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Baukosten
Was verbirgt sich hinter dem Begriff Baukosten?

Sie wollen sich den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllen und haben den Kopf voller kreativer Ideen? Damit es nicht zu unliebsamen Überraschungen kommt, sollten Sie sich als Bauherr mit bestimmten Fachausdrücken vertraut machen.

Beim Hausbau geht es um Ihre Finanzen, deshalb ist es gut zu wissen, wofür genau Sie Ihr Geld ausgeben. Während in der Umgangssprache mit dem Begriff Baukosten alle Ausgaben gemeint sind, die durch das Bauen verursacht werden, differenzieren Fachleute sehr genau, wofür die Kosten anfallen. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für die Beurteilung der Preiswürdigkeit von Bauleistungen. Außerdem haben die Kosten je nach Verursachung unterschiedliche Bedeutung für die Finanzierung, steuerliche Behandlung und Förderung.


Kostengliederung

Alle Kosten, die bei Ihrem Hausbau anfallen, werden gemäß der "Kosten im Hochbau" (DIN 276) aufgeschlüsselt. Sie beziehen sich auf alle Aufwendungen, die für die Planung und Ausführung von Baumaßnahmen erforderlich sind. Die Gesamtkosten setzen sich aus folgenden Kostengruppen zusammen:

1. Grundstück
2. Herrichten und Erschließen
3. Bauwerk - Baukonstruktion
4. Bauwerk - Technische Anlagen
5. Außenanlagen
6. Ausstattung
7. Baunebenkosten

Wollen Sie öffentliche Mittel für Ihr Bauvorhaben in Anspruch nehmen, müssen die Gesamtkosten gemäß der II. Berechnungsverordnung nachgewiesen werden. Doch diese Kostenaufstellung enthält neben den Kosten für das Bauwerk und das Grundstück noch eine Vielzahl an kleinen Positionen, die in der Summe kräftig zu Buche schlagen und bei der Finanzierung einkalkuliert werden müssen.

Die angegebenen Baukosten der bei HÄUSER vorgestellten Einfamilienhäuser beinhalten ausschließlich jene Kosten (inkl. Mwst.), welche für die Baukonstruktion, d.h. die "Herstellung des Bauwerks" aufgebracht wurden. Alle weiteren Aufwendungen, z.B. für das Grundstück und die Erschließung sowie für technische Anlagen (z.B. Heizung, Sanitärobjekte, Armaturen, Küchen) und das Architektenhonorar sind darin nicht enthalten. Während die Baukosten beim HÄUSER AWARD 2006 durchweg exakt kalkuliert wurden, sind diese Angaben an anderer Stelle oftmals nur vage. In solchen Fällen war die Auskunftsbereitschaft der Hausbesitzer geringer als das Informationsbedürfnis der Leser. Die Kosten werden dann auf einer Skala eingegrenzt, die sich in 100 000-Euro-Schritten steigert. Sie beziehen sich auf die Wohn- und Nutzfläche.

Die Wohnfläche wird auf der Grundlage der II. Berechnungsverordnung bzw. nach der Wohnflächenverordnung (WoFlV 2004) ermittelt. Angerechnet wird die Grundfläche aller Räume, "die innerhalb der Wohnung liegen und ausschließlich zu ihr gehören", so auch Bad, Flur Speisekammer. Zum Wohnbereich zählende Balkone, Terrassen oder Loggien wurden bislang mit 50 % ihrer Fläche der Gesamtwohnfläche zugeschlagen, seit dem 1.1.2004 nur noch mit 25%. Alle Räume, die nicht zum Wohnen genutzt werden, nennt man Nutzfläche. Dazu zählen Keller, nicht ausgebaute Dachräume, Garagen, Abstellräume etc.


Eine beispielhafte Berechnung der Baukosten können Sie anhand der drei Sieger des HÄUSER AWARDS 2006 nachvollziehen. Unter den Baudaten finden Sie die exakt kalkulierten Kosten je qm Wohn- und Nutzfläche.




Kostengliederung nach DIN 276PDF-Download
Kostenaufstellung nach der II. BerechnungsverordnungPDF-Download


Preisgünstig Bauen

Wer sich ein Haus fürs Leben baut, ist schlecht beraten, am falschen Ende zu sparen. Dass gute Architektur trotzdem nicht unerschwinglich sein muss, zeigen wir Ihnen anhand der 30 besten Häuser des HÄUSER AWARDS 2006.

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