Campanula Glockenblume

Glockenblume (Campanula): Tipps, Tricks und Alles über Pflege, Standort und Pflanzenschutz.
Glockenblume

Pflanzenfamilie

Campanulaceae (Glockenblumengewächse)

Allgemein

Normalerweise kennt man die Glockenblumen aus dem Garten. Aber auch als Zimmerpflanzen haben sich einige Arten durchgesetzt. Ihre zarten Blütenglocken erscheinen im Sommer, zwischen Juni und September. Lassen Sie sich nicht täuschen, wenn Sie im Frühjahr im Blumenladen recht kurztriebige Glockenblumen kaufen. Nach einiger Zeit erreichen die Triebe eine ziemliche Länge. Dann sieht die Pflanze besonders hübsch aus, wenn sie in einer Schale an der Wand hängt oder über den Rand des Balkonkastens fällt. Leider ist Glockenblume ein bisschen empfindlich. So brechen ihre zarten Triebe leicht ab. Gehen Sie also sanft mit ihr um, vor allem dann, wenn Sie die Pflanze an einem Spalier anbinden wollen.

Arten

In den Kalkgebirgen des Mittelmeerraumes, aber auch in Vorderasien gibt es über 300 Glockenblumenarten. Als Zimmerpflanze werden bei uns zwei Arten verkauft, die beide in Italien beheimatet sind. Campanula fragilis blüht ab Ende Mai bis zum Juli, mit hellblauen Blüten, die an den Triebspitzen sitzen. Häufiger aber sieht man Campanula isophylla, auch Stern von Bethlehem genannt. Sie blüht etwas später, zwischen Juli und September. Die bekanntesten Sorten sind die schneeweiße "Alba" und die violette "Mayi". In der Pflege aber unterscheiden sich die Arten nicht.

Standort

Der beste Platz für eine Glockenblume ist luftig und hell. Gönnen Sie ihr, wenn möglich, einen Sommerurlaub auf dem Balkon. Im Zimmer muss die Pflanze vor greller Sommersonne geschützt stehen. Frostempfindlich sind alle Arten. Schon Anfang September müssen sie wieder ins Haus. Dann aber an einen kühlen Platz. Die Wintertemperaturen sollten nicht über 10 Grad ansteigen. Überwintert die Pflanze zu warm, treibt sie zu früh aus.

Pflege

Glockenblumen wachsen relativ rasch und brauchen dazu viel Nahrung. Halten Sie im Frühjahr und Sommer die Erde stets feucht, und düngen Sie von April bis Mitte August etwa einmal pro Woche. Nehmen Sie aber immer nur die Hälfte der auf der Packung angegebenen Düngermenge. Am kühlen Winterplatz wird wenig gegossen und nicht gedüngt. Verblühte Triebe werden im Herbst abgeschnitten. Umzutopfen brauchen Sie ältere Pflanzen nur alle zwei bis drei Jahre.

Vermehrung

Beim Umtopfen im Frühjahr kann man große Pflanzen teilen. Campanula fragilis wird meist durch Aussaat angezogen. C. isophylla dagegen kann man auch durch Stecklinge vermehren.

Krankheiten und Schädlinge

Glockenblumen sind leider ein bisschen empfindlich. Wenn sie zu feucht stehen, kann es zu Pilzbefall und Blattfleckenkrankheiten kommen. Schneiden Sie zuerst alle erkrankten Teile ab, dann müssen Sie die Pflanze mit einem Mittel besprühen, um den Rest vor einer Erkrankung zu schützen. Gelbe Blätter können verschiedene Ursachen haben: zu wenig Wasser, zu wenig Licht, zu wenig Dünger - also irgendein Mangel. Steht die Pflanze zu warm, treten Spinnmilben und Thripse auf. Beide müssen Sie umgehend mit den üblichen Mitteln bekämpfen. Zeigen sich auf den Blättern gelbe Streifen, Ringe oder Zickzacklinien, ist die Pflanze vom so genannten Mosaikvirus befallen. Da dieser Virus auf andere Pflanzen übertragen wird, die erkrankten Glockenblumen sofort vernichten.

Extratipp

Die Glockenblume können Sie mit normalem Leitungswasser gießen. Sie ist eine der wenigen Pflanzen, die Kalk im Wasser verträgt.

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