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Hausfreunde
Multitasking am "Chateau"-Herd
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Ein Topf kommt selten allein, befürchtet Wohnressortleiterin Maja Schacht und
durchleuchtet die Vorzüge des Chateau-Herdes deshalb durchaus kritisch.
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Ich kann hervorragend kochen. Aromen
und Zutaten befinden sich immer in göttlichem
Einklang, mir brennt nie etwas an, und meine
Freunde ergehen sich regelmäßig in Lobeshymnen.
Solange ich nur einen Topf benutzen muss.
Haben Sie sich schon mal Gedanken gemacht,
warum der Eintopf heißt wie er heißt? Genau -
weil man dafür nur EINEN Topf braucht! Ehrlich,
ich rühre Ihnen im Handumdrehen ein Chili con
Carne, und meine Erbsensuppe ist legendär. Aber
ein Sonntagsbraten mit Knödeln und Rotkohl treibt
mir den Angstschweiß auf die Stirn. Multitasking
ist nämlich, ganz klischeeunüblich, nicht meine
Stärke. Auf jeden Fall nicht am Herd.
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  Herd "Chateau 120" Foto: www.lacornue.com
So gesehen ist mein aktueller Hausfreund natürlich
Verschwendung, sozusagen Perlen vor die
Säue. Der Chateau-Herd mit seiner extragroßen
Ringplatte erlaubt nämlich genau das, was mein
persönlicher Horror ist: das Jonglieren mit mehreren
Töpfen gleichzeitig. Genau das hatte sein Erfinder,
der Pariser Handwerker und Feinschmecker
Albert Dupuy, Anfang des 20. Jahrhunderts
aber im Sinn: Er machte sich die relativ neue Gasversorgung
der Stadt zunutze und konzipierte aus
Gusseisen, Stahl, Messing und Emaille den ersten
Brat- und Backapparat La Cornue.
In den Fünfzigerjahren,
dem goldenen Zeitalter der elektrischen
Haushaltsgeräte, wurde der Herd modernisiert.
Seitdem ist das Braten und Backen sowohl mit Gas
als auch mit Strom möglich. Auch heute noch wird
jeder Herd von Hand zusammengesetzt, deshalb
verlassen pro Jahr auch nur um die 1000 Stück die
Fabrik im kleinen Städtchen Saint-Ouen-l'Aumône.
Produktinfos
Herd "Chateau 120"
Erfinder: Albert Dupuy
Preis: ab 24.000 Euro
www.lacornue.com
Außen nostalgisch und innen hochmodern gilt der
Chateau als der Rolls-Royce unter den Herden.
Eine Kampfansage an "Eintöpfler" wie mich.
In meinen kühnsten Träumen hantiere ich
trotzdem weiter mit Kasserollen und Kokotten,
binde Soßen, püriere Pürees, gratiniere Gratins
gleichzeitig. Das alles im Designerfummel am
aquamarinblauen Chateau-Herd. Schließlich bietet
der neben seinen inneren Werten auch noch
super Proportionen, ein ansprechendes
Äußeres und ist auch sonst echt heiß.
O. k. - eine große Klappe hat er, aber die habe ich auch.
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Fotos: Hersteller |