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Vermehrung im September
Samen sammeln: Stockrosen für das nächste Jahr

In vielen Bauerngärten grüßen Stockrosen (Alcea rosea) hinterm Gartenzaun. Ihre schlanken, hohen Gestalten sind übersät mit Blüten, einfach oder gefüllt, cremeweiß, pfirsichfarben oder dunkelviolett. Wer Stockrosen einmal im Garten angesiedelt hat, wird gewöhnlich jedes Jahr mit neuer Blütenpracht überrascht. Allerdings lebt die einzelne Pflanze nur zwei Jahre. Im ersten bildet sie eine Blattrosette, im zweiten Sommer blüht sie, bildet Samen und stirbt ab. Sie brauchen in diesen Kreislauf nicht eingreifen. Lassen Sie die jungen Sämlinge am Grund der alten Pflanze wachsen. Nur wenn es sehr viele Sämlinge sind, die zu dicht stehen und sich bedrängen, sollte man die schwächsten davon entfernen. Wer für Freunde, Nachbarn oder für andere Stellen im eigenen Garten Stockrosen heranziehen möchte, der gräbt entweder die Sämlinge jetzt oder im Frühjahr aus und setzt sie in Töpfe, oder er sät den geernteten Samen aus. Vor dem Ausgraben sollten Sie den Boden rund um die Pflanze tiefgründig lockern, da Stockrosen Tiefwurzler sind. Für die Aussaat ist wichtig, dass die Saat nur sehr dünn mit Erde bedeckt wird.

Foto: Flieger

Die kastanienbraune, fast schwarze Stockrose (Alcea rosea "Nigra") blüht von Juni bis September. Ihre Blütenstängel werden bis zu 2 m hoch. Sie "fällt samenecht", d.h. auch die Nachkommen dieser Sorte haben diese eindrucksvolle Blütenfarbe. Ihrer Heilkräfte wegen werden ihre Blüten als Tee geschätzt.

Sind die Stockrosen verblüht, reifen in den Früchten die Samen heran.

Schneiden Sie die braunen, aber noch geschlossenen Fruchthüllen mit der Schere ab.

Die scheibenförmigen Samen direkt nach der Ernte aussäen. Am besten zwei pro Topf. Den Winter über die Töpfe in die Erde einsenken und mit Nadelreisig abdecken.

Das sind junge Sämlinge am Grunde einer alten Stockrose. Die Mutterpflanze stirbt ab.


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Foto: Flieger