Gartenschule: Stauden & Sommerblumen
Gartenstauden teilen und in Töpfe setzen

Wenn Pflanzen wie Rudbeckien oder Herbstastern, die erst vor 2 Jahren gepflanzt wurden, bereits im Beet ihre Nachbarn auf bedrohliche Weise bedrängen, hilft nur eins: Die Riesenhorste mit dem Spaten ausgraben und teilen, bevor sie die schwächeren Pflanzen völlig verdrängt haben.

Einige Teilstücke werden an die ursprüngliche Stelle zurückgepflanzt. Wohin aber mit den restlichen vitalen Wurzelstücken? Für den Kompost sind sie viel zu schade. Sind alle Rabatten voll, werden sie in Töpfe gesetzt, z.B. um sie später zu verschenken. Viele sind es aber auch wert, das ganze Jahr nah am Haus im Topf gehalten zu werden. Dazu gehören Rudbeckien, Astilben, Goldgarbe, Feinstrahl, Spornblumen, Taglilien, Funkien und Bergenien.

Die meisten Beetstauden sollten alle 3-5 Jahre aufgenommen, geteilt und neu gepflanzt werden. Sonst blühen sie weniger, werden anfällig für Krankheiten. Die Pflanzenmitte stirbt ab, die Horste fallen auseinander. Nur Pfingstrosen, Funkien, Christ- und Lenzrosen werden lieber ungestört an einer Stelle uralt.

Rudbeckien machen sich im Staudenbeet schon nach wenigen Jahren breit.

Zuerst schneiden Sie alle oberirdischen Triebe der Gartenstaude - hier eine Rudbeckie - 5 cm über dem Boden ab.

Dann holen Sie die Staude mit einer Grabegabel aus dem Boden. Achten Sie darauf, dass Sie das Wurzelwerk dabei nicht zu stark beschädigen.

Vorsicht: Die Staude nicht an den Blättern hochheben, sondern mit beiden Händen unter den Wurzelballen greifen.

Jetzt den Wurzelballen mit der Grabegabel in der Mitte in zwei möglichst gleich große Stücke teilen. Gehen Sie dabei behutsam vor.

Die Teilstücke sind häufig groß genug, um sie ein zweites Mal teilen zu können. Ziehen Sie die Stücke mit beiden Händen vorsichtig auseinander. Behalten Sie nur die kräftigen Stücke, die mehrere frische Knospen haben.

Prüfen Sie jetzt die Wurzeln: Schneiden Sie alle toten Teile ab. Die verbleibenden Wurzeln werden leicht eingekürzt.

Die Teilstücke nicht liegen lassen, sondern gleich in Töpfe oder Kübel pflanzen. Am besten nehmen Sie dazu Kübelpflanzenerde.

Die Rudbeckie zählt zu den winterharten Stauden, die auch im Topf prächtig aussehen. Eine Zierde für Terrasse und Balkon. Hier wurde die Rudbeckie mit dem Gelben Gänseblümchen (Thymophylla tenuiloba) unterpflanzt.


Fotos: Baumjohann