Plectranthus Harfenstrauch, Mottenkönig

Harfenstrauch, Mottenkönig

Pflanzenfamilie

Lamiaceae (Lippenblütler)

Allgemein

Der Harfenstrauch ist anspruchslos und robust. Zu Zeiten unserer Großeltern sah man ihn häufiger auf der Fensterbank; heute ist er ein wenig in Vergessenheit geraten. Besonders hübsch ist er als Ampelpflanze. Einen Harfenstrauch zu kaufen ist nicht immer ganz einfach - er wird nicht allzu häufig angeboten. Wenn Sie jemanden kennen, der eine solche Pflanze hat, bitten Sie einfach um einen Steckling. In kurzer Zeit wird daraus eine Ampelpflanze mit 60-100 cm langen Trieben - je nach Art - mit herzförmigen, runden oder ovalen Blättchen, hellgrün oder weiß geädert. Harfensträucher wachsen wie Unkraut. Blühen können sie übrigens auch: mit kleinen weißen oder blauvioletten Rispen.

Arten

Von den etwa 100 in Afrika und Asien vorkommenden Arten werden vor allem vier als Topfpflanzen kultiviert. Plectranthus coleoides, die Weihrauchpflanze aus Indien, hat weiß geränderte, eingeschnittene Blätter. Die Pflanze wächst mit hängenden Trieben und wird meist als Begleitpflanze für blühende Balkonpflanzen angeboten. P. fruticosus, der sogenannte Mottenkönig, hat grüne, gezähnte Blätter und wächst als aufrechter Busch. Er blüht im Frühjahr. Zu den Herbstblühern gehört P. oertendahlii aus Südafrika. Er bleibt etwas niedriger, hat hübsche, weiß geaderte Blättchen und kriechende Triebe. P. nummularius hat glänzend grüne eingebuchtete Blätter und ebenfalls hängende Triebe.

Standort

Alle Harfensträucher stehen gern sehr hell. Bis auf P. oertendahlii vertragen sie auch volle Sonne. Während des Sommers können sie - müssen aber nicht - auf den Balkon oder die Terrasse gestellt werden. Im Winter ist der ideale Platz etwas kühler, hat Temperaturen zwischen 13 und 15 Grad. Ein kühler Flur ist gut als Winterquartier geeignet. Die Pflanzen überstehen den Winter aber auch in geheizten Wohnräumen.

Pflege

Die Erde sollte stets mäßig feucht sein - nie nass. Im Winter wird natürlich etwas weniger gegossen als im Sommer. Bei hohen Temperaturen tut es der Pflanze gut, wenn Sie gelegentlich die Blätter übersprühen. Unbedingt notwendig ist es aber nicht. Von April bis Ende August sollten Sie dem Gießwasser alle zwei Wochen eine Portion Flüssigdünger zugeben. Im Frühjahr wird die Pflanze umgetopft. Sie können dafür Einheitserde verwenden.

Vermehrung

Einen Harfenstrauch sollten Sie alle zwei Jahre durch selbst gezogenen Nachwuchs ersetzen. Denn ältere Exemplare verlieren oft ihre Schönheit. Triebspitzen als Stecklinge können Sie das ganze Jahr über schneiden; am besten wurzeln diese im Frühjahr und im Sommer. Es genügt, wenn Sie die Triebstücke einfach in die Erde stecken.

Krankheiten und Schädlinge

Der Harfenstrauch ist eine ziemlich robuste Pflanze, die nur selten von Krankheiten oder Schädlingen befallen wird. Was vorkommen kann, sind Blattläuse. Diese können Sie unter der Dusche abspülen. Allerdings werden die Pflanzen mit zunehmendem Alter unansehnlich und sollten dann rechtzeitig durch Nachwuchs ersetzt werden.

Extratipp

Alle Harfenstrauch-Arten sind gute Hydrokulturpflanzen.

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