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Anthurium-Scherzerianum-Hybriden Flamingoblume, Anthurie

Anthurium-Scherzerianum-Hybriden: Flamingoblume, Anthurie

Pflanzenfamilie

Araceae (Aronstabgewächse)

Allgemein

Als Blattpflanze gibt die Flamingoblume nicht viel her. Wenn aber ihre lackroten Blütenscheiden erscheinen - bei guter Pflege das ganze Jahr über -, dann wird sie zur auffallenden Schönheit auf der Fensterbank. Die Hauptblütezeit der Anthurien reicht von Februar bis Mai. Unter guten Bedingungen aber kann sie fast das ganze Jahr über blühen. Wobei die eigentlichen Blüten klein und unauffällig an dem gedrehten Kolben sitzen. Das, was so auffällig rot (manchmal auch schneeweiß oder orange) ins Auge fällt, ist ein gefärbtes Hochblatt (Spatha), das sehr lange hält. Es gibt übrigens auch Anthurien, die ihrer schönen Blätter wegen gehalten werden. Sie sind aber eher für Treibhäuser oder geschlossene Blumenfenster geeignet.

Arten

Der Blüten bzw. Hochblätter wegen werden hauptsächlich zwei Arten kultiviert: die Große Flamingoblume (Anthurium andreanum) und die Kleine Flamingoblume (Anthurium-Scherzerianum-Hybriden). Besser für die Fensterbank geeignet sind die Sorten der zuletzt genannten Art. Sie bekommt besonders viele Blüten, hat allerdings nicht ganz so lackglänzende Hochblätter. Ihre Blätter sind kurzgestielt. Schön gezeichnete Blätter hat Anthurium crystallinum.

Standort

Geeignet ist jedes Fenster, an dem die Pflanzen zwar hell, aber vor allzu greller Sonne geschützt stehen. Sie brauchen viel Wärme und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Auch im Winter können sie im normal geheizten Zimmer stehen, wenn sie häufig besprüht werden (nicht die Hochblätter besprühen). Nur zur Zeit der Knospenbildung ist für sechs Wochen ein etwas kühlerer Platz (15 Grad) angesagt.

Pflege

Gießen Sie reichlich, aber mit lauwarmem, entkalktem Wasser. Nur dann, wenn die Anthurie kühler steht, bekommt sie weniger Wasser (im Dezember/Januar). In dieser Zeit wird auch nicht gedüngt, in den übrigen Monaten alle 14 Tage. Wenn die Wurzeln aus dem Topf wachsen, werden die Pflanzen vorsichtig umgetopft (im Frühjahr). Sie können hierfür Einheitserde nehmen, der Styroporflocken beigemischt werden.

Vermehrung

Am einfachsten teilt man Pflanzen beim Umtopfen. Oft kann man bewurzelte Seitentriebe abtrennen. Bei der Großen Flamingoblume kann man Triebspitzen abmoosen.

Krankheiten und Schädlinge

Wenn sich die Blattspitzen gelbbraun färben, ist das Wasser zu kalkhaltig. Rollen sich die Blätter vom Rand her ein, kann im Sommer die grelle Sonne daran schuld sein. Eingetrocknete Blattränder sind ein Zeichen für zu trockene Luft. Bei Staunässe faulen die Wurzeln sehr rasch. Oft ist die Pflanze dann nicht mehr zu retten. Ist die Temperatur zu niedrig und die Luft zu feucht, kann es zu Grauschimmel kommen. Befallene Blätter abschneiden. An Schädlingen treten häufig Blattläuse, Spinnmilben und Schildläuse auf, die mit den üblichen Mitteln bekämpft werden.

Extratipp

Flamingoblumen wachsen ganz ausgezeichnet in Hydrokultur.


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