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Anti-Aging: Für immer schön?

Es ist ein Phänomen unserer Zeit: Wir wollen möglichst alt werden und ein langes, erfülltes Leben führen – aber danach aussehen möchten wir nicht. Was Anti-Aging wirklich bedeutet und wie wir bis ins hohe Alter schön, fit und gesund bleiben.

Kennen Sie das? Erste Krähenfüße hier, kleine Fältchen da, glanzlose Haare im immer dünner werdenden Pferdeschwanz und Hände, die das wahre Alter verraten. Ein klassischer Fall für Anti-Aging. Hier verraten wir, wie man gegen kleine Hautsünden ankämpft, aber auch, wie man sie von Anfang an verhindern oder zumindest verzögern kann.

Was bedeutet Anti-Aging?
Anti-Aging ist ein gesetzlich nicht geschützter Begriff, der oftmals auf die Kosmetikbranche und ihre Wundermittel reduziert wird. Es wird gecremt und geglättet, gestrafft und sogar aufgespritzt. Aber Anti-Aging ist weitaus mehr als Faltencreme und Serum gegen erste, feine Linien. Denn zum Anti-Aging gehören alle Maßnahmen, die unser biologisches Altern hinauszögern und die Lebensqualität hoch halten: Sport und Bewegung, gesunde Ernährung und geistige Fitness. Dinge, die wir aktiv lenken können. Das heißt im Klartext: Sie selbst bestimmen, wie alt Sie aussehen – und sich fühlen!


Anti-Aging – warum überhaupt?

Durch die ständige Teilung körpereigener Stammzellen bleibt die Haut fest und schön und wir aktiv und jung. Leider können wir nicht ewig so knackig bleiben, denn Zellen altern und sterben ab und die Bildung neuer Stammzellen wird mit der Zeit immer langsamer. Altersforscher, so genannte Gerontologen, machen den ganz normalen genetischen Alterungsprozess, aber auch äußere Einflüsse dafür verantwortlich.

Da kommt Anti-Aging ins Spiel: Dass Zellen altern, liegt nämlich zum großen Teil an freien Radikalen, die gesundes Gewebe angreifen. Und gegen die können wir vorgehen! Zum einen durch die Nahrung: Sie enthält Anti-Aging-Wundermittel wie Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine, die helfen, die aggressiven Zellkiller unschädlich zu machen. Zum anderen befinden sich in Anti-Aging-Cremes so genannte Antioxidantien, die freie Radikale an sich binden und damit neutralisieren.

Anti-Aging: die größten Feinde
Wer Anti-Aging für sich entdeckt, muss an vielen Fronten kämpfen. Umwelteinflüsse wie UV-Strahlen sind vom Menschen nicht beeinflussbar. Hier gilt es, sich (z.B. mit Cremes, Sonnenbrille usw.) gegen sie zu schützen. Rauchen, Alkohol, Stress, wenig Schlaf, ungesunde Ernährung und daraus resultierendes Übergewicht – also ein ungesunder Lebenswandel im Allgemeinen – sind dagegen selbstbestimmt. Durch diese kleinen Lifestyle-Sünden werden freie Radikale gebildet, die es dann wieder zu bekämpfen gilt. Mit der eigenen Lebensweise kann man den Alterungsprozess also entweder hinauszögern oder aber beschleunigen.

Anti-Aging: Tipps für den Alltag
Beim Anti-Aging unterscheidet man zwischen dem kalendarischen und dem biologischen Lebensalter. Während das kalendarische Alter nicht verändert werden kann, man ist schließlich so alt, wie man ist, lässt sich das biologische Alter mit ein paar einfachen Anti-Aging Maßnahmen beeinflussen.

Einen frischen, jugendlichen Teint bis ins Hohe Alter? Gerne doch!
Einen frischen, jugendlichen Teint bis ins Hohe Alter? Gerne doch!

1. Anti-Aging durch Bewegung: Täglich mindestens eine halbe Stunde. Denn Sport verbessert die Durchblutung, stärkt das Herz, reguliert den Blutdruck, baut Stress ab und hilft schließlich beim Abnehmen. Das Ergebnis: mehr Gesundheit, mehr Beweglichkeit, eine straffe Figur – und vor allem mehr Lebensfreude! Am besten eigenen sich Ausdauersportarten wie Schwimmen, Rad fahren, Joggen oder Wandern.

2. Anti-Aging durch die richtige Ernährung: Übergewicht lässt uns vorzeitig Altern, das beweisen viele Studien. Wer sich fettarm und vitaminreich ernährt, kann dem Alterungsprozess aktiv entgegenwirken. Wir empfehlen viel Obst und Gemüse, Fisch, Pilze, magere Milchprodukte und grünen Tee als Rundum-Zellschutz. Wer nachhelfen will: Zusatzstoffe wie Vitamin C und E, Zink, Kalzium und Magnesium sind eine gute Ergänzung zu gesunder Ernährung.

3. Anti-Aging durch ausreichend Schlaf: Während des Schlafs regeneriert sich unser Organismus, die Muskeln entspannen sich, das Immunsystem produziert vermehrt Abwehrzellen. Gesunder Schlaf bringt neue Energie für den Alltag und ist eine regelrechte Anti-Aging-Kur für den ganzen Körper.

4. Anti-Aging durch Rauch-Entwöhnung: Rauchen steht auf der Liste der Altmacher ganz oben. Durch Nikotin wird das Kollagen, das die Haut strafft und ihr ein jugendliches Aussehen verleiht, schneller abgebaut und außerdem langsamer wieder nachgebildet. Falten und ein fahler Teint sind vorprogrammiert. Ganz abgesehen von Krankheiten wie Krebs, Herzinfarkt und Schlaganfall, die durchs Rauchen früher auftreten und schneller voranschreiten.

5. Anti-Aging durch Pflege: Einen rosigen Teint wie nach einem langen Herbstspaziergang hat man, wenn die Haut ausreichend mit Nährstoffen, Vitaminen und Mineralien versorgt ist. Anti-Aging-Produkte gibt es inzwischen für Gesicht, Körper, Lippen, Hände und sogar Haare und Zähne. Die Pflege führt der Haut vor allem Feuchtigkeit zu und glättet sie so. Als echte Jungbrunnen haben sich vor allem Hyaluronsäure, Vitamin C, das Coenzym Q10 und auch das natürliche Aloe Vera bewährt.

6. Anti-Aging durch geistige Fitness: Geistig aktive Menschen leben durchschnittlich acht Jahre länger – das ist wissenschaftlich belegt. Mentales Training, Gehirnjogging und leichte körperliche Übungen senden vielfältige Reize an das Gehirn und halten geistig jung.

7. Anti-Aging durch UV-Schutz: Ein gewisses Maß an Sonne ist gesund, damit der Körper mit Hilfe der UV-Strahlen Vitamin D bilden kann. Gleichzeitig ist die so genannte „Lichtalterung“ aber auch der größte Feind der Haut, denn die UV-Strahlung lässt freie Radikale entstehen und Zellen absterben. Ausgiebige Sonnenbäder oder Solarienbesuche sind beim Anti-Aging tabu.

8. Anti-Aging durch Vermeidung von Stress: Negativer Stress fördert die Produktion von reaktiven Sauerstoffradikalen – die Zellen sind nicht mehr ausreichend geschützt. Bei gestressten Menschen schreitet der Alterungsprozess deswegen nachweislich schneller voran als bei ausgeruhten, entspannten Personen.