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Adiantum Frauenhaarfarn

Adiantum: Frauenhaarfarn

Pflanzenfamilie

Adiantaceae (Frauenhaarfarne)

Allgemein

Zart und fein sind die blassgrünen Blättchen dieses Farns - wie Frauenhaar. Und wie eine Diva ist er empfindlich und hat Sonderwünsche an Standort und Pflege. Also keine Pflanze für Anfänger.

Der Frauenhaarfarn ist auf der ganzen Welt zu Hause. Einige der winterharten Arten wachsen dicht am Polarkreis, andere fühlen sich in den tropischen Regenwäldern Südamerikas wohl, viele kann man bei einem Urlaub in den Mittelmeergebieten bewundern. Die Zimmerarten zählen zu den nicht winterharten Gewächsen der feuchtwarmen Gebiete. Kann man ihnen diese ursprünglichen Bedingungen - viel Wärme, hohe Luftfeuchtigkeit - auch im Zimmer garantieren, wird man viel Freude daran haben.

Auffälligstes Kennzeichen dieser Farne sind die glänzenden, drahtartigen, schwarzbraunen Blattstiele und die unzähligen feinen, abgerundeten Blättchen. Ein Frauenhaarfarn, der gut gedeiht, wächst im Laufe der Zeit zu einem dichten, hellgrünen Busch. Der lateinische Name Adiantum bedeutet übrigens so viel wie nicht benetzt und deutet auf eine Eigenart dieses Farns hin: Wasser perlt von den Fächerblättchen wieder ab.

Arten

Der bekannteste Frauenhaarfarn fürs Zimmer ist Adiantum raddianum mit zahlreichen Sorten wie die goldgelbe "Brilliant Else", die kräftig wachsende "Brillant" oder die zart duftende "Fragrantissimum". Diese Art wird bis zu 50 cm hoch, hat zunächst aufrechte, später überhängende Wedel. Schlanker im Wuchs mit ganz zarten Wedeln ist A. tenerum. A. caudatum ist mit seinen langen Wedeln gut für Ampeln geeignet.

Standort

Als ursprünglicher Regenwaldbewohner braucht dieser Farn einen schattigen, warmen Platz. Die Temperaturen sollten nicht unter 18 Grad sinken. Die Luftfeuchtigkeit muss hoch sein; am besten stellen Sie elektrische Luftbefeuchter auf, da der Farn direktes Ansprühen nicht gut verträgt. Der Frauenhaarfarn darf nie im Zug stehen.

Pflege

Der Farn sollte den ganzen Sommer über regelmäßig und reichlich gegossen werden. Die Erde darf nie austrocknen, andererseits aber darf sich auch keine Staunässe bilden. Am besten lösen Sie dieses Problem durch Töpfe mit Automatikbewässerung. Im Winter wird weniger gegossen. Nehmen Sie immer lauwarmes, entkalktes Wasser. Von März bis Ende August wird alle zwei Wochen mit einer verdünnten Düngerlösung gedüngt. Sollten einmal Blattstiele vertrocknen, werden sie dicht über dem Boden abgeschnitten. Umgetopft wird im Frühjahr, in torfhaltige Erde.

Vermehrung

Ältere Pflanzen kann man im Frühjahr relativ problemlos durch Teilung des Wurzelstockes vermehren. Achten Sie darauf, dass an jedem Wurzelteilstück wenigstens ein Auge vorhanden ist.

Krankheiten und Schädlinge

Sprühen Sie den Frauenhaarfarn nie direkt an. Dann werden zuerst die Blattadern, dann die ganzen Blätter braun. Schädlinge wie Blatt-, Schild-, Wurzelläuse oder auch Thripse kommen leider recht häufig vor. Sie sind fast immer die Folge eines falschen Standortes oder falscher Pflege. Auch Zugluft kann die Pflanze so schwächen, dass sie rasch krank wird. Wenn bei einem Farn plötzlich die Blattränder welken und sich die Blätter einrollen, dann hat er entweder zuwenig Wasser bekommen oder aber die Luft ist zu trocken.

Extratipp

Wenn der Farn vertrocknete Wedel hat, schneiden Sie diese dicht über der Erde ab. Sorgen Sie für hohe Luftfeuchtigkeit und viel Wärme, dann treibt er bald wieder neu aus.


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