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Paprika: von soft bis hot

Paprika ist in der Küche ein echter Tausendsassa – ob frisch im Salat, verarbeitet in Speisen oder als Gewürz lassen sich mit dem Gemüse leckere Gerichte zubereiten. Zur Paprikafamilie gehören scharfe und milde Sorten.

Bei Paprika sprechen wir gern von Schoten, dabei handelt es sich bei Paprika botanisch gesehen um Beeren. Paprika stammen aus Mittel- und Südamerika und stehen erst seit dem 19. Jahrhundert auf dem Speisezettel. Im Gegensatz zum feurig, scharfen Gewürzpaprika ist Gemüsepaprika dank Züchtung mehr oder weniger capsaicinfrei und mild im Geschmack. Sorten gibt es viele, in deutschen Supermärkten gibt es Paprika aber hauptsächlich in Rot, Grün und Gelb als Dreierpack oder lose zu kaufen. Im Sommer sind Spitzpaprika aus Griechenland oder der Türkei häufig im Angebot. Paprika haben einen sehr hohen Gehalt an Vitamin C und sind ein Muss in der leichten Küche.

Paprika in der Küche
Gemüsepaprika ist in seiner Zubereitung sehr vielfältig und fester Bestandteil der feurigen, ungarischen Küche. Paprika lassen sich hervorragend füllen und überbacken – gefüllte Paprikaschoten mit Hack sind ein Klassiker. Paprika schmecken zu Fleisch, Geflügel und Fisch sowie vegetarisch zubereitet.  Paprika harmonieren mit fast allen anderen Gemüsesorten sowie Gewürzen und Kräutern wie Knoblauch oder Rosmarin. Gegrillt ist Paprika eine leckere Beilage, frisch in Salaten schmecken vor allem rote und gelbe Paprika. Paprikasuppe ist eine feine Delikatesse – und als Saft vorsorgt uns Paprika mit geballter Vitamin-Power.

Zur Familie der Paprika gehören Spitzpaprika, Chili und Peperoni.

Zur Familie der Paprika gehören Spitzpaprika, Chili und Peperoni.

Kleine, grüne Bratpaprika sind eine spanische Spezialität – dazu brät man die Paprika in Olivenöl und würzt sie mit grobem Meersalz. Bratpaprika schmecken hervorragend als Vorspeise, Beilage oder als leichte Zwischenmahlzeit. Es gibt sie ab Ende April auch in unseren Supermärkten zu kaufen. Zum Herstellen von Pesto eigenen sich eingelegte Paprika sehr gut. Zum Würzen von Eintöpfen, Saucen oder gegrillten Hähnchen gibt Paprika als Pulver milde bis scharfe Würze.

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Paprika: verschiedene Sorten Gemüsepaprika
Vor allem durch Holland-Züchtungen gibt es Paprika in den verschiedensten Formen und Farben. Von rund bis spitz, von glatt bis runzelig gibt es Paprika in Rot, Weiß, Gelb, Grün, Orange, Braun sogar in Schwarz, die beim Erhitzen allerdings wieder grün wird. Die Farbe ist Ausdruck des Reifegrades – grüne Paprika ist roh, während rote Schoten ausgereift sind.

Paprika: Gewürzpaprika als Pulvergewürz
Die runzelige und dürre Verwandte der Gemüsepflanze Paprika ist die Gewürzpaprika. Zu ihren Familienmitgliedern gehören Chili und Peperoni. Die Paprika wird getrocknet und anschließend zu Pulver verarbeitet. Qualität und Schärfe hängen davon ab, wie viele Samen und Scheidewände vermahlen werden. Darin steckt besonders viel Alkaloid Capsaicin, das für die Schärfe verantwortlich ist. Paprikapulver verwendet man zum Würzen von Eintöpfen, Fleischragouts, Dips und Saucen oder für scharfe Paprika-Hähnchen. Aus Gemüsepaprika ist das Capsaicin weitestgehend herausgezüchtet, was diese Paprika für uns essbar macht.

- Paprika “rosenscharf” ist scharf und wenig färbend.

- Paprika “edelsüß” ist von leichter Schärfe und stark färbend.

- Paprika “Picante” ist ein mittelscharfes, spanisches Paprikapuler.

- Paprika “Delikatess” ist qualitativ wohl das beste Paprikapulver. Da man keine Samen und Scheidewände verarbeitet, ist dieses Gewürz ganz mild.

Paprikapulver gibt es von mild bis scharf.

Paprikapulver gibt es von mild bis scharf.

Paprika: Einkauf und Lagerung
Paprika ist häufig stark mit Pestiziden belastet, was den Genuss der Frucht trübt – kaufen Sie daher besser schadstoffarme, mit dem Bio-Siegel versehene Bio-Paprika. Beim Einkauf muss Paprika fest, prall und unbeschädigt sein. Runzelige Paprika ist überlagert. Paprika ist kälteempfindlich, daher statt im Kühlschrank lieber an einem kühlen Ort vier bis fünf Tage lagern.

Paprika richtig putzen
Um möglichst wenig Fruchtfleisch zu verschwenden sollten Sie Paprika folgendermaßen putzen:

1. Paprika sehr gründlich unter fließendem Wasser abspülen.

2. Mit einem scharfen Messer die Paprika vom Stielansatz nach unten in der Mitte durchschneiden.

3. Die halben Fruchtstiele entfernen Sie, indem Sie die Stiele mit dem Daumen von außen nach innen rausdrücken.

4. Die verbleibenden Kerne herausschütteln.

5. Die Paprika nochmals in Viertel teilen und mit einem Küchenmesser die weißen Scheidewände entfernen.

Paprika längs aufschneiden und die Scheidewände und Kerne entfernen.

Paprika längs aufschneiden und die Scheidewände und Kerne entfernen.

Paprika und Gesundheit
Paprika hat extrem viel Vitamin C und übertrifft als Gemüse sogar die meisten, wenn nicht alle, Obstsorten. Der Vitamin-C Gehalt ist jedoch abhängig vom Reifezustand der Paprika. Die roten Früchte zeigen den höchsten Reifegrad an und besitzen demnach den die höchste Vitamin C-Konzentration. Zusätzlich enthält Paprika reichlich Kalium, Magnesium, Eisen und Kalzium.