Direkt zum Inhalt

Wassersport: Fitmacher mit Lebensgefühl

Wind, Wellen, Strömungen: Wassersport steht im ständigen Wettkampf mit den Elementen. Aber Surfen, Kiten, Segeln und Co. bieten mehr als pure Action: Denn Wassersport wird von vielen auch abseits des kühlen Nass’ gelebt.

Wassersport als Lifestyle

Jede freie Minute auf dem Wasser verbringen, seinen Tagesablauf nach den Wellen ausrichten, Urlaube nach Windbedingungen planen: Wassersport hält nicht nur fit, er wird buchstäblich “gelebt”. Einen passionierten Surfer erkennt man – und das ist nicht nur Klischee – auch ohne Brett unterm Arm eindeutig, denn die Leidenschaft für den Sport schlägt sich beim Wassersport mehr als bei jeder anderen Sportart sowohl im Lebenswandel, als auch im Stil nieder. Vom Wellenreiten übers Windsurfen zum Kiten, von der gemütlichen Kanutour bis zum Wildwasserraften, vom Opti bis zum Katamaran: Wassersport ist Lebensgefühl!

Ob Küste oder Binnengewässer: Wassersport macht sommerfit

Wassersport wird eher als nette Freizeitbeschäftigung, denn als hartes Training wahrgenommen: Sonne, Sand und Wasser lassen uns direkt an Urlaub denken, fern von jeglicher körperlicher Anstrengung. Aber das Gegenteil ist der Fall: Wassersport wird oft viele Stunden am Stück trainiert, etwa bei einem längeren Segeltörn, einer Wildwasserkanutour oder beim Windsurfen. Dadurch setzen die Sportler ihren Körper über einen langen Zeitraum der Belastung aus, was sich positiv auf das Herz-Kreislaufsystem niederschlägt. Der meiste Wassersport beansprucht außerdem viele verschiedene Muskelgruppen zugleich. So sind bei Seglern, Kitern, Kajakfahrern und Windsurfern sowohl die unteren Extremitäten, als auch die Rumpf- und Armmuskulatur gefordert – und somit der gesamte Bewegungsapparat im Einsatz. Der Profiwindsurfer Klaas Voget stellte im Rahmen seiner Magisterarbeit sogar fest, dass Windsurfen die Fettverbrennung im gleichen Maße ankurbelt, wie ein langer Dauerlauf. Für die Bikinifigur müssen Sie sich also nicht in die Joggingschuhe zwängen: Ein Surfkurs im Strandurlaub tut es auch.

Abkühlung gefällig? Wellenreiten ist längst nicht mehr Männerdomäne
Abkühlung gefällig? Wellenreiten ist längst nicht mehr Männerdomäne

Trendsport aus Hawaii: Stand Up Paddling

Hawaii ist das Mekka von Wassersport: Die “schönsten” Wellen, die besten Surfer und die spannendsten Geschichten kommen vom amerikanischen Inselstaat. Praktisch, dass die wassersüchtigen Hawaiianer (allen voran Surf-Gott Robby Naish) von Zeit zu Zeit neuen Wassersport ausprobieren oder alten weiterentwickeln und ihn – zugegeben: mit einiger Zeitverzögerung – auf den Weg nach Europa schicken. So geschehen auch beim Stand Up Paddling, kurz SUP: Bei diesem Wassersport, einem Mix aus Wellenreiten und Paddeln, steht der Sportler aufrecht auf einem langen, schweren Surfbrett und bewegt sich mit Hilfe eines Stechpaddels vorwärts. Mit dem Stand Up Paddleboard kann man sowohl im Flachwasser, als auch unter raueren Bedingungen bei Wellengang surfen. Dabei sind Gleichgewicht und Körperspannung, aber auch Armkraft gefragt.

Wie auf Hawaii: SUP ist Krafttraining mit Urlaubsfeeling
Wie auf Hawaii: SUP ist Krafttraining mit Urlaubsfeeling

Wassersport: Welche Gefahren lauern?

Bei jedem Wassersportart muss man sich über die Gefahren der verschiedenen Elemente bewußt sein. Wer aufs Wasser geht, sollte sich mit Wind, Wellen, Gezeiten und Strömungen gut auskennen, um nicht von den Elementen überrascht zu werden. Auch der Schiffsverkehr wird von Anfängern oftmals unterschätzt, wodurch es beim Wassersport zu schweren Unfällen kommen kann. Die Schiffahrtsregeln sollten deswegen auf jeden Fall zur Grundausbildung von Wassersport gehören.

Warum Wassersport so (ent-)spannend ist

Frische Luft, viel Bewegung, strahlender Sonnenschein: Wassersport ist Entspannung und Action in einem. Da der Sport in unserem Gefühl ausschließlich bei gutem Wetter stattfindet, verbinden wir Wassersport mit Urlaub, sehen uns auf Maui surfen, in Südafrika segeln und auf dem Amazonas Wildwasserraften – auch wenn wir eigentlich nur auf der seichten Ostsee dahinschippern. Und es gibt immer wieder neue Trends beim Wassersport: Die Bretter werden schneller, die Bedingungen extremer, die Tricks gewagter. Der Wassersport, teilweise Jahrtausende alt und nach und nach wiederbelebt, vermittelt uns das Gefühl, eins mit dem Element zu sein, es auf der anderen Seite aber auch immer wieder aufs neue zu bezwingen.

Unser Fazit: Wassersport wird nie langweilig, weil er immer unter anderen Bedingungen stattfindet. Und weil er Körper und Geist gleichermaßen fordert und herrlich entspannt und glücklich macht, ist Wassersport der perfekte Fitmacher für diesen Sommer!

Mit Schirm, Charme und Mut: Mit dem Kite geht es hoch in die Lüfte
Mit Schirm, Charme und Mut: Mit dem Kite geht es hoch in die Lüfte

Mehr zum Thema Wassersport:

Deutscher Wellenreitverband www.surf-dwv.com
Deutscher Kanu-Verband: www.kanu.de
Deutscher Stand Up Paddling Verband: www.dsupv.net