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Samt: Stoff zum Wohlfühlen

Samt ist edel und gemütlich zugleich. Besonders im Herbst und Winter lieben wir den weichen und eleganten Stoff, der unseren Wohnräumen eine exquisite Note gibt.

Die Zeiten sind vorbei, in denen Samt als altmodisch galt. Samt liegt im Trend und schmückt moderne Wohnungen ebenso schön wie die im Vintagestil eingerichteten. Ob als Tapete, Möbelbezug oder Kissen, Samtstoffe wirken in jeder Form behaglich und laden mit ihrer weichen, schimmernden Oberfläche zum Anschmiegen und Wohlfühlen ein. Wir zeigen unsere liebsten Wohnaccessoires aus Samt und geben Tipps zur Pflege.

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Welche Arten von Samt gibt es?
Samt wird aus Baumwolle, Seide oder Synthetikfasern hergestellt. Er fühlt sich so schön flauschig an, weil er aus 2 bis 3 mm langen, feinen Garnenden, auch Pol-Fäden genannt, besteht. Diese bilden den sogenannten Flor.

Im Laufe der Zeit wurden viele verschiedene Arten von Samtstoffen entwickelt. Unter den edlen Samtstoffen sind vor allem der Ketten-Samt, Genua-Samt und Utrecht-Samt bekannt.

Der Kett-Samten wird mittels der Rutentechnik hergestellt. Hierbei wird das Garn über Metallstäbe in Schlingen gelegt, die am Ende aufgeschnitten werden. Der Genuasamt gilt als besonders wertvoll, da er sein Muster durch Satin-Bindung erhält und sich durch einen ganz besonderen Glanz auszeichnet. Beim Utrecht-Samt, dessen Flor aus Mohair (Edelhaar der Angora-Ziege) besteht,  entsteht das Muster durch Walzen.

Samtsessel von MAISONS DU MONDE

Bei dem Sessel "Louis" sind Sitz und Rückenlehne mit Samt bezogen. In den Farben Fuchsia und Orange erhältlich. Hersteller: www.maisonsdumonde.com

Pflegetipps für Samt
Samtstoffe sollten, soweit es nicht anders vom Hersteller vermerkt wurde, nicht in der Waschmaschine gewaschen werden. Entweder geben Sie ihn in die chemische Reinigung, oder waschen ihn vorsichtig per Hand. Den Samt zum Trocknen weder auswringen noch reiben – drücken Sie das Wasser einfach nur leicht mit einem Frotteehandtuch aus. Vermeiden Sie es den Stoff zu falten, besser ist es ihn aufzuhängen. Um Falten zu entfernen in einem feuchtwarmen Raum aufhängen. Samtstoffe immer von links und mit geringem Druck bügeln.

Samt: der Trend frührerer Zeiten
Seinen Ursprung hat Samt im Orient, von dort führten ihn die Venezianer nach Europa ein. Italien gründete am Anfang des 13. Jahrhunderts die erste Samtweberzunft und blieb über Jahrhunderte hinweg führend in der Herstellung des kostbaren Stoffes. Vom 15. bis ins 17. Jahrhundert waren Samtstoffe beim europäischen Adel besonders begehrt, war sowohl in der Mode als auch in der Einrichtung nicht wegzudenken. Nicht umsonst wird Samt auch heute noch als „Königsstoff“ bezeichnet.