Hanfpalme (Trachycarpus fortunei)

Tipps, Tricks und alles über Pflege, Standort und Pflanzenschutz.
Hanfpalme (Trachycarpus fortunei)

Pflanzenfamilie

Arecaceae (Arecapalmen)

Allgemein

Sie ist eine unserer ganz robusten Zimmerpalmen, die man in Gebieten mit einem milden Weinbauklima sogar im Garten ziehen und auch dort überwintern kann, denn sie verträgt etwas Frost. In der Natur kann eine Hanfpalme leicht 10 m hoch werden. Auch im Kübel erreicht sie stattliche Maße. Im späten Herbst, wenn die Palme wieder ins Haus kommt, kann das schon einige Platzprobleme mit sich bringen. Hanfpalmen bekommen einen richtigen Stamm, der dicht mit braunen Fasern bedeckt ist. Die glänzend grünen Wedel sitzen an langen Blattstielen, die an den Rändern mit dornen ähnlichen Höckern besetzt sind.

Arten

In Asien kennt man etwa ein halbes Dutzend Trachycarpus-Arten. In Europa dagegen wird hauptsächlich eine kultiviert: Trachycarpus fortunei. Sie ist ursprünglich in China und Südjapan zu Hause und wird dort als Nutzpflanze angepflanzt.

Standort

Wie die meisten Palmen sollte auch diese zwar hell stehen, aber nicht unbedingt in der grellen Sonne. Ältere Palmen allerdings vertragen mehr Sonne als junge. Wichtig ist ein luftiger Platz. Steht die Hanfpalme im Zimmer, sollten Sie im Sommer häufig das Fenster öffnen. Besser allerdings ist ein Sommeraufenthalt auf dem Balkon oder der Terrasse. Im Winter wird es ein wenig problematisch. Dann nämlich sollte eine Hanfpalme sehr kühl stehen - frostfrei zwar, aber nicht viel wärmer als bei 5 Grad. Vergessen Sie nicht, den Überwinterungsraum an frostfreien Tagen zu lüften.

Pflege

Während der warmen Jahreszeit braucht die Hanfpalme sehr viel Wasser. Im Winter, am kühlen Platz, sollten Sie die Erde nur leicht feucht halten. Vermeiden müssen Sie Staunässe, es darf nie Wasser im Untersatz stehen. Sind die Temperaturen hoch, wird gelegentlich gesprüht. Wischen Sie ruhig auch von Zeit zu Zeit den Staub von den Wedeln.
Eines ist wichtig: Das Wasser sollte möglichst kalkfrei und der Zimmertemperatur angepasst sein - im Sommer also wärmer, im Winter ruhig etwas kühler. Während der Vegetationszeit, von April bis Ende August, wird alle 14 Tage gedüngt. Die Hanfpalme wächst nicht sehr schnell. Deshalb genügt es, auch junge Pflanzen nur alle zwei Jahre umzutopfen. Bei älteren können Sie die Abstände noch weiter auseinander ziehen. Zum Umtopfen geeignet ist eine mit etwas Sand vermischte Einheitserde. Große Palmen brauchen einen schweren Kübel; Plastiktöpfe sind weniger geeignet.

Vermehrung

Vermehrt werden diese Palmen ausschließlich durch Aussaat. Je frischer der Samen ist, desto besser keimt er. Den Keimerfolg können Sie noch steigern, wenn Sie die harten Samen zuerst ein bis zwei Tage in lauwarmem Wasser vorquellen. Rechnen Sie aber trotzdem mit ein bis zwei Monaten, ehe sich die ersten Keimspitzen zeigen. Bodenwärme bei der Keimung: 25-30 Grad.

Krankheiten und Schädlinge

Braune Blattspitzen lassen sich nur selten ganz vermeiden. Ursachen können zu trockene Luft, aber auch die Qualität des Gießwassers sein. Solche welken Spitzen können Sie abschneiden - aber nie bis ins gesunde Gewebe hineinschneiden! Lassen Sie 1 mm Welkes stehen. Will die Palme nicht richtig wachsen, liegt es am falschen Platz oder an Gießfehlern. Vor allem zu viel Wasser vertragen die Palmen schlecht. Schädlinge tauchen dagegen an der Hanfpalme nur selten auf.

Extratipp

Wenn Hanfpalmen draußen überwintern, müssen sie so verpackt werden, dass das Herz der Pflanze trocken bleibt: in Schilfmatten oder mehrere Lagen Folie.

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