Hausfreunde
Licht an! La Lampadina
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Wenn die
Tage kürzer werden, empfiehlt Wohnressortleiterin Maja
Schacht
"Lampadina" - auch wenn
manche im Dunkeln tappen, wieso
eine Glühbirne Design sein soll.
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"Wo ist denn der Schirm?", fragt
meine Freundin Julia, als ich ihr
stolz meine neue Hausfreundin, die
Lampadina, zeige, und rümpft die
Nase. "Es gibt keinen", antworte ich
und setze mich sofort zur Wehr -
wie damals, als sie mich wegen
meines Minirocks oder der angeblich
zu engen Jeans kritisierte. Das
sei ja gerade der Witz, die Leuchte
brauche keinen Schirm, sie sei schlicht schön und mache
ganz tolles Licht und schließlich sei sie von einem der
größten Designer des letzten Jahrhunderts und, und, und ...
Alle Belehrungsversuche prallen ab. Julia, die die Zeitschrift,
für die ich schreibe, immer gleich weiterverschenkt, wenn
ich ihr ein Exemplar mitbringe - diese Julia lässt sich nicht
umstimmen. "Ich bleibe dabei. Da fehlt der Schirm."
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Also, noch mal langsam: Das kleine Lämpchen hat der
italienische Produktdesigner Achille Castiglioni (1918-2002)
im Jahr 1972 für den Leuchtenhersteller Flos entworfen. Es
sieht deshalb aus wie eine simple Glühbirne, weil es nach
dem Prinzip der Readymades funktioniert: Dabei handelt
es sich um eine ursprünglich aus der bildenden Kunst
stammende Bewegung, bei der bereits existierende Objekte
überarbeitet oder in neue Zusammenhänge gestellt
wurden. Castiglioni und seine beiden Brüder entwarfen
viele solcher Möbel und Produkte, darunter sehr viele
Leuchten - das Licht und der Strom übten eine ganz besondere
Anziehungskraft auf sie aus.
Produktinfos
"Lampadina" hat eine
Fassung aus Bakelit, wahlweise in Schwarz oder
Orange, ist ca. 24 cm hoch
Design: Achille Castiglion, 1972 Preis: ca. 80 Euro Hersteller: Flos www.flos.net |
Fotos: Hersteller





















