Ficus elastica Gummibaum

Gummibaum

Pflanzenfamilie

Moraceae (Maulbeergewächse)

Allgemein

Er ist der bekannteste Vertreter einer riesigen Pflanzengattung - und bringt lauter gute Eigenschaften mit: Er ist robust und pflegeleicht und dazu preiswert - eine Pflanze für Anfänger. Gummibäume findet man überall: in Wohnräumen genauso wie in Treppenhäusern, in Büros und in Arztpraxen. Obwohl er aus ziemlich entfernten Ländern zu uns gekommen ist - seine Heimat ist Java, Sumatra und das Malaiische Archipel -, fühlt er sich in unseren Wohnzimmern zu Hause. Zwar war er Anfang der achtziger Jahre von einigen seiner Verwandten etwas zurückgedrängt worden, inzwischen hat er aber wieder viel von seiner früheren Beliebtheit zurückgewonnen und wird in allen Blumenläden verkauft.

Arten

Ficus elastica ist eine von rund 1000 Ficus-Arten. Damit ist diese Gattung die größte und artenreichste aus der Familie der Maulbeergewächse. Im Handel sind verschiedene Kulturformen von Ficus elastica, zum Beispiel die breitblättrige, dunkelgrüne Sorte "Decora" oder "Tineke", eine Sorte mit weißen Blatträndern, die etwas mehr Licht braucht.

Standort

Zwar wächst dieser Gummibaum in kühleren wie in wärmeren, in helleren wie in dunkleren Räumen, aber natürlich hat er auch einen Lieblingsplatz. Der ist hell- bis halbschattig, nie vollsonnig, möglichst luftig, aber nicht dem Zug ausgesetzt. Im Sommer möchte die Pflanze schön warm stehen, im Winter gern etwas kühler, bei etwa 16 Grad. Aber auch ein wärmerer Standort wird vertragen.

Pflege

Während der Wachstumszeit im Frühjahr und Sommer brauchen vor allem größere Exemplare mit vielen Blättern reichlich Wasser, alle zwei Wochen mit einer Portion Flüssigdünger. Im Winter müssen Sie etwas vorsichtiger gießen. Bei hohen Temperaturen ist er für gelegentliches Besprühen dankbar. Außerdem sollten Sie gelegentlich den Staub von den Blättern wischen. Jüngere Pflanzen müssen jährlich, ältere nur noch alle drei Jahre im Februar/März umgetopft werden. Nehmen Sie nicht zu große Töpfe, und denken Sie an eine Drainageschicht.

Vermehrung

Üblicherweise vermehrt man einen Gummibaum durch Abmoosen. Möglich ist aber auch die Stecklingsvermehrung. Wichtig dabei: Sie müssen genau durch den Blattknoten schneiden, nicht darunter und nicht darüber. Allerdings brauchen Stecklinge eine hohe Bodenwärme: 28-30 Grad. Abmoosen kann man übrigens das ganze Jahr über. Stecklinge schneidet man am besten im Juni/Juli.

Krankheiten und Schädlinge

Der Gummibaum zählt zu den recht unempfindlichen Pflanzen. Trotzdem gibt es einiges, was er nicht verträgt. Steht er z.B. zu kühl, unter 10 Grad, stockt das Wachstum. Wirft er plötzlich die Blätter ab, sind meist Standortveränderungen schuld daran - oder ein zugiger Platz. Wächst er über die obere Fensterkante hinaus, sodass die Spitze nicht mehr genug Licht bekommt, bleiben die Blätter ziemlich klein. Wenn sich die Blätter zuerst verfärben, dann erst unten, später auch oben abfallen, kann Staunässe Ursache sein. Sofort umtopfen! An Schädlingen können Schildläuse und Spinnmilben auftreten.

Extratipp

Wenn Sie einen Gummibaum zurückschneiden, können Sie den auslaufenden Milchsaft durch Betupfen mit Holzkohlepulver oder auch mit Zigarettenasche stillen.

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