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Quiche: ein französischer Klassiker

Die Quiche kommt aus Frankreich und ist ein herzhafter Kuchen. Sie hat einen knusprigen Teig und eine sehr wandlungsfähige Füllung. Ihre Verwandte ist die Tarte. Wir haben Tipps und Rezepte!


Die Quiche ist ein flacher, herzhafter Kuchen aus Mürbeteig, Brotteig oder auch Blätterteig. Die Füllung der Quiche ist pikant und besteht meist aus Fleisch oder Fisch und Gemüse. Klassisch ist die Kombination aus Speck, Crème fraîche und Eiern: So entsteht die bekannte Quiche Lorraine. Kommen Zwiebeln hinzu, entsteht die Quiche Alsacienne. Toll schmecken diese traditionellen Quiches zu einem Glas trockenen Wein, im Herbst auch zum jungen Federweißer. Die Quiche schmeckt kalt und warm. In Frankreich bevorzugt man sie als warme Vorspeise oder zusammen mit einem knackigen Salat als Hauptgericht.

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Mittlerweile gibt es neben der klassischen Quiche zahlreiche weitere Varianten: Lauch, Brokkoli, Erbsenn, Tomaten und andere saisonale Gemüsesorten passen wunderbar zur Ei-Mischung. Häufig wird in die Eiermilch zusätzlich geriebener Käse wie etwa Parmesan gegeben – das sorgt für Aroma.

Kleine Quiches sind ideal für Partys. Toll schmecken zur Quiche Salate.

Quiche-Grundrezept

Die Basis für eine Quiche ist ein Mürbeteig aus Mehl, Salz und Butter. Durch das Hinzufügen von Ei und Milch wird der Teig geschmeidiger und lässt sich besser ausrollen.
Sie brauchen für eine Tarteform mit 28 Zentimeter Durchmesser 250 Gramm Mehl, einen halben Teelöffel Salz, 130 Gramm kalte Butter, ein Ei und drei Esslöffel Milch. Den Teig für die Quiche in Folie einschlagen und für eine Stunde in den Kühlschrank legen.
Wenn Sie einen veganen Teig für die Quiche machen wollen, ersetzen Sie die Flüssigkeit von Ei und Milch durch kaltes Wasser und die Butter durch vegane Margarine.

Die Grundzutarten der Quiche sind Mehl, Butter, Eier, Salz und Milch.

Tipp: Der Boden für die Quiche lässt sich besonders leicht in einem Plastikbeutel ausrollen. Hierfür schneiden Sie den Beutel am Boden auf, legen den Teigball in den Beutel und rollen ihn aus. Am Ende wird der Schlauch der Länge nach aufgeschnitten und der Teig mit der Folie über die Quicheform gestülpt. So bleibt nichts am Nudelholz kleben und der Teig kann beim anschließenden Auskleiden der Form nicht reißen. Den Rand gut andrücken. Teig in der Form noch einmal für eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen.

Der Teig wird vor dem Backen mit einer Gabel eingestochen.

Dann kommt das Backen: Den Teigboden für die Quiche mehrmals mit einer Gabel einstechen und Hülsenfrüchte zum Blindbacken oder die Füllung auf den Teig geben. So kommt die Quiche in den Ofen zum Backen.

Die Geschichte der Quiche
Die Quiche kommt ursprünglich aus dem Raum Lothringen nahe der deutsch-französischen Grenze. Mittlerweile gehört die Quiche in allen Regionen Frankreichs und in vielen anderen Ländern zur klassischen Küche. Die Quiche kennt man teilweise auch unter Namen wie “Kichle” oder “Küchle” – alle Namen bedeutet im Grunde nichts anderes als “Kuchen”.

Zuckerschoten-Quiche (links) und Fenchel-Orangen-Tarte (rechts).

Quiche und Tarte: Gibt es einen Unterschied?
Die Grenzen zwischen den Begriffen Quiche und Tarte verschwimmen. Große Unterschiede kann man nicht nennen: Bei der Tarte ist der Rand etwas flacher als bei der Quiche. Und die Tarte gibt es – anders als die Quiche – häufig auch in süßer Form mit Obst oder Schokolade. Sowohl die Quiche als auch die Tarte werden in einer flachen Form gebacken, die einen gewellten oder glatten halbhohen Rand hat.

Zucchini-Zwiebelwähe aus dem Backbuch "Vegan Backen". Foto: Arnold Pöschl

Die schweizerische Schwester der Quiche wird übrigens “Wähe” genannt und häufig auch als Blechkuchen zubereitet. Unser Tipp aus dem Buch “Vegan Backen”: die vegane Zucchini-Zwiebelwähe.

Quiche für jeden Anlass
Die Quiche ist ideal als Vorspeise für schöne Menüs, eignet sich für das Abendessen mit der Familie oder als kalter Snack auf Ausflügen. Die Quiche lässt sich gut vorbereiten. Wenn Sie den Gemüsekuchen schon am Vorabend backen, muss er vor dem Verzehr nur noch kurz im Ofen erwärmt werden. Die Quiche gelingt mit allen saisonalen Gemüsesorten und ist prima geeignet für die “Reste-Verwertung” von Zutaten aus dem Vorrat. Mit einem frischen Salat wird aus der Quiche im Handumdrehen ein vollwertiges Essen, das Sie zu jedem Anlass servieren können. Expres-Tipp: Noch zeitsparender wird die Quiche mit einem fertigen Mürbeteig aus dem Kühlregal.