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WOHNSTIL Skandinavischer Lebensstil

Das klassisch-moderne Möbeldesign Skandinaviens ist besonders durch die kargen Landschaften geprägt. Und die enge Naturverbundenheit der Skandinavier spiegelt sich stark in der Art ihrer Wohnungseinrichtung wider.

Zahlreiche namhafte Designer haben ihre Wurzeln in Skandinavien: Verner Panton, Erik Magnussen, Hans J. Wegner oder Kay Bojesen, um nur ein paar zu nennen. Drei große Klassiker und ihre Bedeutung für den skandinavischen Wohn- und Lebensstil stellen wir Ihnen etwas näher vor.

Licht

Pendelleuchte "Norm 69"
Pendelleuchte "Norm 69"

Es werde Licht

Licht hat in der skandinavischen Kultur einen hohen Stellenwert. Das liegt daran, dass es in nördlichen Gefilden im Winter länger dunkel und natürliches Licht daher Mangelware ist. Deshalb gilt es, Sonnenstrahlen geschickt durch die Architektur einzufangen und mittels heller Wohnfarben zu verstärken. Auch Leuchten und Kerzen sind beliebte Lichtquellen, die möglichst attraktiv in Szene gesetzt werden.
In der Tradtion der skandinavischen Zapfenleuchten steht Simon Karkovs "Norm 69" (1969). Die allseitige Pendelleuchte spendet harmonisches Licht und gehört mit der "PH Zapfen" (1958) von Poul Hennings zu den bekanntesten skandinavischen Klassikern der Beleuchtungskunst.
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Organische Formen

Vase "Savoy"
Vase "Savoy"

Vorbild Natur

Eine Balance zwischen skulpturaler Form und Zweckmäßigkeit findet die Vase "Savoy". Der finnische Designer und Architekt Alvar Aalto hat sie 1937 entworfen und sich an natürlichen Vorbildern orientiert. Ihre welligen Linien und die geschmeidige Form erinnern an einen See oder Baumstamm. Überhaupt spielt die Natur im skandinavischen Design eine große Rolle. Weite Teile der Region sind von bergig, dicht bewaldet und von Seen, Flüssen und Fjorden durchzogen. Eine solch eindrucksvolle Natur ist einfach schwer zu ignorieren.

Materialien zum Wohlfühlen

Sessel "egg"
Sessel "egg"

Die Urform - das Ei

Das "Ei" des Dänischen Designers und Architekten Arne Jacobsen gehört zu den Designikonen des 20. Jahrhunderts. Jacobsen hatte den Ei-Sessel 1958 für das Kopenhagener SAS Royal Hotel entworfen. Der Sessel "egg" steht in der Tradition skandinavischer Möbelherstellung. Natürliche Materialien, wie heimische Hölzer, Leder oder Baumwolle bringen Wärme und Wohnlichkeit in skandinavische Lebensräume.
Doch eines zeichnet den skandinavischen Wohnstil besonders aus: "Form folgt Funktion". Daher bedient sich das nordische Design einer klaren Formsprache, verliert dabei aber die Ansprüche der Menschen nicht aus den Augen. Skandinavische Möbel sind also echte Wohlfühl-Möbel.

Exportschlager

In einer Markthalle bei Ikea
In einer Markthalle bei Ikea

Skandinavisches Wohngefühl

Das beliebteste Möbelhaus der Deutschen ist "Ikea". Die Firma wurde 1943 von Ingvar Kamprad in Schweden gegründet und ist heute ein global operierendes Unternehmen. Bekannt wurde Ikea vor allem für seine günstigen Möbel, die man "einfach" zu Hause selbst montieren kann. Billy, Poäng, Ivar und Klippan kennt fast jeder: Möbel von Ikea sind in unzähligen deutschen Wohnzimmern zu finden.
Neben dem unkomplizierten Design sprechen auch die Produktnamen eine nordische Sprache. So tragen beispielsweise alle Esstische finnnische Ortsnamen, Badezimmerartikel werden nach skandinavischen Flüssen und Seen benannt.

Farbenpracht

Tupfenteppich "Pinocchio"
Tupfenteppich "Pinocchio"

Skandinaviens Liebe zum Bunten

Charakteristisch für den hohen Norden sind intensive Farben und grafische Muster. So bringt die Farbenpracht auf Teppichen, Vorhängen, Kissen, Geschirr oder Küchenutensilien lockere Lebensfreude in den Alltag. Besonders die Textilherstellung hat in Skandinavien eine lange Tradtion. Das fängt schon mit den finnischen Rya-Teppichen an, und setzt sich fort bis zu modernen Knüpfteppichen aus Hunderten knallbunter Wollkugeln.