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Matratzen: Hier liegen Sie richtig!

Schlaflose Nächte und unruhige Träume? Die falsche Matratze kann schuld daran sein. Aber welche Matratzen sind am besten für gesunden Schlaf? Wir sagen Ihnen, worauf Sie beim Kauf von Matratzen achten sollten und stellen verschiedene Typen von Matratzen vor.

Matratzen: für gesunden Schlaf

Wie man sich bettet, so liegt man. Dieses Sprichwort kommt nicht von ungefähr: Ruhen wir auf den richtigen Matratzen, regeneriert sich unser Körper über Nacht und wir sind fit für den Tag. Zweifelsfrei: Matratzen beeinflussen unser körperliches Befinden und mit den richtigen Matratzen können Körperleiden, wie zum Beispiel Rückenschmerzen, Verspannungen und Kopfschmerzen, aber auch Schlafstörungen, vermieden werden.

Matratzen beeinflussen unseren Schlaf und somit unser körperliches Befinden maßgeblich. Foto: www.ikea.de

Matratzen: Welche passt zu mir?

Matratzen & Körpergewicht: Menschen, die nicht so viel wiegen und keine Rückenprobleme haben, brauchen besonders anpassungsfähige und weiche Matratzen, vor allem im Becken- und Schulterbereich. Schwere Personen hingegen brauchen eine starke Stützwirkung im Beckenbereich, um einen “Hängematteneffekt” zu vermeiden.
Speziell für Frauen gilt: Vorübergehende Gewichtszunahme, beispielsweise in der Schwangerschaft, sollten Matratzen aushalten und sich nicht deformieren.

Matratzen & Gesundheitszustand, Lebensgewohnheiten und Alter: Mit den Jahren verändert sich der Körper. Da sollten auch die Matratzen mitwachsen und sich der Körperhaltung anpassen. Wichtig also: Wählen Sie Matratzen abhängig von Ihrem Alter!
Schläfer, die an Knochen- oder Muskelkrankheiten leiden, sollten auf orthopädischen Matratzen ruhen, denn diese Matratzen können helfen, das Leiden zu lindern.
Neben Alter und Gesundheit darf bei der Wahl der Matratzen die Lebensgewohnheit nicht außer Acht gelassen werden, da Matratzen je nach Berufstätigkeit und täglicher Belastung Körperfehlhaltungen ausgleichen können.

Matratzen & Schlafgewohnheiten: Rücken- und Bauchschläfer brauchen Matratzen, die die Wirbelsäule in einer natürlichen Haltung belassen. Hier gibt es Matratzen mit unterschiedlichen Zonen, die den schlafenden Körper optimal ausbalancieren. Ein Tipp für Seitenlieger: Schulter und Becken sollten sich in Matratzen eindrücken, damit die Wirbelsäule gerade bleibt.

Bei der Wahl der richtigen Matratze, spielen Körpergewicht, Alter, Gesundheitszustand, Lebens- und Schlafgewohnheiten eine Rolle. Foto: www.ikea.de

Matratzentypen

Federkernmatratzen

Federkernmatratzen gibt es in verschiedenen Varianten. Eine davon ist die “einfache” Federkernmatratze, die flächenelastisch ist, da die Federn miteinander verbunden sind. Eine weitere Federkernmatratze ist die preiswertere Bondellfederkernmatratze. Hier teilen sich unzählige Stahlfedern die Last. Sie liegen neben- und übereinander. Die Federn sind auch hier von Stoff umgeben. Durch die geringe Punktelastizität geben aber auch sie relativ großflächig nach und passen sich somit zwar schon besser, aber nicht optimal an den aufliegenden Körper an.

Taschenfederkernmatratzen, bei der die Federn einzeln in Vlies eingenäht sind, sind qualitativ die bessere Alternative. Dieser Matratzentyp hat eine sehr gute Punktelastizität, weil nur die Federn nachgeben, die gerade belastet werden.
Auch bei der Tonnentaschenfederkernmatratze ist jede Feder in einer Stoffhülle verpackt. Diese Federn reagieren punktuell auf das Körpergewicht, weil sie nur mittig in der Stoffhülle verbunden sind. Kleinere Federn steigern die Punktelastizität.
Federkernmatratzen gewährleisten im allgemeinen eine gute Luftzirkulation. Am besten tun dies Taschenfederkernmatratzen.

Pro: gute Luftzirkulation, Materialstabilität für lange Lebensdauer
Contra: geringe Punktelastizität (ausgenommen hochwertige Tonnentaschenfederkernmatratzen)

Federkernmatratzen bieten eine gute Luftzirkulation. Foto: www.traum-fabrik.de

Schaumstoffmatratzen

Schaumstoffmatratzen passen sich dem Körper an und haben eine gute Punktelastizität. Beste Materialqualitäten ohne Füllstoffe sind hier wichtig. Die gängisten Schaumstoffmatratzen sind aus Kaltschaum. Gute Kaltschaummatratzen haben ein Raumgewicht über 40 Kilogramm je Kubikmeter.

Kaltschaummatratzen nehmen Feuchtigkeit gut auf. Durch kleine Hohlräume im Innern kann die Luft besser zirkulieren.
Noch besser passen sich teurere viskoelastische Tempurmatratzen (aus Visko-Schaum) dem Körper an, da sie auf dessen Wärme reagieren. Die Druckverteilung wird optimiert, eine zu starke Fixierung wird durch geringere Schichtdicken verhindert.
Schaumstoffmatratzen sind leicht entflammbar, weshalb sie mit einem feuerfesten Überzug versehen werden.
Außerdem sind die Matratzen fast frei von Hausstaubmilben, weil diese keinen Schaumstoff mögen.

Pro: gute Punktelastizität, gute Luftzirkulation, hygienisch
Contra: leicht entflammbar

Schaumstoffmatratzen bieten hohen Schlafkomfort. Foto: www.huelsta.de

Latexmatratzen

Latexmatratzen gibt es aus Synthese- oder Naturlatex, meistens aber als Mischform aus beidem. Reine Naturlatexmatratzen sind eher selten. Grundsätzlich gilt: Je höher der Anteil des natürlichen Stoffes, desto besser ist die Qualität der Matratze.
Latexmatratzen sind sehr elastisch und passen sich dem Körper sehr gut an. Durch die hohe Punktelastizität, geben sie bei Druck nur an den beanspruchten Stellen nach. Das erhöht den Liegekomfort. Fast alle Latexmatratzen sind hygienisch und staubfrei. Allerdings können sie nur schlecht Feuchtigkeit aufnehmen. Um trotzdem eine gute Belüftung erreichen zu können, sind sie mit Hohlräumen versehen. Das sorgt für eine gute Feuchtigkeits- und Wärmeregulierung.

Eine Latexmatratze braucht etwas Pflege für eine lange Lebensdauer. So sollte die Matratze in regelmäßigen Abständen für einige Zeit aufrecht hingestellt werden, dann kann die angestaute Feuchtigkeit gut entweichen. Außerdem dürfen Latexmatratzen nur in Räumen mit über 10 Grad Celcius gelagert werden, da sonst schnell Schimmelbildung droht.

Pro: gute Punktelastizität, hygienisch und staubarm, deshalb für Allergiker geeignet
Contra: besondere Pflege und Lüftung nötig

Latexmatratzen eignen sich gut für Allergiker. Foto: www.manufactum.de

Text: Lars Fricke, Julia Balkausky

Fotos: Ikea, Traum Fabrik, Hülsta, Manufactum