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Leinen: zeitlos schön

Wir erinnern uns an Omas bezaubernde Bettlaken und Kissenbezüge aus Leinen. Leinen ist bis heute beliebter Stoff, wenn’s um das Dekorieren der Wohnung geht. Der grobe Stoff passt perfekt zur Einrichtung im Shabby-Chic-, Vintage-, und Landhaus-Stil.

Leinenstoff ist dank seiner vielen Eigenschaften zeitlos beliebt. Es besitzt eine kühlende Wirkung, ist zudem stabil, schmutzabweisend und langlebig. Leinen ist  wie geschaffen, um Möbel zu beziehen oder zu dekorieren. Ob als Tischdecke, Kissenbezug, Gardine oder Bettwäsche – Leinen verbreitet eine gemütlich, charmante und lässige Atmosphäre.

Leinen: Eigenschaften

Leinen ist von Natur aus antistatisch und von hoher Festigkeit, gleichzeitig aber weich und angenehm. Und je öfter Leinenstoffe getragen und gewaschen werden, desto weicher und glatter werden sie.
Leinen ist gut verspinnbar und deshalb auch sehr vielseitig einsetzbar. Es wird neben Kleidung auch für Tisch- und Bettwäsche, Dekostoffe, Möbelbezüge und Bucheinbände verwendet.

Im Sommer mögen wir Leinen am liebsten: Kleidung aus Leinen fühlt zum Beispiel wunderbar kühl auf der Haut an. Warum ist das so? Die Fasern haben kaum Lufteinschlüsse und isolieren wenig. Außerdem wirkt Leinen thermoregulierend und hilft dem Körper dabei, sich bei heißen Temperaturen zu akklimatisieren. Es heißt, man habe im Sommer einen besseren Schlaf, wenn die Bettwäsche aus Leinen ist. Schenkt man einigen Schlafforschern Glauben, hat Leinen sogar eine therapeutische Wirkung bei Schlafstörungen.

Im Vergleich zu Baumwolle bilden Leinenstoffe weder Flusen noch Knötchen. Außerdem ist Leinen besonders schmutzabweisend. Flecken können sehr einfach und unter geringer Wärmezufuhr herausgewaschen werden. Qualitativ hochwertiges Leinen ist zwar kostspieliger in der Anschaffung, hält dafür aber auch fast ein Leben lang.

Tipp: Leinenstoffe nicht immer an der selben Stelle falten, sonst brechen die Fasern.

Tischdecke und Vorhang aus Leinen. Gesehen bei vintage-home.de

Leinen: Pflege
Kleidungsstücke und Wohntextilien aus Leinen bewahren, bei der richtigen Pflege, ihre Schönheit für lange Zeit. Wichtig: die Hinweise der Hersteller immer beachten. Die individuellen Pflegehinweise berücksichtigen nämlich die Besonderheiten bei der Herstellung: Zum Beispiel die Stärke des Garns, die Art der Färbung oder die Zusammensetzung des Stoffs.

Waschen mit Wasser: Je öfter Leinen gewaschen wird, desto weicher und leuchtender wird es. Besonders bei Tischdecken, Servietten oder Bettwäsche ist es ratsam, sie mit Wasser zu waschen, damit sie ihren Schimmer behalten. Wichtig: Leinen muss schonend gewaschen werden. Man benutzt zum Beispiel Neutralseife und lauwarmes Wasser, anstatt starke Waschmittel.

Tipps:
- farbiges und ungebleichtes Leinen nur im Schonwaschgang bis max. 40°C waschen
- Leinen immer auf links drehen
- die Waschmaschine sollte nicht zu voll beladen werden
- bei der ersten Wäsche die Leinen-Stoffe unbedingt alleine waschen
- Dosierungsanweisungen immer genau einhalten

Leinen trocknen: Leinen darf nur kurz geschleudert werden. Vor dem Trocknen den Stoff strecken und immer tropfnass auf die Leine hängen. Falls die Leinen-Stoffe trocknerfest sind, können sie auch bei geringer Trommelfüllung in den Trockner gegeben werden. Nasses Leinen nicht in der prallen Sonne trocknen.

Wenn Sie Leinen bügeln, sollte der Stoff gut angefeuchtet sein und auf links liegen. Und Leinen auch immer bei hoher Temperatur bügeln! Dies gilt nicht für einen Mix aus Leinen und Viskose.

Pflegetipps beachten, und Ihre Leinen-Stoffe bleiben lange schön

Leinen: ökologische Aspekte
Flachs (aus diesem Stoff wird Leinen gewonnen) ist eine nachhaltige Pflanze, die sich optimal für den ökologischen Anbau eignet. Flachs ist umweltfreundlich, benötigt wenig Bewässerung und ist biologisch abbaubar.

Außerdem kommt die Pflanze ohne chemische Dünger und Pflanzenschutzmittel aus. Falls man doch auf diese Mittel zurückgreifen muss, reicht etwa ein fünftel der Menge, die sonst für Baumwolle ausgegeben wird.

Da Leinen-Stoffe besonders reißfest und langlebig sind, erfüllen sie auch den Zweck der Nachhaltigkeit.

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