Gartenschule: Bäume & SträucherMit Steckhölzern Ziersträucher vermehrenEinige Ziersträucher kann man aus Steckhölzern selbst vermehren. Die nur etwa 20 cm langen Triebstücke werden im zeitigen Frühjahr von blattlosen Sträuchern geschnitten, wenn die Knospen (Augen) zu sehen sind. Aus ihnen wachsen später die neuen Triebe und Wurzeln.
Bei manchen Gehölzen wie der Weide sind die Augen sehr klein. Da man aber beim Stecken wissen muss, wo oben und unten ist, führt man bei solchen Gehölzen den unteren Schnitt schräg und den oberen gerade. Bis der Boden aufgetaut ist, werden die Steckhölzer einige Wochen an einem kühlen, dunklen Ort (z.B. Garage) gelagert. Dafür wird ein Eimer mit Sand gefüllt und die Steckhölzer senkrecht in ganzer Länge hinein gesteckt. Sie dürfen nicht auf dem Kopf stehen, denn sollten die Augen vorzeitig austreiben, schlagen die Wurzeln in die verkehrte Richtung aus. Bis Ende März muss man die Steckhölzer ins Gartenbeet stecken. Im Gegensatz zu belaubten Stecklingen braucht man sie nicht mit Folie abzudecken. Wichtig ist, das Beet vor dem Stecken aufzulockern. Erst ab Juli düngen, wenn die Steckhölzer angewachsen sind. 30 g Volldünger pro Quadratmeter genügen. /Geeignete Gehölze sind blühende Ziersträucher wie Deutzien, Falscher Jasmin, Forsythien, Liguster, hohe Spiersträucher (Spiraea arguta, S. thunbergii); Bodendecker, wie niedrige Deutzie (Deutzia gracilis), Fingerstrauch, niedriger Spierstrauch (Spiraea japonica), bodendeckende Weiden (Salix repens, S. pupurea); Nadelgehölze, wie z.B. Urweltmammutbaum (Metasequoia); oder Obstgehölze, wie Rote, Weiße und Schwarze Johannisbeere, Jostabeere, und die Weinrebe "Boskoop Glory".
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Foto: Krohme, Klaus |
















