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Allgemeine Tipps im Oktober
So erreichen Sie einen guten Windschutz im Garten

Die Zeitung fliegt vom Gartentisch, die Gemüsebeete trocknen aus, Sand schleift wertvolle Staudenrabatten. Da entsteht schnell der Wunsch, den Garten komplett vor Winden zu schützen. Dazu eignen sich Hecken, Mauern oder dünne Holzwände. Doch Vorsicht: Jede dieser Lösungen hat eine andere Wirkung. Eine freistehende Gartenmauer lenkt den Wind nach oben. Dadurch entstehen aber unmittelbar an der Rückseite Turbulenzen, die ebenso heftig sein können wie der Wind selbst. Erst auf größere Entfernung von der Mauer nimmt die Kraft des Windes merklich ab. Eine Hecke bremst die Windgeschwindigkeit dagegen sanft um 40 bis 60 Prozent ab. Dahinter verspürt man eine leichte Brise. Die ist für den Garten wichtig, denn sie fördert den Pollenflug und damit die Bestäubung vieler Blüten. Zudem trocknet sie nach Regenfällen die Blätter ab und schützt so vor Pilzinfektionen. Wo eine ständige Brise fehlt, sind gerade Rosen besonders anfällig gegen Sternrußtau und andere Krankheiten. Holzzäune haben eine ähnliche Wirkung wie Hecken, wenn sie winddurchlässig sind. Vollkommen geschlossene Zäune sind ebenso problematisch wie Mauern. Bläst der Wind vom Feld, sind möglichst breite, in der Höhe gestaffelte Windschutzhecken die beste Wahl. Die hohen Gehölze erhalten dabei beiderseits einen Saum aus niedrigen Arten. Dieser Aufbau hält nicht nur die Turbulenzen gering, er schützt den Garten auch vor Sand, der dicht über dem Boden heranfliegt. Windschutzhecken, die gegen die freie Landschaft abgrenzen, pflanzt man am besten aus Wildgehölzen. Die sind preiswert und bieten außerdem Vögeln und Tieren Nahrung und Brutstätten. In Siedlungen sind Ziersträucher wie Forsythie oder der Kirschlorbeer dekorativer.
Illustrator: Gebhardt

Mauern lenken den Wind nach oben. Auf der Rückseite entstehen starke Turbulenzen.

Eine Laubhecke bremst die Windgeschwindigkeit dagegen sanft ab.


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Illustration: Gebhardt