Chrysantheme, Winteraster

Tipps, Tricks und Alles über Pflege, Standort und Pflanzenschutz.
Chrysantheme, Winteraster

Pflanzenfamilie

Asteraceae (Korbblütler)

Allgemein

Chrysanthemen waren früher einmal typische Herbstblumen. Heute gibt es sie fast das ganze Jahr über in vielen Blütenfarben zu kaufen. Im Zimmer sind sie pflegeleicht, brauchen allerdings viel Wasser. Die Topfchrysanthemen, ihrer natürlichen Blütezeit wegen gelegentlich auch Winterastern genannt, sind im Garten so schön wie in der Vase, im herbstlichen Balkonkasten so dekorativ wie auf der Fensterbank. Und sie sind so preiswert, dass man gleich eine große Schale mit vielen Pflanzen füllen kann.

Arten

Wer von Topfchrysanthemen spricht, meint eigentlich immer Dendranthema-Indicum-Hybriden (früher Chrysanthemum-Indicum- Hybriden). Sie werden vor allem in China und Japan gezüchtet, als Mischlinge dort heimischer Arten. Das Sortiment ist groß, teilt sich auf in einfache, halbgefüllte und gefüllte Sorten, in klein-, mittel- und großblumige - und natürlich in unzählige Blütenfarben von Schneeweiß bis hin zum dunklen Braun.

Standort

Wie bei den meisten Herbst- und Winterpflanzen hält auch bei den Chrysanthemen die Blütenpracht am längsten, wenn sie kühl stehen. Da aber im August/September, wenn die Chrysanthemen in Hülle und Fülle verkauft werden, sowieso noch wenig geheizt wird, können sie ruhig auch die Wohnzimmerfensterbank schmücken. Zum Überwintern allerdings müssen die abgeblühten Pflanzen wirklich kühl stehen, bei etwa 8 Grad. Chrysanthemen brauchen viel Licht, mögen aber keine grelle Sonne.

Pflege

Während der Blütezeit müssen die Pflanzen täglich gegossen werden. Die großen Blätter hängen sonst sehr schnell schlapp herunter, erholen sich aber nach dem nächsten gründlichen Wässern wieder. Nach der Blüte werden die Triebe etwa fingerlang über dem Topf abgeschnitten. Während der Ruhezeit nur so viel gießen, dass die Erde nicht austrocknet. Im Frühjahr kommen die Pflanzen in frische Erde und treiben wieder neu aus. Damit sie niedrig und buschig bleiben, sollten Sie die neuen Triebe mehrmals stutzen. Während der Hauptwachstumszeit im Sommer wird alle zwei Wochen gedüngt.

Vermehrung

Wenn überwinterte Pflanzen im Frühjahr wieder neu austreiben, können Sie Stecklinge schneiden. Nehmen Sie bis 8 cm lange Triebspitzen. Bei etwa 16-18 Grad, in einem leicht feuchten Erde-Sand-Gemisch, bilden sie schnell Wurzeln. Auch hier ist es wichtig, dass der Nachwuchs rechtzeitig und mehrmals gestutzt wird, damit sich viele Seitentriebe bilden.

Krankheiten und Schädlinge

Wenn Chrysanthemenblüten schnell verwelken, haben Sie wahrscheinlich zu wenig gegossen. Diese Pflanzen brauchen viel Wasser. Stehen die Pflanzen am falschen Platz, zu warm oder zu dunkel, stellen sich schnell Schädlinge ein: vor allem Spinnmilben, Thripse und Weiße Fliegen. Versuchen Sie zunächst, die Insekten über der Badewanne abzuspülen, bevor Sie zu chemischen Mitteln greifen. Gegen Weiße Fliegen helfen auch gelbe Leimtafeln, die es im Fachhandel gibt. Ist die Luftfeuchtigkeit zu hoch und stehen Pflanzen zu dicht zusammen, können Pilzkrankheiten wie Grauschimmel und Mehltau auftreten. Entfernen Sie alle erkrankten Pflanzenteile und ändern Sie den Standort.

Extratipp

Wundern Sie sich nicht, wenn ältere Chrysanthemen plötzlich in die Höhe schießen. Die Pflanzen werden beim Gärtner mit wachstumshemmenden Stoffen behandelt, deren Wirkung nach einiger Zeit nachlässt.

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