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Ahoi, Meise: das Label Ahoimeise

Möwen, Meisen, Maritimes – und ein Hauch Weihnachten: Designerin Wiebke Jakobs fertigt feine Drucksachen und Papeterie für ihr Hamburger Handmade-Label Ahoimeise.
Wiebke Jakobs von Ahoimeise

Auf dem Schrank in Wiebke Jakobs’ Hamburger Atelier steht eine imposante Druckpresse. “Die staubt da oben aber so langsam ein”, gesteht die Grafikdesignerin, “ich drucke viel lieber direkt von Hand.” Sie zeigt, wie sie mit Transparentpapier und Bleistift Schiffe und Anker, Vögel und andere Tiere aus Büchern, von Fotos oder eigenen Zeichnungen abpaust, auf Stempelgummi überträgt und das Motiv mit Linolmessern vorsichtig aus dem weichen Material heraushebt.

Der fertige Stempel wird mit Farbe bestrichen und dann direkt aufs Papier gedrückt. Seit 2009 verkauft die Mutter einer Tochter handbedruckte Postkarten, Notizbücher, Kalender und Papiertüten unter dem Namen Ahoimeise über ihren Dawanda- Shop – und freut sich über den Ausgleich zu ihrem computerlastigen Job als freie Grafikerin. “Mir macht es großen Spaß, mit den Händen zu arbeiten. Und ich bin ein Tüftler: Wenn ich etwas sehe, das mir gefällt – eine bestimmte Drucktechnik zum Beispiel –, dann probiere ich so lange rum, bis ich das auch hinbekomme.“

Druck-Art von Ahoimeise
Motive aus Büchern oder von Fotos werden mit Transparentpapier durchgepaust und feiern zum Beispiel auf Karten oder auf Notizheften ein Comeback.

Ein Ergebnis dieser Tüftelei ist ihr momentaner Bestseller: der Adventskalender aus 24 Papiertütchen, die auf ein rotes Seidenband gefädelt sind. “Da habe ich in diesem Jahr einen ganzen Schwung vorgedruckt, damit ich sie rechtzeitig verschicken kann”, erzählt sie. Außerdem gibt es auch Baumschmuck bei Ahoimeise: Papierzwiebel-Anhänger aus zerschnittenen Landkarten und Buchseiten – eine kleine Abwechslung, bevor sich Wiebke den Rest des Jahres wieder den Meisen, Möwen und maritimen Motiven widmet, die für ihr Handmade-Label typisch sind.

So sehr sie es genießt, in ihrem Atelier vor sich hin zu werkeln und dabei Hörbücher oder französisches Internetradio zu hören, tauscht sich die Designerin bei Workshops gern mit anderen Handmade-Frauen aus. Eine von ihnen hat auch schon Interesse an der Druckpresse bekundet …

 

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