Anigozanthos Känguruhblume

Känguruhblume

Pflanzenfamilie

Haemodoraceae (Haemodoragewächse)

Allgemein

Noch zählt sie zu den Raritäten auf der Fensterbank, obwohl sie sehr pflegeleicht ist. Wolligweich behaart sehen die Blüten dieser Pflanze aus, und von der Form her ähneln sie einer Känguruhpfote - so ist die in Australien beheimatete Pflanzen zu ihrem Namen gekommen. Die schmalen Blätter sind grasähnlich. Blütezeit ist im späten Frühling, von Mai bis Juni. Blühende Pflanzen werden aber durch gezielte Steuerung in den Gärtnereien fast das ganze Jahr angeboten.

Arten

In der australischen Heimat der Känguruhblume kennt man etwa zehn verschiedene Arten. Bei uns werden zwei verkauft, die sich sehr ähnlich sehen: Anigozanhtos flavidus und A. manglesii. Sie gehören zur relativ kleinen Familie der Haemodoraceae, in der sich noch einige andere solcher Raritäten finden.

Standort

Eine Känguruhblume kann man den Sommer über auch als Gartenpflanze halten. Sie schätzt nämlich viel frische Luft. Winterhart ist sie aber nicht; vor dem ersten Frost muss sie zurück ins Haus. Als Zimmerpflanze sollten Sie die Pflanze an ein helles Ost- oder Westfenster stellen. Ein sonniges Südfenster ist nur dann geeignet, wenn Sie an heißen Sommertagen zumindest in der Mittagszeit für etwas Schatten sorgen. An einem Nordfenster blüht die Känguruhblume nicht, dort ist es ihr zu dunkel. Auch im Winter müssen Sie für ausreichende Helligkeit sorgen, gleichzeitig aber für einen kühlen Platz. Etwa 10-12 Grad sind in diesen Ruhewochen die richtigen Temperaturen. Was die Pflanze gar nicht schätzt, sind lichtarme, verregnete Sommer.

Pflege

Die Känguruhblume ist ein durstiges Geschöpf. Vor allem im Sommer müssen Sie reichlich gießen. Im Winter dagegen nur so viel, dass die Erde nicht ganz austrocknet. Da die Pflanze ein wenig kalkempfindlich ist, sollten Sie nur weiches Wasser benutzen. Auch der Dünger sollte nach Möglichkeit kalkfrei sein. Gedüngt wird, wie bei den meisten Zimmerpflanzen, nur im Frühjahr und Sommer, alle zwei Wochen. Umgetopft wird im zeitigen Frühjahr. Moorbeet- oder so genannte Azaleenerde ist am besten geeignet.

Vermehrung

Känguruhblumen kann man aus Samen anziehen. Samen findet man im Gartenfachhandel meist nicht, nur im Spezialversand für exotische Sämereien. Ältere, füllige Pflanzen lassen sich beim Umtopfen im Frühjahr auch teilen. Krümeln Sie dann möglichst viel von der alten Erde ab, und ziehen Sie den Wurzelballen mit den Händen in zwei Stücke auseinander.

Krankheiten und Schädlinge

Wenn die Känguruhblume nicht blüht, muss das nicht unbedingt an falscher Pflege liegen. Auch ein trüber, verregneter Sommer kann schuld sein. Pflegen Sie die Pflanze dann wie gewohnt weiter, und hoffen Sie auf besseres Wetter im nächsten Jahr. Spinnmilben treten vor allem dann auf, wenn Känguruhblumen zu warm überwintern. Ändern Sie zunächst den Standort. Bei einem leichten Befall können Sie versuchen, die Milben mit Wasser abzuspülen (Pflanze dabei kopfüber halten). Bei stärkerem Befall müssen Sie im Abstand von einigen Tagen mehrmals mit einem Pflanzenschutzmittel sprühen.

Extratipp

Die Känguruhblume will kalkfrei gedüngt werden. Diesen Wunsch können Sie zum Beispiel mit Azaleendünger, den es in Gartencentern zu kaufen gibt, erfüllen.

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