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Licht und LeuchtenEnergiesparlampen, LED und Halogen - alternative Leuchtmittel im Überblick

Seitdem das Ende der Glühbirne naht, herrscht vor allem eines - Verwirrung. Wir sagen Ihnen, worauf Sie beim Kauf von Energiesparlampeachten sollten.

Die wichtigsten Fakten zur Energiesparlampe

Energiesparlampen sparen viel Strom und sind eine günstigste Glühlampen-Alternative, rücken aber nicht alle Wohnräume ins beste Licht.

Im Vergleich zu herkömmlichen Glühbirnen sparen Energiesparlampen bis zu 80 Prozent Energie.

Bei gleichem Wattverbrauch liefern sie circa viermal so viel Licht wie eine Glühbirne.

Im Inneren einer Energiesparlampe leuchtet ein Gasgemisch: Elektronen treffen auf Quecksilberatome, wodurch ein zunächst unsichtbares, ultraviolettes Licht erzeugt wird. Erst die Innenbeschichtung der Röhre, also der Leuchtstoff, verwandelt es in sichtbares Licht.

Die Lampen sind meistens ins drei Farbklassen erhältlich: kalt-weiß, warm-weiß und neutral-weiß. Die Veränderung der Lichtfarbe erfolgt über die Röhren-Innenbeschichtung und über die Zusammensetzung des Gasgemisches.

Alle Energiesparlampen - egal wie die Lichtfarbe bezeichnet wird - liefern diffuses Licht und geben Farben verfälscht wieder. Vor allem Rottöne und alle Farben, die Rot beinhalten (z.B. Braun und Violett) wirken anders als im Tageslicht, Haut sieht z.B. weniger rosig aus.

Die Lebensdauer einer Energiesparlampe beträgt 6.000 bis 20.000 Stunden und schlägt sich auch im Preis nieder. Also unbedingt die Packungsangabe zur Lebensdauer beachten!

Um das in Energiesparlampen enthaltene Quecksilber herrschen kontroverse Diskussionen. Zwar ist das Metall hochgiftig, kommt in Energiesparleuchtmitteln mit etwa 3 bis 4 Milligramm pro Lampe jedoch in äußerst geringen Mengen zum Einsatz. Befürworter von Energiesparlampen ziehen den Vergleich, dass eine Glühlampe sogar mehr Quecksilber produziere. Dieses sei zwar nicht in der Glühlampe selber enthalten, dafür benötige sie aber mehr Strom, bei dessen Erzeugung in Steinkohlekraftwerken wiederum Quecksilber und Quecksilberverbindungen freigesetzt würden. Laut einer Testreihe von „Öko-Test“ gibt ein Drittel der Energiesparlampen im Test jedoch deutlich mehr Quecksilber in die Umwelt ab als Glühbirnen.

In jedem Fall sollten Energiesparlampen nicht im Hausmüll sondern an Rücknahmestationen im Handel oder auf kommunalen Wertstoffhöfen entsorgt werden, damit das giftige Quecksilber nicht in die Umwelt gelangt.

Zerbricht eine Lampe, sollte man den Raum gründlich lüften, die Scherben mit Gummihandschuhen aufsammeln und den Rest mit einem Lappen aufnehmen, der anschließend mitsamt geschlossenen Abfallbeutel entsorgt werden sollte. Auf keinen Fall staubsaugen, damit sich das Quecksilber nicht in der Luft verteilt! Da Quecksilber insbesondere für Schwangere und Kinder bedenklich ist, empfiehlt es sich, gegebenenfalls vorzubeugen und in etwas teurere, bruchsichere Energiesparlampen zu investieren.

Ein weiterer, umstrittener Kritikpunkt ist das niederfrequente elektromagnetische Feld, aufgrund dessen Bedenkenträger raten, nach Möglichkeit einen bis anderthalb Meter Abstand vom Leuchtmittel zu halten, um gesundheitlich schädlichen Elektrosmog zu vermeiden.
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hingegen gibt grünes Licht für Energiesparlampen: Der Einsatz von Sparlampen für allgemeine Beleuchtungszwecke im Haushalt sei nicht bedenklich, da die von den Lampen abgegebene optische Strahlung sowie die elektrischen und magnetischen Felder die internationalen Grenzwertempfehlungen einhalten.

1. Teil: Energiesparlampen
2. Teil: Halogenlampen
3. Teil: LED