Klares Design mit kleinem Augenzwinkern: das Label Snug

Am Anfang gab es die Idee, feines Design herzustellen. Mittlerweile begeistert das Designbüro Snug aus Hannover weltweit Designfans mit seinen Wohnaccessoires und Schmuckstücken aus natürlichen Materialien.
Kerstin Reilemann von Snug

Snug, so heißt das Designlabel, das die Innenarchitektin Kerstin Reilemann und die Architektin Berit Lüdecke Ende 2010 gegründet haben. Kennengelernt haben sich die zwei Design-Begeisterten über eine gemeinsame Freundin. Die wusste von ihrer beider Träume, sich mit kleinem, feinem Design zu beschäftigen. Nach dem ersten Kennenlerntermin zögerten sie nicht lange und gründeten ihr Designbüro in Hannover.

Die Geschäfte laufen gut. Die Anfragen von Kunden, meistens via Internet, häufen sich so sehr, dass ihr Büro mit angrenzender Werkstatt zu klein geworden ist. Der Umzug in größere Räume steht gerade an.

Produkte von Snug sind wahre Hingucker

“Unsere Produkte sind einerseits Hingucker, andererseits halten sie sich sehr zurück, sind klar und ruhig mit einem kleinen Augenzwinkern“, erklärt Kerstin. “Sie passen sich wunderbar an ihre Umgebung an und geben ihr etwas Besonderes.”

Besonders hübsch ist das farbige Holzmobilé “Songbirds”, das bei werdenden Eltern sehr beliebt ist. Oder die neuen Faltvasen aus bedrucktem Karton, die im Juli 2013 auf der Design-Messe “early bird” den Designpreis erhalten haben. “Unser Wolkenbrett mag eigentlich jeder – aber am meisten die Skandinavier und Franzosen”, erzählt sie stolz.

Produkte von Snug
Wahre Hingucker: Aus Holz, Pappe und Papier entwirft Snug in liebevoller Handarbeit besondere Schmuckstücke und Wohnaccessoires.

Inspirieren lassen sich die zwei Designerinnen von Alltagsgegenständen und Materialien wie Holz, Papier und Pappe, die man ungewöhnlich einsetzen könnte. “Die Ideen entstehen dann ganz oft aus dem, was wir täglich sehen, was uns gefällt”, erklärt das kreative Duo. So kann ein Gefühl oder ein Wunsch ausschlaggebend sein für die Entstehung von Wandschmuck, Ketten oder einem Wandkalender.

Ob Schmuckstück oder Wohnaccessoire – am Anfang steht die Idee, ein vages Konzept. Wenn dieses konkreter wird, arbeiten die beiden Designerinnen am Entwurf des Produktes, stellen Prototypen her, um Formen, Größen, Farben und Materialwahl zu erarbeiten. Sobald das Produkt steht, werden kleine technische Zeichnungen angefertigt. Damit geht es auf Herstellersuche.

Atelier von Snug
Hinter den Kulissen von Snug: Auf dem Rechner von Berit entsteht gerade ein neuer Magnet-Entwurf. Rechts ein Blick in das Büro von Snug in Hannover

“Wir arbeiten mit kleinen Handwerksbetrieben in ganz Deutschland zusammen”, erklärt Kerstin weiter. Haben sie einen passenden Partner für die Herstellung gefunden, werden von diesem Prototypen gefertigt. Entsprechen sie ihren Vorstellungen, wird eine bestimmte Menge gefertigt. Oft sind es auch nur die Einzelteile der Produkte, die sie fertigen lassen. “Diese werden dann in unserem Studio fertiggestellt und verpackt. Dafür haben wir mittlerweile einige Mitarbeiter, die das für uns übernehmen.”

Und woran arbeiten die beiden Kreativen im Moment? Konkret entwirft das Duo gerade eine kleine Schachtelkollektion zum Selberfalten, einen Kerzenständer aus Holz und einen neuen Kalender für 2014. “Ganz sicher werden aber neue Schmuckstücke kommen, vielleicht noch mehr Print, bestimmt noch mehr aus Holz. Auch Pappe hat es uns angetan!” so Kerstin. Wir sind sehr gespannt!

Mehr zu den Arbeiten von Snug:

Snug Onlineshop

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