Innere Werte Ausgekochte Lösungen

Ob wohl alles passt? Beim Kauf einer neuen Küche ist der Tag der Wahrheit immer der Montagetag. Dann stellt sich heraus, ob auch wirklich alles so funktioniert, wie man es in langen Gesprächen mit dem Küchenstudio geplant hat. Anders als alle anderen Möbeltypen existierte die gelieferte Küche in ihren jetzigen Maßen und Ausführungen nämlich bis dato nur auf dem Papier.
Eine sorgfältige Planung spielt aber nicht nur für die Montage eine große Rolle. Die hier eingeschlagene Richtung wird das spätere Arbeiten und Leben in der Küche über Jahre hinaus bestimmen. Welche Materialien sollen eingesetzt werden? Wie sollen die Schubkästen bestückt sein? Welche Scharniere eignen sich am besten für die Oberschränke? Und wie soll der Korpus hinter den Fronten aussehen? Fragen, die genauestens überlegt sein wollen, denn von den Antworten darauf hängt der reibungslose Arbeitsablauf in der Küche ab.
Bei der Materialwahl für die Fronten sollte der persönliche Geschmack ausschlaggebend sein, denn die Fronten bestimmen das Gesicht und somit die Atmosphäre der Küche. Grundsätzlich gilt: Schichtstoffe (Trägerplatten, die mit Dekor- oder Phenolharzpapier beklebt sind) und Melaminharzbeschichtungen sind widerstandsfähiger gegen Kratzspuren als furnierte Fronten und solche, die aus Massivholz gefertigt sind. Auf glänzenden Oberflächen, gleich welcher Qualität, wirken Flecken auffälliger als auf matten.
Für die Arbeitsflächen kommen kunststoffgebundene Mineralplatten, Holz- und Steinarbeitsplatten oder Schichtstoffplatten in Betracht. Mineralplatten sind sehr widerstandsfähig und pflegeleicht. Das Harzmaterial ermöglicht fugenlose Flächen und nahtlose Übergänge zu Tischplatten und Spülen. Granitarbeitsplatten sind im Gegensatz zu den Weichsteinen Marmor und Travertin hitzebeständig und schnittfest. Anders als Marmor ist Granit gegen Säure resistent, Holzarbeitsplatten sind etwas empfindlich. Flecken und Kratzer lassen sich aber bis zu einem gewissen Grad durch Schleifen und Schmirgeln entfernen.
Besonders wichtig: Legen Sie im Vorfeld fest, was Sie unterbringen möchten. Eine Studie des Instituts für Ökotrophologie in Krantzberg stellte 1998 fest, dass zwei Drittel aller Küchenkäufer sich nachträglich mehr Stauraum wünschen.

Küchen: Geprüft auf Herd & Nischen

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