Phlebodium aureum Goldtüpfelfarn, Tüpfelfarn

Goldtüpfelfarn, Tüpfelfarn

Pflanzenfamilie

Polypodiaceae

Allgemein

Anscheinend hat sich noch nicht herumgesprochen, dass dieser Farn weniger kompliziert ist als viele seiner Kollegen. Sonst wäre er, hübsch wie er ist, sicher häufiger anzutreffen. Im Blumengeschäft werden meist winzige Pflänzchen verkauft, aus denen in einigen Jahren stattliche Farnexemplare werden. Über einen halben Meter lang können seine Wedel werden. Allerdings sieht er als junge Pflanze manchmal ein wenig mager aus. Das aber ändert sich bald. Kleine Exemplare lassen sich auch als Ampelpflanzen halten. Für ausgewachsene Pflanzen dagegen müssen Sie Platz einplanen - so viel, dass nicht jeder im Vorübergehen an die Wedel streift. Denn dann welken bald die Spitzen des Farns.

Arten

Von der Gattung Phlebodium kennt man nur eine Art: Phlebodium aureum. Sie ist in den tropischen Gebieten Südamerikas beheimatet. Bis vor kurzem war dieser Farn noch in der Gattung Polypodium zu finden, wurde dann aber von den Botanikern umgruppiert. Der Namenszusatz aureum bedeutet übersetzt goldgelb und bezieht sich auf die Rhizome, die mit goldbraunen Schuppen überzogen sind. Neben der reinen Art werden auch noch zwei Zuchtsorten angeboten. "Glaucum crispum" hat größere Blättchen mit stärker gekrausten Rändern; "Mandaianum" hat tiefer eingeschnittene Blätter mit gewellten Zipfeln. In der Pflege unterscheiden sie sich nicht.

Standort

Die Goldtüpfelfarn bevorzugt einen halbschattigen Platz. Am besten geeignet ist ein Ost- oder Westfenster. Aber auch im Schatten gedeiht er noch recht gut. Nur grelle Südsonne ist nichts für ihn. Im Sommer schätzt er hohe Temperaturen. Und auch im Winter sollte es nicht kühler als 16 Grad sein. D.h. der Farn kann das ganze Jahr über im Wohnzimmer bleiben - auch wenn die Zentralheizung läuft. Trockene Luft verträgt er relativ gut. Trotzdem kann es nicht schaden, wenn Sie an warmen Tagen - sowohl im Sommer als auch im Winter - gelegentlich die Wedel mit lauwarmem Wasser besprühen.

Pflege

Wichtig ist, wie bei jedem Farn, das gleichmäßige Gießen. Die Erde sollte stets leicht feucht sein. Nehmen Sie nie eiskaltes, sondern immer zimmerwarmes Wasser. Alle 14 Tage wird gedüngt, vom April bis zum September. Für den Goldtüpfelfarn reicht allerdings die Hälfte der auf der Packung angegebenen Dosis aus. Umgetopft wird im Frühjahr, in eher flache Töpfe und Einheitserde. Der Goldtüpfelfarn wächst ausgezeichnet in Hydrokultur.

Vermehrung

Am einfachsten lässt sich dieser Farn vermehren, indem Sie beim Umtopfen den Wurzelstock teilen. Auch eine Vermehrung durch Sporenaussaat ist möglich, wenn auch nicht ganz einfach. Die gelbbraunen Sporenbehälter sitzen als dicke Punkte unter den Wedeln. Sind die Sporen reif, fallen sie heraus. Sie dürfen beim Aussäen nicht mit Erde bedeckt werden. Die Sporen brauchen zum Keimen eine außergewöhnlich hohe Luftfeuchtigkeit. Und sie wachsen nur sehr langsem zum Farn heran.

Krankheiten und Schädlinge

Für Krankheiten ist der Goldtüpfelfarn nicht sehr anfällig. Auch Schädlinge tauchen relativ selten auf. Das einzige, was er wirklich übel nimmt, ist unregelmäßiges Gießen. Erstes Anzeichen sind welke Blattränder. Sorgen Sie dafür, dass er täglich seine Portion Wasser bekommt.

Extratipp

Wurzelteile, die über den Rand des Topfes wachsen, dürfen Sie beim nächsten Umtopfen nicht mit in die Erde stecken.

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