Handtücher: Farbe & Deko

Mit der Farbe der Handtücher lässt sich ganz einfach das Badezimmer veredeln. Wir zeigen Deko-Beispiele und geben Materialtipps von Frottee bis Mikrofaser.
Handtücher: Farbe & Deko
So setzt man Akzente: Das Handtuch von Ferm Living setzt mit seiner dunklen Farbe nicht nur ein Kontrast zur hellen Wand, sondern schafft durch sein Muster eine Verbindung zum Fliesenboden. Ferm Living, ab ca. 22 Euro.

Handtücher setzen im Badezimmer wahlweise poppige Akzente oder sind konsequent in einem Farbton gehalten, was eigentlich immer hochwertig aussieht. Weiße Handtücher sind dabei ein Klassiker. Sie stehen für Hygiene und klinische Sauberkeit und passen sich jedem Einrichtungsstil an. Doch wenn bereits der Rest des Badezimmers in Weiß gehalten ist, kann das langweilig wirken. Hier gilt: Farbige oder gemusterte Handtücher gleichen eine neutrale oder weiße Wandfarbe aus.

Handtücher in Blau spiegeln das Wasser wider, wirken beruhigend und bilden einen schönen Kontrast zu Weiß. In einem Badezimmer, das in gedeckten Farben und viel hellem Holz eingerichtet ist, zaubern hingegen Handtücher in sanften Sand- und Pudertönen eine warme Wohlfühlatmosphäre.

Modern und edel wird es in jedem Badezimmer mit Handtüchern in Anthrazit oder Schwarz oder mit Handtüchern aus Leinen. Wer es unauffälliger mag, kauft Handtücher im Farbton der Fliesen.

Insgesamt wirkt es harmonisch, wenn man sich bei Handtüchern für ein Set in einer Farbe entscheidet. Wer jedoch keine Lust hat, ständig danach zu fragen, welches Handtuch wem gehört, der kann jedem Familienmitglied oder auch Gästen eine Farbe zuordnen. Damit es nicht zu unruhig wirkt, einfach mit Farbabstufungen einer Farbe arbeiten, zum Beispiel von Hellblau über Türkis bis zu einem kräftigen Marineblau.

Handtücher: Farbe & Deko
Zur Einrichtung aus hellem Holz und gedeckten Wandfarbe passen Handtücher in sanften Sand- und Grautönen.

Handtücher aus Frottier oder Frottee – das ist nicht ein und dasselbe. Der Unterschied liegt in der Garnart und der Herstellungsweise der beiden Materialien. Frottierhandtücher werden hergestellt, indem Baumwolle grob zu Schlingen oder Noppen gewebt wird. Bei Frotteeware hingegen handelt es sich um Gewebe, das aus Zwirnen hergestellt wird, die bereits selbst Schlingen enthalten und nicht erst in Schlingen gelegt werden müssen.

Am Ende gilt: Egal ob Frottier oder Frottee – Handtücher aus beiden Materialen sind dank der Schlingen super saugfähig, außergewöhnlich dicht und weich. In Abhängigkeit von Fadenart, Fadenlänge und Webtechnik unterscheidet man drei Gewichtsklassen: leicht (350–499 g/m²), mittel (500–599 g/m²) und schwer (über 600 g/m²).

Handtücher: Farbe & Deko
Ein besonders flauschiger Klassiker, der in keinem Haushalt fehlen sollte: weiße Frottierhandtücher. Modell Alvito von Urbanara, ab ca. 4 Euro.

Die Mikrofaser zeichnet sich durch ihre sehr weiche Struktur bei gleichzeitiger Formbeständigkeit aus. Diese Eigenschaften werden durch die enge Webung erzielt, die aufgrund der Feinheit der Faser notwendig ist. Der Vorteil: Eine größere Oberfläche, die die Mikrofaser gegen Fusseln nahezu resistent werden lässt und die Festigkeit erhöht.

Durch zusätzlich eingewebte Hohlräume werden Handtücher aus Mikrofaser besonders saugstark, trocknen extrem schnell und werden gegen Geruchsbildung antibakteriell behandelt. Dank des dünnen Stoffes sind sie außerdem leichter und platzsparender als Frottiertücher. Diese Handtücher sind der ideale Begleiter beim Sport und auf Reisen.

Allerdings kann das Abtrocknen mit Mikrofaser-Handtüchern gewöhnungsbedürftig sein. Anders als bei Handtüchern aus Baumwolle, saugen die Fasern der Handtücher die Flüssigkeit nicht in ihr Inneres auf, sondern lagern die Flüssigkeit an. Deswegen gilt: Nicht mit Handtüchern aus Mikrofaser abwischen, sondern nur das Wasser auftupfen.

Handtücher: Farbe & Deko
In eimem weißen Badezimmer dürfen Handtücher in kräftigen Farben und Mustern zum Einsatz kommen. Damit es nicht zu überladen wirkt, einfach mit weißen Handtüchern ergänzen. Handtuch ab ca. 6 Euro, H & M

Um die Frottierhandtücher extra kuschelig zu halten, sollte man sie am besten im Wäschetrockner trocknen. Durch die Bewegung und den damit verbundenen hohen Lufteinschluss bleiben die Fasern schön locker und weich.

Mehr schöne Accessoires fürs Bad

Autor: Natalie Schulz

Fotos: Urbanara, Stefan Thurmann, H&M

Do it yourself