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Wirsing: das zarte Gemüse

Als Hülle für deftige Rouladen, als Püree oder leichte Gemüsebeilage – Wirsing ist ein Allround-Talent. Doch nicht nur kulinarisch macht Wirsing einiges her, auch bei der Tischdeko hilft der Wirsing mit seinen krausen Blättern als Schale für Dips und Saucen gerne aus.

Im 18. Jahrhundert wurde Wirsing vornehmlich im westlichen Oberitalien angebaut. Anzeichen für seine Herkunft finden sich heutzutage noch im französischen Namen für Wirsing “Chou de Milan”, zu deutsch “Kohl aus Mailand” und in seiner englischen Bezeichnung “Savoy Cabbage”. Auch hierzulande ist der Wirsing einigen noch unter dem Namen “Savoyer Kohl” bekannt.

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Wirsing: Das steckt drin
Wirsing ist in der Küche vielseitig einsetzbar und außerdem richtig gesund. Wirsing enthält viel Vitamin E, Folsäure, er ist reich an Kalium, Eisen  und Spurenelementen wie Mangan. Wirsing erweist sich auch als guter Magnesiumlieferant und ist natriumarm. Durch Hitzeeinwirkung wird im Wirsing zudem Vitamin C freigesetzt, das unsere Abwehrkräfte stärkt. Dadurch ist der Wirsing ein ideales Gemüse für die kalte Jahreszeit mit ihren Erkältungswellen.

Wirsing: Einkauf & Aufbewahrung
Wirsing hat ganzjährig Saison, seine Haltbarkeit variiert je nach Erntezeit: Frühsorten können im Kühlschrank bis zu drei Tage gelagert werden, während Spätsorten rund eine Woche lang haltbar sind. Wirsing ist zudem auch schon fertig tiefgekühlt zu kaufen.

Im Allgemeinen gilt für den Wirsing: Aufgrund seiner lockeren Struktur und seiner zarten Blätter bleibt er nicht so lange frisch wie andere Kohlsorten wie beispielsweise Weißkohl oder Rotkohl.

Beim Einkauf von Wirsing sollten Sie darauf achten, dass die Schnittstelle des Kohlkopfs noch saftig ist. Auch sind knackige, grüne Blätter ohne dunkle Flecken ein Indiz für ein frisches Produkt.
Möchten Sie den Wirsing gerne einfrieren, blanchieren Sie diesen kurz zuvor.

Es muss nicht immer Kohlroulade sein! Probieren Sie doch einmal eine herzhafte Quiche mit Wirsing!

Raffiniertes Rezept mit Wirsing:
Quiche mit Wirsing

Wirsing: die Zubereitung
Die äußeren Blätter des Wirsings entfernen, den Strunk herausschneiden und gründlich in kaltem Wasser waschen – in den krausen Blättern können sich Sand und unliebsame Gäste sammeln. Wenn Sie aus dem Wirsing kleine Pakete oder Rouladen machen wollen, blanchieren Sie die Blätter zunächst für 5 – 7 Minuten in reichlich Salzwasser und verarbeiten sie dann weiter.

Anders als die milden frühen Sorten des Wirsings, hat der Wirsing im Herbst und Winter einen eher kräftigen, herzhaften Geschmack. Bei der Zubereitung von Wirsing sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Er ist sowohl roh als auch gegart sehr lecker.

Einfach und unkompliziert können Sie im Handumdrehen zum Beispiel ein schnelles Gericht mit gebratenem Wirsing zaubern. Für vier Personen benötigen Sie 500 g Wirsing, Salz, 50 g Butter sowie Pfeffer. Von den Wirsingblättern die dicken Mittelrippen entfernen. Blätter grob zerteilen und 3 – 4 Minuten in kochendes Salzwasser geben. Kalt abschrecken und das Wasser gut ausdrücken. Wirsing in einer weiten Pfanne in der Butter braten, bis er leicht gebräunt ist. Mit Salz und Pfeffer würzen. Fertig ist die Gemüsebeilage aus frischem Wirsing.