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WOHNSTIL

Das lieben die Amerikaner


Nordamerika, das sind Kanada und die Vereinigten Staaten von Amerika. Das sind Holzhäuser mit Veranda, Sprossenfenster, Doppelgarage und gepflegte Vorgärten. Wie zeigen Ihnen, was sonst noch zum typisch amerikanischem Lebensstil gehört.


Amerikaner lieben große Dinge, das gilt auch für ihre Einrichtung: In der Küche steht ein XXL-Kühlschrank und der Kleiderschrank kann nicht groß genug sein. Und sie mögen traditionelle Handwerkskunst, die den amerikanischen Landhausstil prägen.

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Amerikanischer Quilt


Bedeutungsvoll: Jeder Quilt erzählt eine Geschichte
Ein Quilt ist eine Steppdecke, die aus drei kunstvoll zusammengenähten Stofflagen besteht.

Die Tradition geht bis ins 17. Jahrhundert zurück. Europäische Einwanderer brachten diese Art der Decke nach Amerika. Die Armut zwang die Menschen aus allem etwas zu machen. So wurden Stoffreste, ob von alten Mänteln, zerschlissenen Kleidern oder Bettdecken, zu einer wärmenden Decke zusammengenäht - und damit war das Patchwork erfunden.

Erst um 1840 produzierte die amerikanische Textilindustrie ausreichend Stoffe, und das Nähen künstlerischer Quilte war damit möglich.

Farbe und Muster sagen viel über die Bedeutung der Steppdecken aus. So gibt es Quilte entsprechend der Jahreszeiten, Hochzeits- oder Abschiedsquilte und Quilte als Geschenk zur Geburt eines Kindes.

Shaker-Möbel


Geschichtsträchtig: schlichte Möbel aus Holz
Shaker-Möbel aus Holz haben in den USA eine lange Tradition. Die Herstellungsweise und das Design gehen auf die Glaubensgemeinschaft der Shaker zurück, eine im 17. Jahrhundert aus dem Quäkertum hervorgegagene Freikirche. Die charakteristischen Holzmöbel zeichnen sich durch Funktionalität und Schlichtheit aus, ursprünglich galten die reduzierten Möbel als Zeichen für die asketische Lebenseinstellung der Shaker.

Einen besonderen Status besitzt der Shaker-Schaukelstuhl. Der um 1620 erstmalig erbaute Stuhl ist der "Urvater" aller Schaukelstühle, noch heute wird er in dieser ursprünglichen Form hergestellt. Alle Shaker-Möbel werden aus nordamerikanischen Hölzern, wie Pinie, Ahorn oder Nussbeum gefertigt, und bis heute sind sie wichtiger Bestandteil amerikanscher Handwerkskunst.

Hollywoodschaukel


Entspannend: eine "Porch-Swing" auf der Veranda
Bei uns heißt sie Hollywoodschaukel, in den USA nennt man sie "porch swing", also Verandaschaukel.
Als in den fünfziger Jahren die ersten Hollywoodfilme nach Deutschland kamen, wurde das bequeme Gartenmöbel auch hierzulande bekannt. Die Deutschen wählten den Namen der Kinostadt - so war der Begriff geboren.

Bei uns gilt die Hollywoodschaukel als altmodisch, in den USA gehört sie einfach dazu, sei es auf der Veranda oder in öffentlichen Parks. Sie ist aus Holz, Metall oder mit Polsterbezügen ausgestattet.

Einbauschrank


Typisch amerikanisch: elegante Schrankfront
Foto: www.cabinet.de
In den USA gehören sie einfach zur Grundausstattung: Einbauschränke. Sie sind fast in jedem Haus, jeder Wohnung und Appartment zu finden, und sind mittlerweile auch bei uns beliebte Stauraummöglichkeiten geworden, da Nischen und Ecken optimal genutzt werden können. Perfekt!

Kühlschrank


Kultobjekt: amerikanischer Kühlschrank
Der Kühlschrank ist aus heutigen Haushalten nicht mehr wegzudenken, die Amerikaner lieben ihn in XXL, am besten mit integriertem ice crusher, und dort fängt seine Geschichte auch an.

Um 1900 begannen US-amerikanische Unternehmen mit der Entwicklung von Kühlgeräten für private Hauhalte auf Basis der Kompressortechnik. Die ersten Kühlschränke wurden 1918 in Detroit verkauft - gerade mal 67 Stück. Die amerikanische Firma "Frigidaire" stand Pate bei der Benennung der elektrischen Kühlschränke. Und so werden noch heute in englischsprachigen Ländern Kühlschränke als "Fridge" oder "Refridgerator" bezeichnet.

Ein Lusxusartikel wird zum Alltagsgegestand: 1921 wurden in den USA rund 5000 Kühlschränke hergestellt, nur wenige Menschen konnten sich einen solchen Luxus leisten. Auch in den 50er Jahren war ein Kühlschrank immer noch eine teure Sache, drei Monatslöhne mussten die Amerikaner dafür zahlen, zehn Jahre später noch zwei Drittel eines durchschnittlichen Monatslohns.

Bemerkenswert ist die neue Retrowelle. Kühlschränke im Design der 50er Jahre aber mit neuer Technik ausgestattet, machen in modernen Küchen eine gute Figur.

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