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Getestet: Detox-Endermologie-Behandlung

Wer seinen Problemzonen zu Leibe rücken will, kann mittels der Unterdruckmassage Endermologie den Stoffwechsel anregen, um Giftstoffe aus dem Körper abzutransportieren. Dabei soll sich das Hautbild wesentlich verbessern, was besonders für Cellulite-Geplagte das eigentliche Ziel der Therapie ist. Im Dermedis-Institut in der Hamburger Innenstadt habe ich die Endermologie-Behandlung getestet und staunte über die Riesenapparatur.

Die Vorbesprechung
Nach einem freundlichen Empfang geht es mit einem Glas Wasser auch schon gleich ins Behandlungszimmer. Für die Vorbesprechung nimmt sich die Fachkosmetikerin Zeit und beantwortet alle noch offenen Fragen rund um die Endermologie-Behandlung.

Der Behandlungsraum im Dermedis Fachinstitut in Hamburg

Dabei wird mir das rund 1,60 cm hohe Wundergerät gezeigt. Das vor 20 Jahren in Frankreich entwickelte Gerät dient ursprünglich für die Behandlung von Narben, beispielsweise nach Verbrennungen. Heute wird es auch für die Problemzonenbehandlung von Cellulite oder Reiterhosen eingesetzt. Die Riesenapparatur erinnert an einen übergroßen Staubsauger und versetzt mich beim Eintreten ins Behandlungszimmer ordentlich ins Staunen.

Das französische Gerät wurde ursprünglich zur Verbesserung von vernarbtem Gewebe entwickelt.

Die Kosmetikerin erklärt mir, das für die Unterdruckmassage aber nur die von Hand geführte Düse zum Einsatz kommt. Durch den Einsatz der Düse soll der Stoffwechsel ordentlich angekurbelt, das Gewebe gut durchblutet und Giftstoffe abtransportiert werden. Zur Verbesserung des Hautbildes sind mehrere Anwendungen nötig, weshalb man auch von einer Therapie spricht. Am Anfang startet man zum Lösen der verklebten Zellen in einer sanfteren Einstellung und erhöht diese dann, abhängig vom Schweregrad der Problemzonen, stufenweise von Sitzung zu Sitzung. Im sogenannten Lipid-Behandlungsmodus geht es dann richtig ans Eingemachte, sprich in die Tiefe. Ich werde im Vorwege darauf hingewiesen, dass die Behandlung etwas schmerzhaft sein kann, besonders bei den tiefsitzenden Problemzonen.

Zu guter Letzt wird mir eine Mappe mit Vorher-Nachher-Fotos verschiedener Problemtypen und Härtegrade vorgelegt, die mich von der Endermologie als erfolgreiche Therapie überzeugen sollen. Fair finde ich in diesem Zusammenhang den Hinweis, dass jeder Körper individuell ist und durch die Behandlung nicht jede Problemzone vollständig beseitigt, aber in der Regel eine gute Verbesserung des Hautbildes erzielt werden kann. Also doch kein richtiges Wundergerät?

Die Bestandsaufnahme
Nun will ich es aber wissen, muss mich aber immer noch gedulden. Jetzt kommen nämlich erstmal die nackten Tatsachen auf den Tisch, sprich eine Begutachtung meiner Problemzonen. Und ich habe Hoffnung: Wie die meisten Frauen habe auch ich die eine oder andere Cellulitedelle, aber so schlimm sei das gar nicht, sagt jedenfalls die Fachfrau. Die Bestandsaufnahme ist wichtig, damit die behandelne Kosmetikerin sieht, welches Problem vorliegt und wie, wo und in welcher Stärke das Gerät zur Behandlung eingesetzt werden muss. Da ich keine Besenreißer oder Krampfadern habe, kann bei mir nun ohne Umschweife losgelegt werden.

Sexy: der schlammgraue Anzug wird während der Behandlung getragen

Endermologie – der Sauger kommt zum Einsatz
Jetzt ist es endlich soweit und ich darf auf die Behandlungsliege hüpfen. Zuvor muss ich mich übrigens komplett entkleiden, darf für die Behandlung aber in einen synthetischen, schlammgrauen Ganzkörperanzug schlüpfen, in dem ich mich evolutionsmäßig an den Anfang zurückversetzt fühle, denn ich sehe aus wie ein Lurch. Egal, wer schön sein will, muss mal wieder leiden …

Wir starten mit der Endermologie-Behandlung auf der Rückseite, also mit Po und Beinen. Da ich das Wundergerät ja möglichst ergiebig testen will, schalten wir gleich in den Lipid-Modus – und siehe da: An einigen Stellen vertrage ich sogar die Höchststufe, was mich zugegebenermaßen mit Stolz erfüllt.

Der Blutzirkulation entsprechend werde ich nun in kreisenden Bewegungen “abgesaugt”. Dabei wird die Haut wie bei einer Zupftmassage angesaugt und gleichzeitig gepresst. Und mir wurde nicht zu viel versprochen: Immer wenn die Düse meine Problemzonen erreicht, ist die Behandlung tatsächlich etwas schmerzhaft, weshalb wir auf niedrigere Stufen zurückschalten. Ansonsten finde ich die Behandlung angenehm: Ich merke wie die Haut durchblutet wird und spüre ein angenehmes Prickeln. Dann ist die Vorderseite dran, die insgesamt etwas empfindlicher ist, genauso wie der Kniebereich.

Mit der Düse wird das Gewebe bei der Unterdruckmassage gleichzeitig gesaugt und gepresst.

Nach 35 Minuten ist es geschafft! Die Haut ist erwartungsgemäß gerötet und ich fühle mich angenehm erschöpft, so wie nach dem Walken oder einem sehr langen Spaziergang. Eigentlich soll man anschließend ruhen, da die Behandlung müde macht. Damit der angeregte Stoffwechsel optimal arbeiten kann, soll ich außerdem zwei Stunden lang nichts essen. Mit dem Ruhen klappt es leider nicht, aber eine Weile nichts essen ist kein Problem.

Nach der Behandlung: Wie fühle ich mich?
Super! Das angnehme Gefühl hält über Stunden an, selbst als meine Haut längst wieder normal blass ist. Was die Müdigkeit anbelangt, wurde mir auch hier nicht zu viel versprochen: Den Rest des Tages kämpfe ich am Arbeitsplatz tapfer dagegen an, sehne mich aber definitiv ins Bett. Nachdem ich die ganze Nacht dann wie ein Stein durchgeschlafen habe, fühlen sich am nächsten Tag die behandelten Zonen stellenweise wie ein leichter Muskelkater an, was aber natürlich keiner ist. Insgesamt geht es mir prima und ich verspüre immer noch das entspannte Gefühl wie nach leichtem Sport.

Mein Fazit:
Da die Behandlung sehr lange nachwirkt, kann ich mir Erfolge bei der Problemzonenverminderung durch Endermologie wirklich vorstellen. Mit einer Anwendung allein ist es natürlich nicht getan und es wird in der Regel mit durchschnittlich zehn Behandlungen gerechnet. Ein Abo mit 15 Behandlungen kostet knapp 1.000 Euro, Einzelbehandlungen knapp 70 Euro, was stolze Preise sind. Es muss jeder selbst abwägen, wie hoch der Leidensdruck ist und was einem kleinere bis größere Erfolge wert sind. Und man sollte daran denken, dass immer der gesamte Lebensstil für ein gutes Gesamtresultat eine Rolle spielt.

Fotos: privat

Erlebnisbericht von Tanja Seiffert

Adresse:
Dermedis Fachinstitut für ästhetische Hautbehandlungen
Neuer Wall 13
20345 Hamburg
Telefon:  040 – 35 01 68 69
www.dermedis.de