Direkt zum Inhalt

Schlafzimmer zum TräumenGesund schlafen

Eine gute Matratze ist das A und O für einen erholsamen Schlaf. Immerhin sollen laut Statistik mindestens zehn Prozent der Deutschen an Schlafproblemen leiden - eine sorgfältige Matratzenwahl kann schon einen potenziellen Störfaktor ausschalten. Ob eine harte oder eine eher weiche Matratze, ob Federkern, Schaumstoff, Latex oder Naturmaterialien für Sie das richtige Material sind, hängt von Ihren persönlichen Bedürfnissen ab.

Hart oder weich?

Wichtig ist, dass die Matratze den Körper und besonders den Rücken und die Taille stützt. Gleichzeitig soll sie aber an den Schultern, Hüfte und Becken nachgeben. Nur so bleibt die Wirbelsäule in ihrer natürlichen Lage. Ist die Unterlage zu weich, sinkt die Gesäßpartie ein und der Rücken hängt durch. Bei zu harter Federung verspannt die Muskulatur. Als Faustregel gilt: Je schwerer die Person, desto härter sollte die Matratze sein. Schwierig nur, dass es bei den Angaben der Härtegrade keine einheitliche Norm gibt. Was ein Hersteller als weich definiert, kann bei einem anderen bereits als hart gelten. Deshalb ist es notwendig, die Matratzen durch Probeliegen selbst zu testen.

Federkern

Beim Federkern stehen die Federn lose nebeneinander, beim teureren Taschenfederkern sind die Federn einzeln in Stofftaschen eingenäht. Je mehr Federn eine Matratze hat, desto besser. Federkernmatratzen schwingen bei Bewegungen nach. Das kann besonders stören, wenn man zu zweit schläft. Endlosfederkern gibt eher flächenelastisch nach, Taschenfederkern punktelastisch, d.h. es geben jeweils nur die Federn nach, die gerade belastet werden. Wegen ihrer guten Wärmeisolation sind Taschenfederkernmatratzen für Menschen, die stark schwitzen, weniger geeignet.

Latex

Naturlatex wird aus Gummibaum-Milch hergestellt, synthetischer aus Erdöl - üblich sind Mischungen. Je höher der synthetische Anteil, desto billiger ist die Unterlage. Beide Materialien haben Luftkanäle, die für die Belüftung sorgen, das Material "atmet". Aufgrund der Luftkammern gibt auch Latex punktelastisch nach, jedoch etwas weniger als Taschenfederkern. Latexmatratzen brauchen eine federnde Unterlage. Durch seine Biegsamkeit ist Latex für Lattenroste mit variablem Kopfteil geeignet.

Schaumstoff

Hochwertiger Schaumstoff bietet ähnliche Liegeeigenschaften wie Latex. Das synthetische Material ist aber weniger luftdurchlässig und damit nichts für stark schwitzende Menschen. Schwere Personen sollten bei der Auswahl auf ein hohes RG (Raumgewicht) achten. Dabei sagt das RG nichts über die Härte aus, sondern nur über die Qualität. Je höher das RG, desto besser das Material (40-50 kg/cbm gelten als optimal). Schaumstoff ist vor allem für Allergiker besonders geeignet. Das Material wurde in den vergangenen Jahren so verbessert, dass sehr gute Modelle nun eine vollwertige und preisgünstige Alternative zu Latex und Federkern sind.

Natur

Wer gern auf relativ harten Matratzen schläft, hat die Wahl zwischen Baumwoll-, Strohkern-, Kokosfaser- und Rosshaarmatratzen. Für alle Naturmaterialien gilt: Sie müssen regelmäßig aufgerollt oder gewendet und gelüftet werden. Doch selbst bei bester Pflege müssen die Matratzen nach spätestens fünf Jahren von einem Fachbetrieb aufgearbeitet oder erneuert werden. Wer stark schwitzt, dem ist von Futonmatratzen aus reiner Baumwolle abzuraten. Baumwolle saugt die Feuchtigkeit nicht nur schlecht auf, sie leitet sie auch kaum an die Raumluft weiter.

Lattenroste

Eine gute Matratze nützt Ihnen wenig ohne den dazu passenden Rost. Die Abstände der Latten sollten nicht zu groß sein, sonst drückt die Matratze durch. Der optimale Lattenabstand beträgt vier bis fünf Zentimeter.

Tipps

- Wer leicht friert, sollte eine Taschenfederkernmatratze wählen, da sie die Wärme gut speichert. Für Menschen die nachts schwitzen sind Latexmatratzen besser geeignet. Die Hohlräume im Inneren sorgen für einen guten Feuchtigkeitstransport.
- Die Haltbarkeit der Matratze kann erhöht werden, wenn man die Matratze viermal im Jahr wendet. Dabei kann die Matratze in Längs- und Querrichtung gedreht werden.
- Spätestens nach 10 Jahren sollte die Matratze ausgewechselt werden.
- Und was kann man sonst noch für gesunden Schlaf tun? Achten Sie auf Ihre Schlafumgebung - die Temperatur darf nicht zu hoch und die Luftfeuchtigkeit nicht zu niedrig sein. Eingeschaltete elektrische Geräte stören mit Elektrosmog. Finden Sie regelmäßige Zeiten zum Einschlafen und Aufstehen. Bleiben Sie dann auch nicht länger im Bett als Sie wirklich schlafen. Ein eigenes Einschlafritual kann helfen, Sie in die richtige schläfrige Stimmung zu versetzen - beispielsweise eine Tasse Tee oder warme Milch, eine halbe Stunde Lesen oder ein Abendspaziergang.

Stiftung Warentest

Eine gute Matratze muss nicht teuer sein. Die Taschenfederkernmatratze "Winkle Corvus" ist schon für 300 Euro erhältlich und hat im Test März/2002 die Note "gut" erhalten. Die ausführlichen Testergebnisse können Sie hier lesen: weiter

Schlafzimmer zum Träumen

Einrichtungsideen
Neue Lösungen
Möbelshow
Gesund schlafen