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Obstgarten im Januar
Steinobst: Mit wenigen Schnitten viel erreichen

Grundsätzlich fassen wir die Pflaumen-, Renekloden-, Zwetschen- und Mirabellenbäume in einer Schnittgruppe zusammen. Alle sollten möglichst wenig geschnitten werden, denn Steinobst ist nicht sehr schnittverträglich. Das bedeutet: Man darf nicht mehr als ein Fünftel der Äste auf einmal entfernen. Außerdem wichtig: Große Wunden verheilen schlecht, viele kleine Schnittwunden führen dazu, dass der Baum im kommenden Frühjahr sehr viele steil aufrecht wachsende Triebe bildet, so genannte Wasserschosser. Dadurch verliert der Baum Kraft und trägt weitaus weniger Früchte. Deshalb gilt beim Schnitt von Steinobstbäumen folgende Grundregel: besser weniger schneiden, aber dafür gezielt. Sägen Sie also ruhig mal einen dicken Ast komplett ab, statt viele Seitenzweige und Äste nur einzukürzen. Generell werden alle Zweige komplett entfernt, die steil nach oben oder schräg nach innen wachsen. Als Schutz vor Infektionen werden selbst kleine Schnittwunden mit einem Wundverschlussmittel verstrichen.
Foto: Klaus Krohme

Vorher: Die Rundkrone des Pflaumenbaums ist zu dicht geworden.

Nachher: Vom durchgehenden Mitteltrieb gehen vier bis fünf kräftige Seitenäste, Hauptäste genannt, von innen nach außen ab.

Konkurrenztriebe, die vom Mitteltrieb weg steil nach oben wachsen.

Beim Sägen den Ast gut festhalten.

Nach innen wachsende Seitenäste komplett entfernen.

Vorjährige Wasserschosser mit der Schere direkt am Astring abschneiden.


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Foto: Krohme