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Die richtige Pflege fürs Holz

Kleine Missgeschicke auf dem edlem Esstisch oder der antiken Anrichte brauchen nicht länger zu frustrieren. Wir verraten, wie Sie verschiedene Holzoberflächen richtig pflegen und kleine Macken ausbessern können.

Leichte Pflege
Holzmöbel sind robust und leicht zu pflegen. Abstauben oder mit einem feuchten Fensterleder abwischen – fertig! Dabei immer in Richtung der Maserung wischen. Nur grobporige Hölzer – wie Eiche und Esche – sollten Sie nicht feucht wischen, denn hier kann sich der Staub durch zuviel Feuchtigkeit in den Poren absetzen.

Das Nachdunkeln von Holz

Setzen Sie das Holz gleichmäßig dem Licht aus und lassen Sie Gegenstände nie zu lange an derselben Stelle liegen. Es kommt sonst zu unschönen Farbunterschieden, da Holz natürlich nachdunkelt. Besonders schnell passiert das bei Kiefer, Fichte und Tanne.

Lackierte Flächen
Lackierte Holzoberflächen sind die mit Abstand strapazierfähigsten. Bei Verschmutzung einfach feucht überwischen und trocken nachreiben. Verwenden Sie auf keinen Fall Polituren oder Sprays, denn diese greifen den Lack an. Achten Sie auch darauf, Gummi- oder Kunststoffgleiter unter Schalen, Kerzenständern oder Musikgeräten immer mit Filz zu unterlegen, ansonsten können Ränder oder Kratzer entstehen.

Gewachste Flächen

Massivholzmöbel sind oft gewachst. Zur normalen Pflege genügt das Abstauben oder feuchte Abwischen und die anschließende Nachbehandlung mit einer Bienenwachs-Pflege-Emulsion. Nach dem Trocknen mit einem fusselfreien Tuch nachpolieren. Sehr starke Verschmutzungen können mit Wachsbalsam-Reiniger entfernt werden. In schwierigen Fällen den Reiniger auf Poliervlies oder ein 280er Schleifpapier auftragen und ausreiben. Danach mit Pflanzenseife reinigen und nachwachsen.

Geölte und gelaugte Flächen

Normale Verschmutzungen lassen sich leicht mit einem feuchten Tuch (mit klarem Wasser oder Pflanzenseife) entfernen. Es empfiehlt sich, stark strapazierte Flächen ab und zu mit Naturharz- oder Paraffinöl einzureiben. Nach 5 Minuten mit einem fusselfreien Tuch nachpolieren. Starke Verschmutzungen mit 280er Schleifpapier entfernen, mit Pflanzenseife reinigen und nachölen. Bei Schäden und stark abgenutzten Flächen: mit Pflanzenseife reinigen, hartnäckige Flecken und Kratzer nachschleifen, entstauben und dünn einölen.

Glasränder beseitigen
Sollte mal ein Wasserrand entstanden sein, wischen Sie ihn sofort ab und reiben trocken nach. Bei gewachsten Oberflächen einfach mit Flüssigwachs behandeln.

Kratzer, Risse, tiefe Schrammen

Schrammen und Kratzer auf poliertem Holz verschwinden, wenn Sie die betroffenen Stellen mehrmals mit einer Mischung aus Essig und Öl (1:1) betupfen und wiederholt mit einem weichem Wolltuch abreiben. Tiefe Schrammen füllt man mit Möbelwachs oder Holzkitt im passenden Farbton. Je nach Oberfläche mit Lack oder Lasur schützen.

Dellen
Auch Dellen sind keine Katastrophe: Druckstellen einfach mit Schleifpapier anschleifen, Delle wässern und mit einem feuchten Tuch und einem Bügeleisen herausdämpfen. Das Tuch muss ausreichend feucht sein, und das Bügeleisen darf nicht mit dem Holz direkt in Berührung kommen.