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Teppiche für schönes Wohnen

Mit einem neuen Teppich zieht Behaglichkeit in die Wohnung ein! Wir präsentieren die schönsten Teppiche, zeigen die neusten Trends, wie Orient-Teppiche, und geben eine kleine Teppich-Kunde.

Teppiche setzen dekorative Akzente und sorgen für bequeme Wohnqualität – vor allem, wenn es sich um trittfeste und schalldämmende Teppiche handelt. Kurzum: Ein Teppich ist etwas wundervolles, er gibt unserer Wohnung diese besondere warme, gemütliche Ausstrahlung.

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Teppich: die Trends

Die Kombination aus modernen Möbeln und klassischem Teppich ist derzeit immer mehr im Kommen. Ein großer Perserteppich passt zum Beispiel wunderbar zu modernen Möbeln, Sofalandschaften oder Sesseln. Wem der traditionelle Perser jedoch zu gewöhnungsbedürftig ist, der kommt mit einem modernen Teppich im Orient-Design auf seine Kosten: Viele Hersteller wie zum Beispiel House Doctor bieten frische Interpretationen des Teppich-Klassikers. Reduzierte Muster oder neue Farbkombinationen machen diese Art von Teppich zum wahren Liebhaberstück. Auch neu eingefärbte, echte Orientteppiche genießen eine steigende beliebtheit. Ikea hat beispielsweise eine eigene Variante im Programm. Exklusive “Vintage-Teppiche” gibt es zum Beispiel von “Miinu” – diese Teppiche sind allerdings auch deutlich kostspieliger als die günstige Ikea-Variante.

Vintage-Teppiche liegen im Trend! Die originellen Stücke verschönern jedes Ambiente.

Neben den modernen Teppichen im Orient-Look sind auch Teppiche aus Bambus, Leder oder Fell im Trend. Ein Teppich aus einem dieser Materialien ist ein Hingucker. Wer Lust auf einen Teppich aus Kuhfell oder Leder hat, sollte darauf achten, dass die übrigen Möbel eher dezent sind und nicht im Wettstreit mit dem Teppich um die Aufmerksamkeit buhlen. Das kann schnell unruhig wirken.

Besonders gefragt sind auch Teppichfliesen, mit denen man seine eigene Teppich-Landschaft kreieren kann. Ein solcher Teppich hat fast schon skulpturalen Charakter und setzt als Designobjekt wohnliche Akzente. Positiver Nebeneffekt: Bei Verschmutzung können einzelne Teppichfliesen ausgetauscht werden, ohne dass der gesamte Teppich ersetzt werden muss.

Kleine Teppich-Kunde

Geknüpft, gewebt oder getuftet: Der Teppich und die verschiedenen Herstellungsmethoden.

Handgeküpfter Teppich von Kinnasand

Teppich mit Knüpfmethode
Knüpfen ist die älteste Methode, einen Teppich herzustellen. Da die einzelnen Garne von Hand verknotet werden, können sie besonders eng nebeneinander liegen. Die hohe Dichte der Fäden macht den Teppich sehr weich und schmutzabweisend, die feine Technik ist auch ideal für aufwändige Muster im Teppich.

Gewebter Teppich von Kinnasand

Teppich mit Webmethode
Auch auf Webteppichen finden sich komplizierte Muster in vielen Farben. Gewebt wurde der Teppich anfangs per Hand, später mechanischen Webstuhl und seit 1850 auch maschinell. Bekannteste Vertreter der Webteppiche sind die Orient-Teppiche mit ihren kunstvollen Motiven.

Schlingenteppich in raffinierter Tufttechnik von Co-Designers

Teppich in raffinierter Tufttechnik von Co-Designers

Teppich mit Tufttechnik
In den USA nähten Siedler schon zu Beginn des 17. Jahrhunderts Teppiche mit Nadel und Faden. Dazu büschelten sie kurze, weiche Garne und stachen sie in ein Basisgewebe. Das “Handtufting” (engl. tuft = Büschel) ermöglicht noch heute einen Teppich mit besonders langen Fäden.

Der Flor beim Teppich ist dann bis zu 100 mm lang. Auch die Tufttechnik funktioniert inzwischen maschinell. Um den Tuftteppich zu fixieren, gummiert man die Teppich-Unterseite. Das erspart eine Anti-Rutsch-Matte, die sich übrigens bei Web- und Knüpfteppichen empfiehlt.

Pflegetipps für den Teppich

Gegen alle Vorurteile ist ein hochfloriger Teppich nicht empfindlich oder schwer zu reinigen. Oft werden sie sogar aus der robusten New Zealand Wool gefertigt, deren extralange Fäden besonders strapazierfähig sind. Ein solcher Teppich lässt sich mit der glatten Düse des Staubsaugers gut reinigen. Bei kurzem Flor bis 15 mm können Sie eine rotierende Bürste benutzen.

Flecken im Teppich entfernt man mit mildem Shampoo und lauwarmem Wasser meist problemlos aus einem Teppich aus Wolle (oft gibt es Pflegehinweise auf der Teppich-Unterseite). Um Milbenuntermieter im Teppich effektiv auszuquartieren, ist alle zwei Jahre eine Grundreinigung in der Teppichwäscherei sinnvoll. Hausstauballergiker wählen am besten einen kurzflorigen Teppich oder zumindest sehr dichten Teppich und einen Staubsauger mit Mikrofilter.

Schlicht oder ausgefallen? Teppiche geben Räumen eine individuelle Note.

Teppich-Siegel für Auslegware

Beim Kauf eines Teppichs und bei der Verlegung von einem Teppich sind Vorsicht geboten. Manche Teppiche enthalten gesundheitsschädliche Stoffe wie Asbest, FCKW, Formaldehyd oder Pestizide. Achten Sie also beim Kauf von einem Teppich auf das Zertifikat des Carpet Quality Club mit dem roten “t”, denn das Produktzertifikat zeichnet geprüfte Teppichböden aus.

Verzichten Sie möglichst auf das Verkleben von einem Teppich. In Klebern können leicht- bzw schwerflüchtige Lösungsmittel enthalten sein, die zu körperlichen Beschwerden wir Kopfschmwerzen oder Atembeschwerden führen können. Alternativen sind zum Beispiel Verspannen oder Verhaken mit Klettband.

In einigen Fällen muss der Teppichboden jedoch verklebt werden, z.B. bei Fußbodenheizungen oder im Büro, wo die Rollen der Bürostühle über den Teppich gleiten. In diesen Fällen sollten Sie auf wasserbasierte, lösemittelfreie Dispersionskleber zurückgreifen. Achten Sie beim Kauf des Klebers unbedingt auf den Hinweis “sehr emissionsarm” mit dem gemeinsam vom TÜV und TFI Textiles & Flooring Institute vergebenen Zertifikat. Klebstoffe mit dem TÜV/TFI-Zeichen sind auf Schadstoffe und Emissionen geprüft.

Text: Berenice Eulenburg