nlpopup

Am 6. Dezember ist Nikolaus

Die lange Wartezeit bis Weihnachten hat besonders für Kinder ein Highlight parat: Nikolaus! Der kommt in der Nacht auf den 6. Dezember, bringt Süßigkeiten und vielleicht sogar kleine Geschenke.

“Nikolaus komm in unser Haus, pack die großen Taschen aus …” Am 6. Dezember ist der große Tag: Dann kommt der Nikolaus! Meist bringt er ganz heimlich in der Nacht kleine Geschenke, die er in Stiefel, Hausschuhe oder Strümpfe steckt. Generationen von Kindern haben schon versucht, in dieser Nacht wach zu bleiben, um den Nikolaus einmal zu sehen. Irgendwann kam dann aber der Schlaf und mit ihm auch still und leise der liebe, gute Nikolaus.

Stiefel für den Nikolaus
8 Bilder

Zum Befüllen der Nikolausstiefel eignet sich alles, was den Winter und die Vorweihnachtszeit schön macht. Süßigkeiten, Nüsse, Mandarinen, Orangen, Weihnachtsplätzchen und Tannenzweige als Dekoration. Neben diesen kleinen Überraschungen stecken in vielen Stiefel zu Nikolaus aber auch richtige Geschenke.

Geschenkefinder: Nikolausgeschenke
15 Bilder

Nikolaus gab es wirklich

Nikolaus von Myra lebte im 3. Jahrhundert in der heutigen Türkei. Er war Bischof, hatte ein Herz für Kinder, war großzügig und schenkte Bedürftigen etwas. Über sein Leben gibt es darüber hinaus nur wenig Belegbares. Nikolaus soll ein Sohn reicher Eltern gewesen sein und sein Vermögen unter den Armen verteilt haben. Während der Christenverfolgung soll Nikolaus gefangen genommen und gefoltert worden sein. Ansonsten ranken sich um Nikolaus viele Legenden.

Jahrhunderte später begann die Verehrung des heiligen Nikolaus. Er ist auch der Schutzpatron der Seefahrer. Sein Festtag am 6. Dezember ist ein kirchlicher Feiertag – aber dennoch mittlerweile in den meisten Ländern ein normaler Werktag.

Rezeptsammlung
23 Bilder

Der moderne Nikolaus von heute

Anfangs stellte man sich Nikolaus noch als das vor, was er einmal war: Bischof. Nach und nach vermischten sich jedoch verschiedene Bräuche und Legenden. Nikolaus bekam Anteile vom Weihnachtsmann und von Väterchen Frost.

Und wie kam Nikolaus aus der heutigen Türkei zu seinen Rentiere und zu seinem Schlitten? Angeblich soll es 1927 ein finnischer Radiosender gewesen sein, der erklärte, dass Nikolaus in Finnland lebe. In den kalten Wintern dort fühlen sich Rentiere wohl, und Schlitten sind bei dem vielen Schnee das perfekte Fortbewegungsmittel.

Durch Auswanderer kam die Vorstellung von Nikolaus aus Finnland mit Rentieren und Schlitten nach Amerika. Hier wurde der Nikolaus zu “Santa Claus”. In den amerikanischen Zeitungen wurde Nikolaus schließlich irgendwann einmal so abgebildet: weißer Barz, roter Mantel, fellbesetzte Mütze – ein gemütlicher Mann mit mildem Lächeln hinter dem dichten Bart.

Geschenke zu Nikolaus
11 Bilder

Der gute Nikolaus und der böse Knecht Ruprecht

Nikolaus bringt nicht nur Geschenke. Viele Eltern nutzen Nikolaus auch als weisen Mann, der alles sieht und eine gewisse Autorität ausstrahlt. Hier kommt der Nikolaus am 6. Dezember dann ins Haus mit einem Sack voller Geschenke und mit einer Standpauke für weniger artige Kinder.

In verschiedenen Ländern hat man Nikolaus für diese – etwas unangenehme Aufgabe – einen Begleiter zur Seite gestellt. Besonders bekannt ist Knecht Ruprecht mit seiner Rute, anderswo sorgen “Krampussen” mit Rasseln und Ketten für einen gehörigen Schrecken bei den Kindern, die das Jahr über weniger brav waren als jene, die sofort vom lieben, guten Nikolaus ihre Geschenke bekommen.

Text: Saskia Menzyk