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Die Welt zu Hause

Ethnostil


Nach den Farben Indiens, der Mustervielfalt Afrikas und dem goldenen Orient führt uns die Reise, auf den Spuren der großen Kulturen, nun nach Asien und Lateinamerika.




Asien


Japanische Fächer sind praktisch und ästhetisch zugleich.
Zarte Farben und leichte Materialien
Die Asiaten, besonders Chinesen und Japaner, sind Spezialisten in der Verwendung und Herstellung leichter Materialien. Schon im zweiten Jahrhundert gab es bereits in Peking Papiertaschentücher.

Asiaten verwenden Papier auch gerne bei der Inneneinrichtung, beispielsweise bei den japanischen "Shoji", das sind mit durchscheinendem "Washi-Papier" bespannte Raumteiler. Die chinesische Tapete, die fast ausschließlich aus mit Leinen verstärktem Bambuspapier gefertigt wird, ist ebenfalls charakteristisch für die asiatische Kultur. Beliebt sind florale Muster mit Pflanzen, Blumen, Vögeln, Fische, Drachen und Insekten, oder Landschaftsszenen und Darstellungen aus dem Alltagsleben.

Auch asiatische Fächer und Lampions bestehen aus den charakteristischen Materialien, wie sie für viele Alltagsgegenstände verwendet werden: Reispapier, Zypressenholz und Bambus. Überhaupt dient Bambus in Asien als Allzweckmaterial: Es wird zur Korb- und Papierfertigung, beim Gerüst- und Gartenbau als Werkstoff verwendet. Aus Bambusfasern werden ebenso Textilien gefertigt. Luftiger und angenehmer als grober Bambusstoff ist jedoch die beliebte Seide. Der edle Stoff hat in China seinen Ursprung und wird noch heute aus den Kokons der Seidenspinnerraupe gefertigt.
Neben den leichten Materialien steht Asien auch für die Verwendung eher zarter Farben, wie Rosé, Creme oder Türkis.


Lateinamerika


Farbenfrohe Stoffe und traditionelle Hüte
Das Erbe der Inkas
Die indigenen Völker sind die Einwohner Lateinamerikas mit der längsten Tradition. Zur Zeit der spanischen Eroberung gab es mindestens 80 Volksgruppen allein in Bolivien, von denen heute nur noch etwa 40 ethnische Gruppen existieren. Zu den Größten gehören die Quechua, Aymara und die Chiquitanos, Guaraní und Moxeños.

Selbst in diesen Kulturen gibt es weitere regionale Unterschiede in Mythen, Riten, Textilien und Tänzen. Gemeinsam ist ihnen allen aber ihre altherkömmliche Wirtschaftsweise: die Landwirtschaft in tieferen Regionen, und in höheren Regionen die Weidewirtschaft. Aus der Inkazeit stammt die Kunst des Webens mit Baumwolle und Wolle von Alpakas, Lamas, Guanakos und Vikunjas. Die Stoffe werden mit natürlichen Farbstoffen eingefärbt und durch verschiedene Webmuster verziert.

Online-Tipps
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Zu den sogenannten Pallays, den wiederkehrenden Websymbolen, gehören Diamanten, Sonnen, Sterne, Augen, Schlangen oder Zigzagmuster.

Das wohl bekannteste Kleidungsstück der indigenen Völker ist der Poncho. Traditionell wird er aus rauher Wolle gewebt. Material, Fadendicke, technische Perfektion und Größe des Stoffes lassen auf soziale Stellung des Trägers schließen.
Bunte Röcke mit Stickereien im Saum gehören ebenfalls zu vielen lateinamerikanischen Trachten der Frauen, die sich auch bei Wohnaccessoires wiederfinden.

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Fotostrecke zum Thema

Foto: Jonas von der Hude
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