Saxifraga stolonifera Judenbart

Judenbart

Pflanzenfamilie

Saxifragaceae (Steinbrechgewächse)

Allgemein

Der Judenbart bildet an Ausläufern zahlreiche kleine Ableger aus. Die Pflanze ist in China und Japan beheimatet. Sie wächst in einer Art Rosette, mit lang gestielten, rundlichen bis nierenförmigen Blättern, deren Oberseite grün mit weißen Nerven und deren Unterseite rot und leicht punktiert ist. Von Mai bis August bilden sich zarte weiße Blütenrispen, die hoch über die Blätter hinausragen.

Arten

Als Judenbart wird nur eine Art bezeichnet: Saxifraga stolonifera. Davon aber gibt es zwei Sorten: die grünblättige Art und die hübsche Sorte "Tricolor". Sie hat etwas kleinere Blätter mit einem deutlich abgesetzten Rand, der zuerst hellrosa ist, sich aber später weiß verfärbt. Oft bilden sich auch noch auf den Blättern unregelmäßige weiße oder rote Flecken.

Standort

Viel Licht und Luft braucht der Judenbart, sonst werden die hübschgefärbten Blätter bald farblos. Pralle Sonne aber verträgt er nicht; sorgen Sie notfalls an heißen Sonnentagen für eine Schattierung. Im Sommer fühlt sich die Pflanze auch draußen auf dem Balkon wohl. Im Winter sollte die grüne Art recht kühl stehen, bei etwa 5-10 Grad, "Tricolor" dagegen braucht mehr Wärme, etwa 16-20 Grad. Auf keinen Fall darf sie kühler stehen als 16 Grad. Der langen Ausläufer wegen werden die Pflanzen am besten in Ampeln gesetzt, an die Wand gehängt oder in ein helles Ost- oder Westfenster.

Pflege

Mäßig, aber regelmäßig - das sollte der Grundsatz beim Gießen sein. Zu viel Wasser verträgt der Judenbart nicht, austrocknen darf er aber auch nicht. Im Winter allerdings können Sie das Gießen bei der grünen Art ziemlich einschränken. Die buntblättrige Sorte "Tricolor" dagegen braucht an ihrem warmen Winterplatz auch dann regelmäßige Wassergaben.
Im Frühjahr und Sommer wird etwa alle acht bis zehn Tage Flüssigdünger gegeben. Ab und zu besprühen an heißen Tagen kann nicht schaden. Welke Blätter sollten Sie auszupfen. Umtopfzeit ist wie üblich das zeitige Frühjahr. Sie können normale Einheitserde nehmen. Aber legen Sie zuerst eine Schicht Tonscherben als Drainage in den Topf.

Vermehrung

Wie die Huckepackpflanze liefert auch der Judenbart schon fix und fertige Pflänzchen. Oft haben sie sogar schon Wurzeln; dann braucht man sie nur noch abzuschneiden und extra einzutopfen, am besten mehrere zusammen. Dann wird die neue Pflanze schön buschig. Einen Trieb mit wurzellosen Ablegern führt man zu einem zweiten Topf mit Erde und klammert ihn dort fest. Nach dem Anwachsen wird er von der Mutterpflanze abgetrennt.

Krankheiten und Schädlinge

Bei richtiger Pflege und am richtigen Platz wird der Judenbart so gut wie nie krank. Was auftreten kann, sind Blattläuse (daran ist meist ein zu warmer Platz schuld) und Spinnmilben (wenn die Wintertemperaturen zu hoch sind und die Luft zu trocken ist). Fehlende Luftfeuchtigkeit kann auch die Ursache sein, wenn Jungpflanzen an den Ranken vertrocknen.

Extratipp

Die Pflanze kann mit Ihren Ausläufern auch als Bodendecker in Wintergärten mit Grundbeeten eingesetzt werden.

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