Gesund schlafen Das richtige Bett

Eine geruhsame Nacht stärkt unser Wohlbefinden, eine weniger schlafbringende das Gegenteil. Ein falsches, unbequemes oder instabiles Bett kann der Grund für nächtelange Schlaflosigkeit sein. Gereiztheit, Unkonzentriertheit und Unachtsamkeit sind meist die Folge. Wir sagen Ihnen, was Sie bei der Wahl Ihres Bettes grundsätzlich wissen sollten.

Die Matratze

Ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Bett. Daher ist es logisch, dass wir bei der Auswahl der Matratze weder auf eine gute Beratung verzichten, noch am falschen Ende sparen sollten. Damit Sie Körperschäden, wie z.B. Rückenleiden verhindern, gilt folgendes: ein Matratze muss nicht nur das Körpergewicht tragen, sondern muss auch die Wirbelsäule stützen; sie muss flexibel sein, um sich jeder neuen Körperlage anzupassen ohne zu fixieren. Härte- und Weichheitsgrad der Auflage hängt nicht nur von persönlichen Vorlieben ab, aber man sollte folgendes beachten: Ist sie zu hart, gibt sie zu wenig nach und die Lendenwirbelsäule wird nicht gestützt, es entstehen zusätzlich hohe Druckbelastungen. Ist sie hingegen zu weich, bleibt man die ganze Nacht über in einer starren Zwangshaltung, weil man zu tief einsinkt. Sind Sie ein "Seitenlieger", sollten sich Schulter und Becken eindrücken, damit die Wirbelsäule gerade bleibt. Menschen ohne besondere Rückenprobleme, mit einem niedrigen Body Mass Index brauchen eine besonders anpassungsfähige, softige Matratze, vor allem in Becken und Schulterbereich, schwere Personen hingegen eine starke Stützwirkung im Beckenbereich um einen Hängematteneffekt zu vermeiden. Nach sieben bis 10 Jahren sollte eine Matratze auf jeden Fall aus hygienischen Gründen ausgetauscht werden.
Federkernmatratzen gibt es in verschiedenen Varianten - einmal die "einfache Federkernmatratze", die flächenelastisch reagiert, da die Federn miteinander verbunden sind (z.B. Bonell-, LFK-; Taschen-Federkerne). Auf der anderen Seite gibt es die "Tonnentaschen-Federkern-Matratze", bei der jede Feder in einer Stoffhülle verpackt ist. Diese Federn reagieren punktuell auf das Körpergewicht, weil sie nur mittig in der Stoffhülle verbunden sind. Kleinere Federn steigern die Punktelastizität. Federkerne schaffen eine gute Ventilation in der Matratze. Abnehmbare, waschbare Bezüge sind grundsätzlich empfehlenswert, bringen vor allem vielen Allergikern Vorteile.
Matratzen ohne Federkern Federkern können aus den verschiedensten Materialien bestehen wie z.B. Latex- oder Schaumstoffmatratzen. Beste Materialqualitäten ohne Füllstoffe sind hier wichtig. Gute Kaltschaummatratzen haben ein Raumgewicht über 40kg/m³. Für eine optimale Klimatisierung ist eine vertikale Durchlüftung günstig. So genannter "Memory-Schaum" (Visko-Schaum) in modernen Schaumauflagen reagiert auf Körperwärme und passt sich den Konturen des Körpers an. Die Druckverteilung wird optimiert, eine zu starke Fixierung wird durch geringere Schichtdicken verhindert.
Latexmatratzen gibt es aus Synthese- oder Naturlatex, bzw. Mischformen daraus. Allergiker sollten bei Naturlatex nach dem Allergiepotential fragen. Was die notwendige Belüftung betrifft, gelten die gleichen Anforderungen wie bei Kaltschaum-Matratzen.
Wasserbetten bilden eine eigene Kategorie: Die Wasserkammer aus Vinyl wird entweder in ein festes Gerüst oder in einen flexiblen Schaumstoffrahmen eingelassen. Das "Schaukeln" kann durch entsprechende Beruhigungssysteme sehr stark reduziert werden. Wasserbetten eignen sich besonders für Wellness und Relaxen weil sie den Körper sehr gleichmäßig stützen.

Das Lattenrost

Ein Lattenrost ist die gängige Matratzenunterstützung in Betten. Der optimale Abstand zwischen den einzelnen Latten sollte nicht mehr als sechs Zentimeter betragen. Massive Latten aus Weichholz sind hart, flexible bestehen hingegen aus mehrschichtig verleimtem Hartholz, wie Buche. Bei hochwertigeren Modellen lässt sich der Härtegrad auch dem Körpergewicht anpassen. Von Vorteil bei Betten mit Lattenrostunterlage ist, dass der Boden frei bleibt und so die Matratze belüftet wird.