern zum Backen oder Flambieren eingesetzt wird.

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Kirschen: süß oder sauer?
Der Handel unterscheidet zwischen Süß- und Sauerkirschen. Außerdem gibt es eine Kreuzung aus beiden Kirschen, die Bastardkirschen, Süßweichsel oder Glaskirschen heißen. Zu den Süßkirschen gehören Herzkirschen und Knorpel- bzw. Knupperkirschen – sie werden pur genascht, schmecken aber auch in Kuchen und Marmeladen. Sauerkirschen heißen in Deutschland auch Schattenmorellen; sie haben weniger Zucker und eignen sich ebenfalls zum Backen, Kochen oder Einmachen. Maraschinokirschen sind kleine Wildfrüchte aus Dalmatien, die man zu Likör verarbeitet oder für Dekozwecke nimmt.

Kirschen: Einkauf, Lagerung und Verarbeitung
Für einen optimalen Genuss sollten Sie beim Kauf von Kirschen auf ein paar Kleinigkeiten achten:

1. Die Kirschen sollen reif und unbeschädigt sein sowie prall und glänzend aussehen.

2. Je grüner der Stiel, desto frischer die Ware – das gilt besonders für Süßkirschen.

3. Rohe Kirschen innerhalb von 2-3 Tagen essen oder verarbeiten. Bewahren Sie die Kirschen dabei im Kühlschrank auf.

4. Wenn Sie zu viele Kirschen eingekauft haben oder sich einen Wintervorrat anlegen möchten, frieren Sie die Kirschen samt Kern einfach ein. Kirschen sind gefroren rund ein Jahr lang haltbar.

5. Das Entsteinen von Kirschen ist etwas zeitaufwendig und kann eine matschige Angelegenheit sein; früher hat Oma deshalb die Kirschen mit Sicherheits- oder Haarnadeln statt mit einem Messer entsteint. Praktisch sind Kirschentkerner, wie die von WMF. Es kann hilfreich sein, die Kirschen im Kühlfach vorher etwas anzufrieren. Da Kirschsaft färbt, sollten Sie beim Entsteinen Haushaltshandschuhe tragen.

Jogurt-Kirschmousse mit Schokokern und Kirsch-Schokoladenkuchen

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Kirschen aus dem Glas
Wer keine frischen Kirschen zur Hand hat, kann sich zur Not auch mit Kirschen aus dem Glas behelfen. Verbreitet sind Schattenmorrellen, die es bereits fertig entsteint und in Kirschsaft eingelegt zu kaufen gibt. Das Kirschwasser können Sie für Saucen oder Tortengüsse verwenden.

Kirschen: viele Vitamine, wenige Kalorien
Bei Kirschen dürfen Figurbewusste ordentlich zulangen, da Kirschen zu 80 % aus Wasser bestehen. 100 Gramm süße, rohe Kirschen haben gerade einmal 63 kcal/262 kJ. Zudem stecken viele, wertvolle Inhaltsstoffe in Kirschen wie Kohlenhydrate, Ballaststoffe, Kalium, Phosphor, Eisen, Vitamine B1, B2 und B6 sowie Vitamin C, Folsäure und Betacarotin.

Text: Saskia Fehrholz