Jacobinia Jakobinie

Jakobinie

Pflanzenfamilie

Acanthaceae (Bärenklaugewächse)

Allgemein

Bei der Jakobinie muss man unterscheiden zwischen der im Sommer blühenden Art, die meist kurzlebig ist, und der Winterblüherin, die zum verzweigten Busch heranwächst. Sie ähneln sich weder vom Aussehen her noch von den Ansprüchen an die Pflege. Ihren Namen erhielt die Pflanze nach einer Ortschaft in der Nähe von Bahia in Ostbrasilien, wo sie entdeckt wurde. Früher einmal waren die Pflanzen sehr beliebt; heute sieht man sie relativ selten. Bei der sommerblühenden Art liegt das vor allem an der geringen Haltbarkeit der Blüten.

Arten

Von den etwa 40 in Amerika beheimateten Arten werden zwei als Zimmerpflanzen kultiviert. Jacobinia carnea hat große, eiförmige Blätter, die leicht behaart sind, und ährenförmige Blütenstände. Sie wächst aufrecht, blüht von Juni bis August. Stark verzweigt, insgesamt etwas niedriger ist die zweite Art, J. pauciflora. Ihre Blätter sind klein und ledrig. Blütezeit: Dezember bis Februar.

Standort

Während J. pauciflora volle Sonne verträgt, steht J. carnea lieber sonnengeschützt. Sie schätzt das ganze Jahr über Zimmertemperatur, darf auch im Winter nicht unter 18 Grad stehen. J. pauciflora dagegen braucht einen kühlen Winterplatz mit Temperaturen um 10 Grad. Hohe Luftfeuchtigkeit schätzen beide Arten; sprühen Sie deshalb häufiger.

Pflege

Je nach Temperatur müssen Sie mäßig bis reichlich gießen. Achten Sie also darauf, dass die Erde nie austrocknet. Grundsätzlich brauchen Jakobinien etwas mehr Wasser als andere Pflanzen. Von April bis Ende August wird einmal wöchentlich gedüngt. Im Frühjahr - bei J. carnea vor dem neuen Austrieb, bei J. pauciflora nach der Blüte - werden die Triebe zurückgeschnitten und die Pflanzen umgetopft. Sie können ganz normale Einheitserde nehmen.

Vermehrung

Beide Arten lassen sich durch Stecklinge vermehren. Bei J. pauciflora sollten Sie immer nur nichtblühende Triebspitzen abschneiden. Beste Vermehrungszeit ist im Februar. Häufig fallen dann sowieso Triebspitzen beim Rückschnitt an. Zum Bewurzeln brauchen sie eine Bodentemperatur von 20-25 Grad und feuchte Luft. Damit sich die Pflanzen gut verzweigen, sollten sie mehrmals entspitzt werden. Aber auch mehrere Jungpflanzen in einem Topf sorgen für einen buschigen Anblick. Meist blüht der gewonnene Nachwuchs noch im selben Jahr.

Krankheiten und Schädlinge

Vor allem J. pauciflora lässt bei Ballentrockenheit sehr schnell die Blätter fallen, J. carnea reagiert weniger empfindlich. Schädlinge wie Spinnmilben kommen immer dann vor, wenn die Luft zu trocken ist. Sie dürfen deshalb nicht nur die Milben bekämpfen, sondern sollten gleichzeitig für feuchtere Luft sorgen. Sonst können Sie bald mit neuem Befall rechnen.

Extratipp

Nur J.acobinia pauciflora schätzt einen Sommeraufenthalt an der frischen Luft. Jacobinia carnea sollte das ganze Jahr über im warmen Zimmer bleiben.

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