Hausfreunde
Auf die Minute: der Wagenfeld-Eierkocher
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Das perfekte Frühstücksei ist wie gutes Design eine Frage des Geschmacks,
findet Wohnressortleiterin Maja Schacht. Zu Ostern bringt sie beides auf den Tisch.
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Wie essen sie Ihr Frühstücksei am liebsten? Gekocht,
gerührt, gespiegelt? Als Omelette, "russisch",
im Glas? Für Liebhaber des Letzteren empfehle ich
den Eierkocher von Wilhelm Wagenfeld.
Der Designer (1900 bis 1990) war einer der ersten
seiner Zunft, studierte und lehrte dann später am berühmten
Bauhaus in Dessau. Bekannt geworden ist
er mit Gebrauchsgütern, die ansprechend fürs Auge
und zugleich brauchbar, preiswert und für die breite
Masse erschwinglich waren. Viele seiner Arbeiten
würden Sie sicher nicht sofort als Design ausmachen,
obwohl sie schon mal vor Ihnen auf dem Tisch standen.
Und genau das wollte Wagenfeld. So ergeht es
auch dem Eierkocher, den er 1933 entwarf und der
bis heute produziert wird.
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Für Wagenfeld war die
hervorragende Eigenschaft seiner Entwürfe "das Anspruchslose"
- und überkandideltes Design kann
man dem kleinen Glasgefäß mit Deckel beim besten
Willen nicht vorwerfen. Außer Eiern in jeglicher
Farbe, Form, Konsistenz und Geschmacksrichtung
lassen sich in ihm auch andere Speisen zubereiten:
Pasteten oder Süßspeisen zum Beispiel. Das Gefäß
wird einfach mit dem Bügel verschlossen und kommt
in den Ofen oder ins Wasserbad.
Bei meiner Recherche stieß ich in der Originalausgabe
des "Dr. Oetker Schulkochbuch" von 1960
auf ein hervorragendes Rezept für Eiermilch. Als Zutaten
sind unter anderem Zucker, ein Ei, heiße Milch
und Cognac nach Belieben angegeben. Unter dem
Text steht in Klammern: "(Diät)"!
Produktinfos
Eierkocher aus der Edition Wagenfeld
Preis: ca. 9,95 Euro Hersteller: Jenaer Glas www.jenaer-glas.com |
Fotos: Hersteller




















