Euphorbia milii Christusdorn

Christusdorn

Pflanzenfamilie

Euphorbiaceae (Wolfsmilchgewächse)

Allgemein

Auch wenn es manchem so vorkommen mag: Zu den Kakteen gehört der Christusdorn mit seinen stachelbesetzten Stielen nicht. Eng verwandt ist er dagegen mit dem Weihnachtsstern. Man erkennt es an dem giftigen weißen Milchsaft, den alle Wolfsmilchgewächse in den Trieben haben. Etwa 150 Jahre ist es her, dass der erste Christusdorn aus Madagaskar, wo er ganze Dornbuschsteppen bildet, nach Europa eingeführt wurde. Seitdem hat er als Zimmerpflanze viele Freunde gefunden. Zum einen wegen seines bizarren Aussehens, zum anderen aber sicher auch, weil er vor allem im Winter so pflegeleicht ist. Denn im Gegensatz zu den meisten anderen Pflanzen ist er mit der trockenen Luft in unseren geheizten Zimmern zufrieden.
Außerdem gehört er zu den Pflanzen, die jahrzehntelang auf der Fensterbank stehen können. Im Laufe der Zeit wächst er zu einem üppigen Busch heran. Einen Christusdorn können Sie übrigens auch gut in Hydrokultur halten.

Arten

Von der Art Euphorbia milii (syn. E. splendens) gibt es verschiedene Sorten, meist mit kräftig roten, seltener mit gelben oder rosafarbenen Hochblättern. Dem Christusdorn ähnlich sind die neueren Euphorbia-Lomi-Hybriden, kompakt wachsende und dauerhaft blühende Sorten aus der Kreuzung von Euphorbia Lophogona mit Euphorbia milii. Sie blühen weiß, gelb, rosa oder rot.

Standort

Von seiner Heimat her ist der Christusdorn viel Wärme, volle Sonne und trockene Luft gewohnt. Mithin also die ideale Pflanze fürs Südfenster. Auch den Winter über kann er in geheizten Wohnräumen stehen.

Pflege

Wenn der Christusdorn wächst und blüht, muss er regelmäßig, aber nicht zu reichlich gegossen werden. Wenn Sie ihn einmal vergessen, lässt er seine Blätter fallen. Stellen Sie ihn dann etwas kühler, und gießen Sie allmählich wieder mehr. Die Euphorbia-Lomi-Hybriden brauchen wegen ihrer dauerhaften Blüte und den größeren Blättern mehr Wasser. Von April bis September wird etwa einmal wöchentlich gedüngt. Junge Pflanzen werden in jedem Jahr, ältere nur noch alle zwei bis drei Jahre umgesetzt. Nehmen Sie nicht zu große Töpfe und im Idealfall Kakteenerde. Der Christusdorn wächst aber auch in normaler Einheitserde. Zur Blüteninduktion braucht der Christusdorn einige Wochen lang einen Kurztag mit nicht mehr als 10 Stunden Licht pro Tag.

Vermehrung

Die Vermehrung durch Stecklinge gelingt gut im Frühjahr. Tragen Sie beim Schneiden der Stecklinge Handschuhe, denn der Saft ist giftig. In einem Erde-Sand-Gemisch wurzeln die Stecklinge bei etwa 24 Grad nach etwa drei Wochen.

Krankheiten und Schädlinge

Wenn der Christusdorn zu viel gegossen wird, vor allem im Winter, fangen leicht die Wurzeln an zu faulen. Oft lässt er sich dann auch durch Umtopfen und Trockenhalten nicht mehr retten. Manchmal lässt der Christusdorn alle seine Blätter fallen. Ein Zeichen, dass Sie ihn falsch behandelt haben. Meist liegt es daran, dass er kein oder zu wenig Wasser bekommen hat. Stellen Sie ihn etwas kühler, und geben Sie langsam mehr Wasser, dann bekommt er bald neue Blätter. Auch einen plötzlichen Temperaturwechsel verträgt die Pflanze nicht. Die Euphorbia-Lomi-Hybriden sind etwas anfällig für Mehltau.

Extratipp

Wenn Sie Stecklinge schneiden, müssen Sie als erstes den ausfließenden Milchsaft stoppen. Am einfachsten geht das, wenn Sie die Schnittstellen kurze Zeit in warmes Wasser (30 Grad) tauchen. Aber Vorsicht: Der Saft kann Hautreizungen hervorrufen!

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