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Die richtige Matratze

Eine falsche Matratze kann der Grund für schlaflose Nächte sein. Aber wie findet man die richtige Matratze für gesunden, erholsamen Schlaf? Wir sagen Ihnen, worauf Sie beim Kauf achten sollten und stellen Ihnen verschiedene Matratzentypen vor.

Ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Bett. Daher ist es wichtig, dass wir bei der Wahl der Matratze weder auf eine gute Beratung verzichten, noch am falschen Ende sparen.

Welche Matratze ist die Richtige?

Die Qual der Wahl

Körperleiden, wie zum Beispiel Rückenschmerzen, können vermieden werden. Sie sollten bedenken, dass eine Matratze nicht nur das Körpergewicht tragen, sondern auch die Wirbelsäule stützen muss. Außerdem muss die Matratze flexibel sein, um sich immer wieder der Körperlage anzupassen, ohne zu fixieren.
Härte- und Weichheitsgrad der Matratze hängen nicht nur von persönlichen Vorlieben ab. In der Regel gilt: Ist sie zu hart, gibt sie zu wenig nach, und die Lendenwirbelsäule wird nicht gestützt. Die Druckbelastungen für den Körper sind dann zu hoch.
Wählt man hingegen eine zu weiche Matratze, sinkt der Körper zu tief ein, und man verbringt die ganze Nacht in einer starren Zwangshaltung.
Bei sogenannten "Seitenliegern", sollten sich Schulter und Becken eindrücken, damit die Wirbelsäule gerade bleibt. Menschen, die nicht so viel wiegen und keine Rückenprobleme haben, brauchen eine besonders anpassungsfähige und weiche Matratze, vor allem im Becken- und Schulterbereich. Schwere Personen hingegen brauchen eine starke Stützwirkung im Beckenbereich, um einen "Hängematteneffekt" zu vermeiden.
Gründsätzlich gilt: Nach fünf bis zehn Jahren sollte eine Matratze aus hygienischen Gründen ausgetauscht werden. Abnehmbare, waschbare Bezüge sind empfehlenswert.

Federkernmatratzen

Taschenfedern sind einzeln in Vlies eingenäht

Matratzen mit Metallfedern

Federkernmatratzen gibt es in verschiedenen Varianten. Eine davon ist die "einfache" Feder-
kernmatratze, die flächenelastisch ist, da die Federn miteinander verbunden sind.
Eine weitere Federkernmatratze ist die preiswertere Bondellfeder-
kernmatratze. Hier teilen sich unzählige Stahlfedern die Last. Sie liegen neben- und übereinander. Die Federn sind auch hier von Stoff umgeben. Durch die geringe Punktelastizität geben aber auch sie relativ großflächig nach und passen sich somit zwar schon besser, aber nicht optimal an den aufliegenden Körper an.
Taschenfederkernmatratzen, bei der die Federn einzeln in Vlies eingenäht sind, sind qualitativ die bessere Alternative. Dieser Matratzentyp hat eine sehr gute Punktelastizität, weil nur die Federn nachgeben, die gerade belastet werden.
Auch bei der Tonnentaschenfederkernmatratze ist jede Feder in einer Stoffhülle verpackt. Diese Federn reagieren punktuell auf das Körpergewicht, weil sie nur mittig in der Stoffhülle verbunden sind. Kleinere Federn steigern die Punktelastizität.
Federkernmatratzen gewährleisten im allgemeinen eine gute Luftzirkulation. Am besten tun dies Taschenfederkernmatratzen.

Schaumstoffmatratzen

Kaltschaummatratzen haben eine gute Punktelastizität

Matratzen aus Schaumstoff

Vor einigen Jahren galten sie als schlechte und unbequeme Schlafunterlage, inzwischen sind sie dank neuer Materialien eine gute Alternative zu teureren Matratzen geworden. Schaumstoffmatratzen passen sich dem Körper an und haben eine gute Punktelastizität.
Beste Materialqualitäten ohne Füllstoffe sind hier wichtig. Einfache Schaumstoffmatratzen sind eher nicht zu empfehlen.
Die gängisten Schaumstoffmatratzen sind aus Kaltschaum. Gute Kaltschaummatratzen haben ein Raumgewicht über 40kg je Kubikmeter. Unter Raumgewicht versteht man das Gewicht je Kubikmeter Rohmasse.
Kaltschaummatratzen nehmen gut Feuchtigkeit auf. Durch kleine Hohlräume im Innern kann die Luft besser zirkulieren.
Noch besser passen sich teurere viskoelastische Tempurmatratzen (aus Visko-Schaum) dem Körper an, da sie auf dessen Wärme reagieren. Die Druckverteilung wird optimiert, eine zu starke Fixierung wird durch geringere Schichtdicken verhindert.
Schaumstoffmatratzen sind leicht entflammbar, weshalb sie mit einem feuerfesten Überzug versehen werden.
Außerdem sind die Matratzen fast frei von Hausstaubmilben, weil diese keinen Schaumstoff mögen.

Latexmatratzen

Latexmatratzen sind aus Natur- und Synthesekautschuk

Matratzen mit Kautschuk-Schaumfüllung

Latexmatratzen gibt es aus Synthese- oder Naturlatex, meistens aber als Mischform aus beidem. Reine Naturlatexmatratzen sind eher selten. Grundsätzlich gilt: Je höher der Anteil des natürlichen Stoffes, desto besser ist die Qualität der Matratze.
Latexmatratzen sind sehr elastisch und passen sich dem Körper sehr gut an. Durch die hohe Punktelastizität, geben sie bei Druck nur an den beanspruchten Stellen nach. Das erhöht den Liegekomfort.
Fast alle Latexmatratzen sind hygienisch und staubfrei. Allerdings können sie nur schlecht Feuchtigkeit aufnehmen. Um trotzdem eine gute Belüftung erreichen zu können, sind sie mit Hohlräumen versehen. Das sorgt für eine gute Feuchtigkeits- und Wärmeregulierung.
Eine Latexmatratze braucht etwas Pflege für eine lange Lebensdauer. So sollte die Matratze in regelmäßigen Abständen für einige Zeit aufrecht hingestellt werden, dann kann die angestaute Feuchtigkeit gut entweichen. Außerdem dürfen Latexmatratzen nur in Räumen mit über 10 Grad Celcius gelagert werden, da sonst schnell Schimmelbildung droht.